Entwicklung bestätigt

Lars 14. März 2014 7 Kommentare Drucken

Ich hatte in der vorigen Woche nach dem Nordderby geschrieben, dass so langsam die weithin vermisste Entwicklung unter Dutt erkennbar wird. Gegen Nürnberg hat sich dies nun bestätigt. Das Spiel ist sehr ähnlich wie gegen den HSV gelaufen: Werder hat sich vor allem auf seine Defensive konzentriert und konnte so auch gegen den Club die weiße Weste behalten. Nürnberg war spielerisch zwar eindeutig die bessere Mannschaft und hat in weiten Teilen gezeigt, dass sie mit dem Abstieg eigentlich nichts zu tun haben dürften. Bis zum letzten Fünftel des Spielfelds ist der Ball bei den Nürnbergern sehr flüssig gelaufen, allerdings war dann eben auch meistens Schluss. Nur vier mehr oder weniger gute Chancen hatten die Franken und die größte Möglichkeit war der Kopfball von Drmic in der 85. Minute beim Stand von 0:2, der die Latte streifte.

Es ist schon bemerkenswert, wie souverän die Bremer Verteidigung mittlerweile spielt. Auch diesmal gab es an der Viererkette eigentlich kaum etwas auszusetzen. Prödl und Caldirola waren gewohnt sicher und Lukimya hat den guten Trend aus dem Hamburgspiel bestätigt. Nur Ignjovski hatte vor allem in der ersten Halbzeit einige Probleme mit den Nürnberger Angriffen über seine Seite und hatte mehrere Male das Nachsehen. Doch war er andererseits auch der zweikampfstärkste Spieler auf dem Platz und die Nürnberger haben seine Seite oft mit mehreren Spielern beackert.

Die Offensive zeigte sich gegenüber den letzten Spielen noch einmal verbessert. Passsicherheit und Kombinationsstärke sind zwar immer noch eher Fremdwörter im Bremer Spiel, allerdings kann die Mannschaft mittlerweile mehr aus den vorhandenen Möglichkeiten herausholen. Den beiden Toren gingen Ballverluste der Nürnberger voraus und danach ging es schnell und einfach und ohne großartige Ballstaffetten nach vorne. Und auch die anderen Chancen der Bremer waren Ergebnis von Ballgewinnen und dann schnellem und unkompliziertem Spiel.

Die Raute scheint dabei, zumindest für den Anfang der Spiele, die richtige Aufstellung zu sein, mit der Dutt das derzeit beste aus den Spielern herausholt. Und sie scheint auch Hunt und Di Santo zugute zu kommen. Vor allem der Argentinier gehörte zu den besten Spielern in Nürnberg und hat derzeit Petersen den Rang abgelaufen, sollte der Trainer in näherer Zukunft wieder eher auf eine Aufstellung mit nur einer nominellen Spitze zurückkehren.

Wie gesagt, vor allem gegen die direkten Tabellennachbarn hat Werder derzeit einen klaren Vorteil. Die Mannschaft drängt dem Gegner sein Spiel auf, ermöglicht hauptsächlich Anrgiffe über die Außen, die dann spätestens in der starken Innenverteidigung ihr Ende finden. Nürnberg zum Beispiel schlug 27 Flanken in den Bremer Strafraum, so viele wie noch nie in einem Siel dieser Saison. Und richtig gefährlich wurden sie dadurch höchstens einmal.

Der positive Trend gegen die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf zeigt sich auch an diese Tabelle der derzeit letzten acht Mannschaften, die Werder klar anführt (natürlich muss man die jeweilige Anzahl der Spiele beachten):

Werder Nürnberg 1

Drei Spiele gegen Konkurrenten kommen noch auf Werder zu und die Chancen stehen gut, dass die Mannschaft sich in diesen aller Abstiegssorgen entledigt. Dann nehme ich auch gerne die Tatsache in Kauf, dass man gegen die Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel wahrscheinlich nicht viel holen wird, siehe etwa die Ausbeute bislang gegen die ersten sieben Mannschaften der derzeitigen Tabelle:

Werder Nürnberg 2

Das Gute ist natürlich, dass die anderen Mannschaften unten noch häufig gegeneinander spielen und sich gegenseitig Punkte abnehmen, während sich Werder gegen die erfolgreicheren Teams abmüht.

Alles Weitere zu Werder, zum morgigen Spiel gegen Stuttgart und zur Situation rund um Hunt, der Frage, ob er geht oder bleibt und was das für Werder bedeutet, haben Andreas, Tobi und ich gestern Abend im Grünweiß-Stammtisch besprochen.

Vielleicht nocht ein paar letzte Worte zu Hunt und seiner fairen Aktion im Spiel gegen Nürnberg: Es gab ja von gegnerischen Fans und auch dem ein oder anderen Werderaner Häme oder zumindest Unverständnis darüber, dass er jetzt so gefeiert wird dafür, dass er im Grunde nichts anderes getan hat, als eine Schwalbe zuzugeben.

Ich finde die Aktion immer noch im sehr positiven Sinne bemerkenswert. Zum einen freue ich mich einfach darüber, ganz emotional und irrational, dass ein Spieler meines Vereins eine solche faire Aktion zeigte. Und zum anderen muss man einfach auch ganz objektiv anerkennen, dass dies eben nicht selbstverständlich ist. Selbstverständlich ist eher die Schwalbe oder das Einfädeln, um das dann als Cleverness oder wenig schlimme typische Aktion im heutigen Fußball abzutun. Wie viele Spieler gab es denn in den letzten 20 Jahren, die rechtzeitig zugegeben haben, dass ein Elfmeter keiner war? Eben. Danke dafür, Herr Hunt!

Noch zwölf Punkte.

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 0)
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7 Kommentare »

  • SVW-Blogschau Nr. 6 | #hashtagmafia sagt:

    […] Entwicklung bestätigt Lars Ich schreibe kurz über das Nürnberg-Spiel und habe noch ein paar Zahlen dabei zur grün-weißen Performance gegen die Tabellennachbarn und gegen die da oben. […]

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