Es ist die Einstellung

Lars 22. Februar 2014 5 Kommentare Drucken

Auch in der zweiten Halbzeit gegen Gladbach war nicht alles auf einmal gut. Auch in dieser zweiten Halbzeit, in der auch ich wieder Hoffnung für den Rest dieser Saison schöpfte, hätte eine Mannschaft, die konsequent die Fehler anderer nutzt, uns vielleicht wieder aus dem Stadion geschossen. Eine solche Mannschaft war Gladbach Gottseidank nicht am letzten Samstag.

Die Chance ist recht groß, dass die nächsten fünf Teams, auf die Werder nun trifft, ebenfalls nicht zu dieser Sorte Mannschaften gehört. Denn Fehler werden wir von der Bremer Mannschaft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch weiterhin sehen. Was das Spiel gegen Gladbach jedoch so wichtig macht, ist die Erkenntnis, dass Werder mit der richtigen Einstellung eben doch einen Unterschied machen kann.

Das ist besonders wichtig, weil die Spiele vor dem Erweckungserlebnis letzten Samstag gezeigt haben, wo es neben den offensichtlichen spielerischen Problemen derzeit auch hakt: dem kollektiven Selbstvertrauen. Auch in der ersten Halbzeit gegen Gladbach warf eine negative Erfahrung, diesmal der Katastrophenpass von Lukimya, die Mannschaft zunächst zurück, ließ sie unsicher werden.

Doch dann kam eben die Halbzeitpause, in der die richtigen Worte gefunden hat und die Untersützung der großartigen Fans ihr Übriges getan haben. Besonders bemerkenswert fand ich dabei, dass Werder im zweiten Durchgang zwar viele gute Chancen hatte, das Tor jedoch zunächst nicht machte. Und trotzdem versuchten sie es immer weiter und wurden dann am Ende ja auch mit diesem großartigen Freistoßtreffer von Obraniak belohnt. Alles Weitere zum Spiel haben Stephen und ich im Grün Weiß-Podcast letzten Mittwoch besprochen.

Und morgen geht’s dann gegen Frankfurt. Beide Mannschaften sind punktgleich, bei einem Sieg würde Werder also einen direkten Konkurrenten erst einmal etwas hinter sich lassen. Ob es dabei hilfreich ist, dass Frankfurt am Donnerstag in Portugal spielen musste? Die Statistik sagt, dass Frankfurt oft genug Probleme hatte nach einem Spiel in der Europaliga. Andererseits haben sie gegen Porto einen Rückstand aufgeholt und sich mit Sicherheit Selbstvertrauen geholt.

Bei Werder können Garcia und Hunt wahrscheinlich spielen, zumindest werden sie mit nach Frankfurt fahren. Die Aufstellung könnte wegen mir so aussehen:

Wolf
Ignjovski – Prödl – Caldirola – Garcia
Junuzovic – Bargfrede
Obraniak – Hunt – Kobylanski
Petersen

Doch wichtiger als die Aufstellung ist die Einstellung. Und wenn diese ähnlich ist wie gegen Gladbach in den zweiten 45 Minuten scheint mir vieles möglich.

Auf geht’s Werder!

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 0)
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5 Kommentare »

  • WM News sagt:

    super Artikel, gibt gute Einblicke :)

  • René sagt:

    So hoffnungsvoll das letzte stimmte, so hoffnungslos lässt mich dieses Remis zurück. Klar, der Punkt ist gut, vor alllem bei einem Spiel zu zehnt über 60 Minuten. Aber wenn man sich derart unfähig zeigt, Bälle an den Mann zu bringen, geschweige den mal über mehrere Stationen zu spielen, dann hat man in der 1.Bundesliga eigentlich nichts zu suchen, so hart das auch klingen mag.
    Meine kleine Lobhuddelei auf Obtraniak im Stammtisch-Kommentar nehme ich zurück. Stand heute. Das war gar nichts von ihm in Frankfurt. Einziger Hoffnungsschimmer ist die Abwehrreihe + TW. Aber wenn ich an Luki gegen den HSV denke, mon dieu! Und Makiadi will ich gar nicht mehr sehen. Unfassbar, wie schlecht der ist.
    Eine Freundin meiner Frau ist Leverkusen-Fan und war von Anfang an der Meinung, Werders Dutt-Verpflichtung war ein Fehler. Wenn ich die Mannschaft sehe, mit der er über acht Monate arbeiten konnte, dann fällt es mir immer schwerer, ihr zu widersprechen …

    Enttäuschte Grüße,
    René

  • Lars (Autor) sagt:

    Ja, ich sehe das eigentlich ähnlich ernüchtert. Die Abwehr hat sich ja in der Tat verbessert und das ist sicher ein Hoffnungsschimmer, mir stellt sich allerdings die Frage, wie vorne überhaupt Tore fallen sollen. Immer nur auf 0:0 spielen kann ja auch nicht die Lösung sein. Vor allem, weil auch gegen Frankfurt einiges an Glück dabei war und gottseidank keine individuellen Fehler. Doch darauf können wir uns nicht ewig verlassen.

  • Lars (Autor) sagt:

    Und zu Dutt: Ich bin mir nicht sicher, ob seine Station bei Leverkusen wirklich das Hauptkriterium sein sollte, ihn und seine Leistung bei Werder zu bewerten. Bei Bayer hat er ja ohne Zweifel Fehler gemacht, wie er ja auch selber sagt.

  • René sagt:

    Klar, Dutts „Performance“ in Leverkusen sollte kein Kriterium für die Beurteilung seiner Arbeit bei Werder sein. Da stimme ich dir absolut zu. Was ich sagen wollte ist lediglich, dass mir die pro-Dutt-Argumente ausgehen. Das Einzige, was mir derzeit dazu einfällt, ist, dass es in der Mannschaft zu stimmen scheint und anders als z.B. in Leverkusen keine Front gegen ihn existiert. Aber gut, diese Überlegungen bringen im Moment gar nichts. Vielmehr wäre ich glücklich, wenn die Mannschaft mit Dutt den Klassenerhalt schafft und dann kann/muss man das alles nochmal in Ruhe aus- bzw. bewerten.

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