Hysteriebremse

Lars 20. Dezember 2013 Ein Kommentar Drucken

Wir haben diese Woche nach den mehr oder weniger blamablen Vorstellungen gegen München und in Berlin sowie vor der letzten Begegnung des Jahres gegen Leverkusen unseren letzten Grünweiß-Podcast des Jahres aufgenommen. Und in diesem habe auch ich versucht, möglichst klar die derzeitigen Missstände bei unserem Verein anzusprechen. Dazu gehört natürlich auch Kritik an unserem Trainer, gerade in den letzten Spielen.

Die Zahlen sprechen für sich, etwa ein Vergleich der Punkteausbeute nach 16 Spieltagen der letzten sechs Spielzeiten:

Werder Bremen_Punkte_16 Spieltag

Oder ein Vergleich der Anzahl der geschossenen Tore (grün) und Gegentore (rot) nach 16 Spieltagen:

Werder Bremen_Tore_16 Spieltag

Wie man sieht, ist die von Dutt bislang nicht die Beste, sondern vielmehr die Schlechteste. Der letzten sechs Saisons zumindest. Und es rechnet wohl niemand ernsthaft damit, dass morgen gegen Leverkusen, gegen den absolut souveränen Zweiten der Liga, mehr drin ist als allerhöchstens ein glücklicher Punkt. Und selbst bei dieser Aussage werden viele Leser wohl leicht spöttisch grinsen.

Und dennoch empfinde ich die Hysterie, die derzeit rund um Werder Bremen herrscht, als äußerst anstrengend. Und unangemessen.

Wie gesagt, Kritik ist natürlich angebracht und auch ich sehe Dutt mittlerweile kritischer als Anfang der Saison. Man nehme zum Beispiel den aus meiner Sicht absolut unnötigen – und folgenlosen – Wechsel auf der Torhüterposition. Oder die unverständliche Abkehr von der defensiven Grundausrichtung zu Saisonbeginn. Oder manches Festhalten an Spielern im Formtief.

Und dennoch ist mir auch bewusst, dass eine Entwicklung, wie Werder Bremen sie derzeit durchmacht, seine Zeit braucht. spricht davon, dass eine Neuaufstellung des Vereins mehr als eine Transferperiode benötigt. Und geht davon aus, dass er in der Winterpause noch einiges bewirken kann, damit die Rückrunde besser verläuft als die ersten 16 Spiele unter seiner Führung.

Ich glaube, dass Dutt das Ruder noch herumreißen kann, nachdem er sich nun eine halbe Saison lang ein Bild von der Mannschaft unter Wettkampfbedingungen gemacht hat. Und auch Eichin und der Aufsichtsrat werden sicher ihre Schlüsse aus dem bisherigen Auftritt der Mannschaft gezogen haben und hoffentlich noch einige Veränderungen im Kader ermöglichen. Die Kooperation mit Juventus zum Beispiel lässt da ja noch einiges erwarten.

Warten wir also ab wie Werder aus der Winterpause kommt.

Und natürlich: Warten wir das letzte Spiel dieses Jahres ab.

Lebenslang grün-weiß!

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 0)
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1 Kommentar »

  • »Against all odds« | Hamburg ist grün-weiß sagt:

    […] von der »Krise« einmal mehr die Runde machte und auch kühle Köpfe abwärts blickten oder therapeutisch gegen die Hysterie anschrieben, an dieser Stelle noch ein paar kurze Worte zum Stand der Dinge an der […]

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