Gegen Freiburg: Der nächste Schritt

Lars 18. Oktober 2013 Keine Kommentare Drucken

Makiadi glaubt dennoch nicht, dass die Partie ein Selbstläufer wird. Man dürfe nicht den Fehler machen, naiv in die Partie zu gehen. „Das wäre fatal“, warnt er seine neuen Teamkollegen.

Es gibt sicher nicht wenige Beiträge aus den letzten drei Spielzeiten, in denen ich mich darüber aufregte, dass unsere Spieler sich, vor allem nach einzwei Spielen ohne Niederlage, gedanklich schon in der Champions League wähnten, und dabei das nächste Spiel gegen einen vermeintlich leichten Gegner auf ebenselbe Schulter nahmen. Und dann normalerweise verloren. Und nicht selten gingen diesen Niederlagen solche Aussagen wie die obige von Makiadi voraus, in denen davor gewarnt wird, den Gegner zu unterschätzen.

Ich habe jedoch Hoffnung, dass es dieses Mal anders ist. Zum einen hat nun denke ich wirklich jeder bei Werder verstanden, dass unsere Konkurrenten derzeit Mannschaften wie Braunschweig, Augsburg, der HSV oder eben Freiburg sind. Und dass es darum geht, gegen diese Mannschaften zu punkten. Zum anderen haben wir andere Verantwortliche, die für diese Situation, in der sich der Verein befindet, die richtigen zu sein scheinen.
Natürlich wird das Spiel gegen Freiburg kein Selbstläufer. Und doch denke ich, dass dies ein Spiel ist, in dem der Druck zu gewinnen schon sehr hoch ist. Die nächsten Partien in Wolfsburg, gegen Hannover und auf Schalke werden sicher nicht einfacher. Das ist Freiburg in seiner derzeitigen Verfassung mit vier Unentschieden, vier Niederlagen und keinem Sieg sicher ein anderes, schlagbareres Kaliber. Und auswärts hat der Sportclub erst einen Punkt geholt. Dies liegt natürlich zum Großteil daran, dass sie viele Leistungsträger vor Beginn dieser Saison verloren haben. Dass es trotz dieser Situation doch auch schwer gegen sie werden kann, haben sie in dieser Saison auch schon gezeigt, etwa beim Unentschieden gegen die Bayern oder beim Sieg im DFB-Pokal gegen Stuttgart.

Doch zurück zu Werder. Zusammen mit Stephen vom Papierkugelblog habe ich gestern im Grünweiß-Stammtisch eine Zwischenbilanz nach der Hälfte der Hinrunde gezogen und wir waren beide der Meinung, dass sich die bisherigen Auftritte im Großen und Ganzen sehen lassen können: Die Defensivleistung etwa der ganzen Mannschaft ist definitv verbessert worden. Ein gutes Beispiel ist Elia im letzten Spiel gegen Stuttgart, der zwar nach vorne nicht so glänzen konnte, der dafür aber als besserer Rechtsverteidiger Fritz fast durchgehend unterstützte. Und auch in der Druckphase der Schwaben über die gesamte zweite Halbzeit hinweg zeigte die Defensive kaum Schwächen und so konnte Stuttgart zum Beispiel aus 13 Ecken und 22 Flanken nur wenig Zählbares machen. Und bei aller Überlegenheit hatten sie doch kaum hundertprozentige Chancen. Alles ein Verdienst der Defensive.

Natürlich wird sich Werder zu Hause gegen Freiburg nicht nur hinten reinstellen und auf Fehler des Gegners warten können. Dass sich auch offensiv nach den eher dürftigen Leistungen zu Beginn der Saison etwas getan hat, konnte man zum Beispiel gegen Nürnberg sehen, in dem es zumindest eine Halbzeit lang schöne und schnelle Kombinationen nach vorne gab. Und doch hat die zweite Halbzeit gegen den selben Gegner dann gezeigt, dass die Mannschaft mit der richtigen und vor allem gleichzeitigen Balanca zwischen Defensive und Offensive noch so ihre Probleme hat. Es scheint immer noch eher ein Entweder Oder als ein Sowohl Als auch zu sein. Doch vielleicht sehen wir ja gegen Freiburg auch den nächsten Schritt in Dutts Spielplan und die beiden Teile arbeiten besser zusammen.

Personell sieht es wieder besser aus. Makiadi ist zurück und wird wohl auch von Beginn an spielen. Lukimya ist zumindest eine Alternative, wenn einer der beiden hoffentlich gesetzten Innenverteidiger Prödl und Caldirola während des Spiels ersetzt werden müssen. Und auch Iggy und vor allem Yildirim haben wieder mittrainieren können; Letzterer ist sicher als Auswechselspieler dabei, Ersterer eventuell auch.

Die Aufstellung könnte gerne so aussehen:

Mielitz
Fritz – Caldirola – Prödl – Garcia
Makiadi – Kroos
Elia – Hunt – Junuzovic
Petersen

Jetzt heißt es also 90 Minuten lang konzentriert das Spiel durchziehen, den Gegner nicht unterschätzen und den nächsten Schritt im Spiel nach vorne machen.

Auf geht’s Werder!

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 0)
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