Ausgeglichen

Lars 3. Oktober 2013 Keine Kommentare Drucken

Abseits: Bremen 2 – Nürnberg 2
Ecken: Bremen 4 – Nürnberg 4
Gewonne Zweikämpfe: Bremen 48,3% – Nürnberg 51,7%
Angekommene Pässe in Prozent: Bremen 72,3% – Nürnberg 71%
Flanken: Bremen 14 – Nürnberg 14
Sprintdistanz: Bremen 3,6 km – Nürnberg 3,8 km
Gesamtdistanz: Bremen 118,8 km – Nürnberg 119,6 km
Ballbesitz: Bremen 50,08% – Nürnberg 49,92%
Tore: Bremen 3 – Nürnberg 3

Wahrscheinlich könnte ich ewig so weitermachen, das Ergebnis wäre immer das selbe: Dieses Unentschieden war verdient. Direkt nach dem Spiel sah ich das noch anders. Da hatte ich mich noch maßlos geärgert über diese vergebene Chance, den nächsten Sieg einzufahren und darüber, ein 2:0 nach wirklich sehr gutem Spiel in der ersten Halbzeit so einfach aus der Hand zu geben.

Nach einiger Zeit dann setzte sich die Erkenntnis bei mir durch, dass sich Nürnberg nach der Pause gesteigert hatte und dass sie sich daher das 3:3 auch verdient haben und sich am Ende vielleicht kurz darüber ärgern konnten, nicht doch noch den ersten Sieg der Saison geholt zu haben.

Es waren also zwei vollkommen unterschiedliche Halbzeiten, die das Spiel dann insgesamt so ausgeglichen machten. Hinzu kommt, dass die Franken zum einen die Unentschieden-Experten der Liga sind und zum anderen schon zum vierten Mal nach einem Rückstand noch einen Punkt mitgenommen haben. Und als ob das noch nicht genug wäre: In den letzten fünf Spielen konnte Werder gegen den Club nicht gewinnen und viermal gab es ein Unentschieden. Wie konnte dieses Spiel am Sonntag da anders ausgehen?

Und ausgeglichen ist auch das Stichwort, wenn ich mir die bisherige Saison angucke. Nach sieben Spieltagen liegt Werder auf dem achten Platz mit drei Siegen, drei Niederlagen und einem Unentschieden. Damit bin ich zufrieden. Und so richtig enttäuschend war ja eigentlich auch nur das Spiel gegen Frankfurt. Bei den beiden anderen Niederlagen spielte Bremen teilweise unter den gegebenen Umständen gut mit und zeigte genau das, was der Trainer verlangte. Der Trainerwechsel hat also eine gewisse Stabilität gebracht und kann gerne so weitermachen.

Auch Dutts Personalentscheidungen gefallen mir gut bislang, vor allem die Tatsache, dass er die jungen Spieler aus der U23 an die Profis heranführt und auch spielen lässt. Teilweise ist das natürlich auch aus der Not heraus geboren. Auch gegen Stuttgart sieht es wieder einigermaßen eng aus. Makiadi und Lukimya werden fehlen, Ignjovski wohl auch. Der Ausfall von Lukimya bereitet mir da noch am wenigsten Kopfschmerzen, Prödl ist eigentlich stärker als der Kongolese, und dass Dutt ihn in den letzten Partien unserem eigentlichen „Abwehrchef“ vorgezogen hatte, ist dann auch die Entscheidung von ihm, die ich nicht nachvollziehen konnte. Ich hoffe, dass Prödl dem Trainer am Samstag zeigt, dass er dauerhaft anstelle von Lukimya spielen sollte.

Gegen Stuttgart wird es sicher nicht nur wegen der Verletzten bei uns schwer werden. Der VFB ist seit dem Trainerwechsel wieder stärker geworden und viel geholt haben wir in den letzten Jahren da nie. Vielleicht werden wir aber doch eine Überraschung erleben und vielleicht zahlt sich eine weitere Änderung unter Dutt mal wirklich aus: Bei Standards ist Werder viel gefährlicher als zuletzt unter Schaaf. Gerade bei so einem Spiel wie gegen Stuttgart, von dem ich erwarte, dass Werder ähnlich defensiv eingestellt ist wie am Anfang der Saison, könnten Freistöße und Eckbälle den Unterschied machen.

Hoffen wir das Beste.

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 0)
Loading...

Kommentar hinterlassen

Kommentar hier hinterlassen, Trackback auf Ihrer Seite einfügen oder Kommentare als RSS abonnieren.

Um zu Ihrem Kommentar automatisch ein Bild einzufügen, registrieren Sie sich bei Gravatar.