Way to Champions League

Karsten 30. September 2013 2 Kommentare Drucken

Vor dem Spiel witzelte ich noch, dass uns ein 4 zu 0 über Nürnberg auf den vierten Platz spülen würde. Also hinter Dortmund, Bayern und Leverkusen zur Champions League Qualifikation. Ernst gemeint war das natürlich nicht. Wenn ich ehrlich bin, sehe ich lediglich Braunschweig einigermaßen deutlich hinter uns. Dann wären da noch Nürnberg, Augsburg, Mainz und der HSV. Alle vier befinden sich vom Spielerpotential in etwa auf dem Niveau von Werder. Ganz sicher sind sie nicht viel schlechter. Freiburg wird es auch schwer haben, obwohl ich Christian Streich zutraue, den Schalter spätestens in der Rückrunde umzulegen. Freiburg kann Abstiegskampf. Mehr als alle anderen genannten Clubs.

Als das Spiel dann losging, fühlte ich mich tatsächlich in alte Zeiten zurückversetzt. Werder war von Beginn an aggressiv, nahm die Zweikämpfe an und versuchte tatsächlich das ein oder andere Mal den Ball durch Kurzpassspiel in die gegnerische Hälfte zu bringen. Und dann passierte etwas, was ich ein gefühltes Jahrzehnt nicht mehr im Weserstadion gesehen hatte. Auf der linken Seite versuchte ein Außenverteidiger bis zur gegnerischen Grundlinie durchzugehen und den Ball in den Rücken der Abwehr zu bekommen. ließ mein Werderherz hüpfen. War es das tatsächlich? Das Ende des Außenverteidigerfluchs?

Ekici grätschte, Hunt bot immer mal wieder den Doppelpass an, Lukymia gewann Zweikämpfe und (!) trifft das Tor. Ich war berauscht. Ein 4 zu 0 war möglich, ja, sogar nicht unwahrscheinlich. Ich bereitete mich schon vor, ein Foto von der Blitztabelle zu schießen und hörte die Ostkurve schon „Deutscher Meister wird nur der SVW“ skandieren.

Ich war wohl nicht der einzige.

Fünf Minuten vor der Halbzeit dann der Bruch. Werder versuchte zu verwalten (das konnten wir noch nie) und plötzlich klappte nichts mehr. Das gesamte Mittelfeld bekam keinen Zugriff mehr auf den Gegner. Man war einfach zu spät. Und dann kam der Nackenschlag. Und mit ihm auch der Fluch des Außenverteidigers zurück. Ein krasser Stellungsfehler von Garcia sorgte letztlich für den Anschlusstreffer.

Die Halbzeitpause reichte offensichtlich nicht aus. Werder blieb völlig verunsichert und Nürnberg kam immer besser ins Spiel. Es dauerte nur wenige Minuten bis zum nächsten Stellungsfehler (ihr wisst schon von wem) und es stand 2 zu 2. Vorher hätte man sich nicht beschweren dürfen, wenn es auch noch einen Elfmeter gegeben hätte (ihr wisst schon von wem verursacht).

Nach dem Ausgleich Chaos auf beiden Seiten. Nürnberg aber insgesamt viel besser im Spiel. Der zwischenzeitliche Führungstreffer wieder von Elia (!) täuschte ein wenig darüber hinweg. Die nackten Zahlen sprechen aber eine deutliche Sprache: insgesamt gewann Nürnberg 53% der Zweikämpfe. Und dass 3 zu 3 fiel folgerichtig.

So schnell kann es gehen und die Realität hat einen wieder. Positiv ist zu bemerken, dass man das Spiel nicht noch verloren hat. Ich möchte glauben, dass dies Robin Dutts Handschrift ist…!

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 0)
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2 Kommentare »

  • borttronic sagt:

    Warum machst Du Werbung für einen Ticketshop?

  • Karsten (Autor) sagt:

    Das war ein Versehen. Habe ich revidiert.

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