Vorbei

Lars 11. Mai 2013 6 Kommentare Drucken

Die letzten zehn Minuten des Spiels habe ich nur noch erschöpft vor dem Bildschirm gesessen und eher auf die Liveticker der anderen Spiele geachtet. Doch auch diese Zwischenstände habe ich nur noch am Rande mitbekommen.

Als dann der eigentlich erlösende Abpfiff kam, habe ich nicht wirklich Freude gespürt. Selbst Erleichterung trifft es nicht so richtig. Es rauschte eigentlich alles nur noch so vorbei und ich habe gedacht: Das war’s. Wir haben es geschafft steigen nicht ab.

Gespürt habe ich das nicht. Auch die Angst vor dem Abstieg davor war für mich eher etwas, woran ich nur gedacht habe, dass man sie haben müsste. Ich habe nie geglaubt, dass Werder tatsächlich absteigt und mir deshalb auch nicht vorstellen wollen, was wäre wenn. Und warum auch? Dafür wäre im schlimmsten Fall dann sowieso noch genügend Zeit gewesen.

Die Freude über das Tor von De Bruyne hatte ich noch lautstark geäußert. Genauso froh war ich, dass Werder dieses zweite Spiel in der „Ära ALLEz GRÜN“ tatsächlich genauso anging wie das erste: Motiviert, engagiert und aufmerksam. Vor allem Petersen, Hunt und De Bruyne vorne wollten das frühe Tor und sind gerannt und haben geackert. Dahinter haben sich Kroos und Bargfrede als gutes 6er-Duo gefunden und auch die Abwehr kämpfte. Allen voran Sokratis. Und dennoch waren die Frankfurter näher an einem Tor als Hoffenheim letzte Woche. Woran man auch sieht, warum Frankfurt immer noch Chance auf den vierten Platz hat. Und Hoffenheim, den BVB vor der Brust, nur noch geringe Chancen auf den .

Meine innere Starre fing dann in der 51. Minute an, als das Gegentor fiel. Aus Abseitsposition. Geschenkt. Und auch die Bremer Mannschaft machte eine Veränderung durch. Man erkannte zwar noch den Willen, die Angst vor dem zweiten Gegentor war jedoch mindestens genauso groß. Und Frankfurt spielte auf dieses zweite Tor, während Werder nur noch verhinderte, aber nicht mehr spielte. Es gab zwar auch noch Chancen für uns, jedoch schien alles nur noch auf den Pfiff zu warten, der das Spiel beendete.

Und als es dann vorbei war, blieb ich sitzen und dachte, es ist vorbei. Im Stadion brach der Jubel los. Natürlich völlig zu Recht. Und wahrscheinlich waren es diese Fans, die den Unterschied machten. Wer weiß, was passiert wäre in den letzten beiden Spielen, wenn die Fans in Bremen nicht diese großartige Unterstützung gezeigt hätten.

Und nun ist also die Zeit der Angst vor dem Undenkbaren, dem Unfühlbaren vorbei. Dafür beginnt nun eine neue Zeit. Eine Zeit des Umbruchs. Mal wieder. Ich bin gespannt, was wird.

Aber nicht mehr heute. Morgen.

ALLEz GRÜN!

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6 Kommentare »

  • Sascha sagt:

    Gerannt? Ja! Geackert? Ja! … Aber irgendwie wirkte das Spiel heute trotz allem irgendwie planlos.

    Aber Deine Zeilen treffen genau meine Gemütslage. Lebenslag grün-weiss! Ob mit Schaaf oder Scholl!

  • Lars (Autor) sagt:

    Ja, es war heute irgendwie holpriger als noch gegen Hoffenheim. Ist aber auch kein Wunder. Es lag zum Einen am stärkeren Gegner, zumindest in Halbzeit Zwei. Und zum Anderen eben daran, dass sie das Spiel gegen Hoffenheim so unglücklich nicht gewonnen haben.
    Egal. Vorbei.

  • Wackelnde Denkmäler und das 0,5 Prozent große Zittern | Fokus Fussball sagt:

    […] (werderblog.net) – Werder Bremen schafft den Klassenerhalt mit einem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt. Dennoch […]

  • Luca sagt:

    Hauptsache kein Abstieg! Das ist im Moment alles, was mich interessiert! :-)

  • Kristijan sagt:

    Von all den Namen, die nun herumkursieren, gefällt mir Lorenz-Günther Köstner mit Abstand am Besten!

  • Claas sagt:

    Tja und nun? Es scheint alles nahtlos weiter zu gehen… Werder benötigt Spieler, die ein Spiel bestimmen können und dafür sorgen, dass der Gegner hinterher rennen muss – nicht anders herum. Das schnelle Spiel muss wieder her…

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