Kurz vor Frankfurt

Lars 9. Mai 2013 Ein Kommentar Drucken

Den Schock ob der zwei späten Gegentore am vergangenen Samstag habe ich mittlerweile überwunden. Das sah am Samstag um ca. 17:10 noch anders aus. Als das erste Gegentor gefallen war, habe ich versucht, meine inneren Abwehrmauern hochzufahren, um mich auf das schon fast Unausweichliche vorzubereiten. Denn oft genug ist es bei einem Treffer nicht geblieben. Gute Dienste haben diese Mauern zunächst nicht geleistet, zu groß war meine Enttäuschung darüber, wie man so ein Spiel noch aus der Hand geben konnte.

Mittlerweile überwiegt die Erinnerung an das insgesamt gute Spiel von Werder

Die Einstellung stimmte endlich mal und zwar in jeder Hinsicht. Die Spieler scheinen mittlerweile verstanden zu haben, worum es geht und haben, sicher auch dank der großartigen Unterstützung der Fans vor und im Stadion, von Anfang an bewiesen, dass sie alles geben wollen für den Sieg.

Hinzu kommt, dass die Mannschaft auch von Schaaf richtig eingestellt wurde. Das frühe Tor hat natürlich geholfen und vor allem auch Sicherheit gegeben, nichtsdestotrotz hat die eher abwartende und defensiv kompakte Spielweise dem Gegner 85 Minuten lang den Zahn gezogen. Dabei hat Hoffenheim gar nicht mal schlecht gespielt, sie konnten nur ihre Stärken nicht ausspielen und durch die Mitte kombinieren, weil Werder vor allem die Mitte dicht gemacht hat.

Wie gesagt, 85 Minuten lang hat das gut geklappt. Und dann fielen zwei Tore. Dass dieses Unentschieden letztendlich eher ein gewonnener Punkt war, war mir direkt nach dem Spiel noch herzlich egal. Jetzt sehe ich es positiver.

Gestern Abend habe ich gemeinsam mit Tobias den neuesten Grünweiß-Stammtisch aufgenommen, in dem wir uns ausführlich über dieses Spiel gegen Hoffenheim unterhalten haben inklusive einem Ausblick auf das Spiel gegen Frankfurt und Werders Chancen im . Wenn es Euch interessiert, könnt Ihr alles Weitere zum Spiel und zu den Leistungen einzelner Werder-Spieler im Podcast hören. Bewiesen habe ich darin auch, dass ich von anderen Mannschaften in der Liga offensichtlich nicht viel Ahnung habe. Im Gegensatz zu Tobias.

Nun haben wir also 33 Punkte und liegen damit drei Punkte vor Düsseldorf und Augsburg und weiterhin fünf Punkte vor Hoffenheim. Unsere Ausgangssituation hat sich zumindest nicht verschlechtert und ist durch einen gewonnen Punkt bei nun nur noch zwei Spielen eher besser geworden.

Werder Statistiken Punkte vs. Platz 15

In den letzten zehn Jahren haben 33 Punkte fünfmal nicht für den Klassenerhalt gereicht. Und die höchste Punktzahl eines 16. waren 36 Punkte. Werder ist seit Einführung der Drei-Punkte-Regel zweimal knapp am Abstieg vorbeigerutscht, siehe dazu auch die Grafik oben. Und diese Saison ist dann also die zweite innerhalb von drei Jahren. Es könnte dieses Mal gut sein, dass schon 34 Punkte für den Klassenerhalt reichen.

Ein Unentschieden im nächsten Spiel gegen Frankfurt kommt mir sehr wahrscheinlich vor. Ich gehe zwar davon aus – und hoffe es sehr – dass sich die fantastische Stimmung im Stadion vom letzten Spiel nochmal wiederholt und dass Werder ähnlich engagiert auftreten wird. Frankfurt ist jedoch sehr stark und darüber hinaus geht es auch für sie noch um Einiges. Und wenn Hoffenheim nicht gewinnt und zumindest einer der anderen Konkurrenten verliert, würde ein Unentschieden den Klassenerhalt für Werder bedeuten.

Hoffen wir das Beste.

Werder Statistiken Platzierung vs. Platz 16

Und was danach kommt? Oben sieht man die Leistungskurve von Werder seit Einführung der Drei-Punkte-Regel und auch Schaafs Erfolge seit 1999. Das ist natürlich beeindruckend, zumindest bis vor zweidrei Jahren. Aber wie gesagt: Es ist jetzt nicht die Zeit, über den Trainer zu reden.

Lebenslang Grün-Weiß!

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