Qualität und Moral. Und Qualität.

Lars 19. April 2013 Keine Kommentare Drucken

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Eines kann man den Spielern wahrlich nicht vorwerfen: Dass sie gegen den Trainer spielen. Wir wurden nach dem Spiel gegen Düsseldorf ja zugeschüttet mit teils zufriedenen, teils kämpferischen Aussagen zur der Mannschaft, welche angeblich total in Takt sei und die das Spiel zu einem guten, oder zumindest zu einem zufriedenstellenden Spiel von Werder machte.

Und mein Eindruck im Düsseldorfer Stadion war ähnlich. Werder ist nach den beiden frühen Gegentoren pro Halbzeit nicht eingebrochen und hat, vor allem in der zweiten Hälfte, gekämpft. So stand es zum Beispiel in den letzten 35 Minuten des Spiels nach Torschüssen 12:0 für Werder.

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Vielleicht ist das sogar ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft den angenommen hat und verstanden hat, worum es geht. Auch wenn Tomas Eichin dieses schreckliche und lähmende Wort „“ lieber nicht zu oft in den Mund nehmen will beziehungsweise seinen Spielern dieses Wort nicht zumuten will.

Kommen wir also zur . Immer wieder lese und höre ich, dass die Mannschaft unter ihren Möglichkeiten spielt, dass die der einzelnen Spieler höher ist, als es der derzeitige Tabellenplatz suggeriert. Und auch da kann ich kaum widersprechen. Arnautovic, Petersen, Hunt, Elia, De Bruyne, Junuzovic, Gebre Selassie, Sokratis. In allen Mannschaftsteilen haben wir Spieler, die theoretisch mehr als mithalten können im Vergleich zu Mannschaften wie Freiburg, Frankfurt, Mainz, Hannover, Hamburg oder Nürnberg.

Wenn also die Moral stimmt und wenn die Qualität der Spieler zumindest bundesligatauglich ist, warum stehen wir dann nur fünf Punkte vor dem Relegationsplatz und warum haben wir seit acht Spielen nicht mehr gewonnen, u.a. gegen Mannschaften wie Fürth, Augsburg oder Düsseldorf? Zwar haben wir mit Hoffenheim und Wolfsburg zumindest etwas Gesellschaft im Club der Teams, die unter ihren Möglichkeiten bleiben, so richtig trösten tut mich das allerdings auch nicht. Gemeinsam mit Anna, Stephen und Tobias haben wir die Situation von Werder im Grünweiß-Stammtisch besprochen, so richtig viele Antworten auf die vielen Fragen rund um Werder haben wir auch da nicht gefunden.

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Letztendlich gehe ich wie Tobias davon aus, dass sich im Sommer auf der Trainerbank etwas ändern wird. Als Fan von tut mir das zwar leid, ich sehe aber kaum mehr eine andere Möglichkeit. Dass im Verein zur Zeit offensichtlich eher Kuschelatmosphäre herrscht, kann ich bei der derzeitigen Tabellensituation verstehen. Die Spieler brauchen die volle Konzentratiom auf die letzten fünf Spiele und vor allem immer auf das nächste Spiel.

Gegen Wolfsburg also. Eine weitere Mannschaft, die, wenn ich mir den Kader angucke, eigentlich woanders stehen sollte. Die Situation bei Werder bessert sich gottseidank. Spieler wie Schmitz, Fritz, Ekici, Sokratis oder Petersen sind wieder zurück im Mannschaftstraining und ich hoffe sehr, einige dieser Namen auch in der Startaufstellung wiederzusehen. Dass auf der anderen Seite einige Ehemalige im Weserstadion Hallo sagen, ist mir ehrlich gesagt relativ egal. Schon interessant, wie lange es für mich schon her scheint, dass Allofs, Naldo oder Diego bei uns waren.

Ich tippe auf einen Heimsieg. Natürlich. Lebenslang Grün-Weiß!

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Und ach ja: Mein Sohn hat sein erstes Fußballspiel sehr interessiert verfolgt.

Bei den beiden Gegentoren hatte er mich einigermaßen fassungslos angeguckt, er konnte nicht verstehen, warum alles um uns herum vor Freude explodiert, während ich konsterniert auf den Rasen starrte und nur den Kopf schüttelte. Die beiden Tore für Werder hatte er dann, zumindest äußerlich, ähnlich froh angenommen wie ich. Und seit dem Spiel will er immer De Bruyne sein, wenn wir im Garten Fußball spielen. Mal sehen, was passiert, wenn dieser dann in der nächsten Saison für Leverkusen auflaufen oder bei Dortmund auf der Bank sitzen wird…

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 0)
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