Erfahrung verhindert Tore…

Lars 26. Februar 2013 2 Kommentare Drucken

Nach dem Spiel am Samstag bei den Bayern hat Thomas Schaaf einmal mehr auf die Jugend und Unerfahrenheit seiner Mannschaft hingewiesen, die in manchen Situationen die Konzentration nicht konstant hochhalten kann und daher immer mal wieder unter die Räder kommt. Ich hatte in meinem Spielbericht zu Samstag geschrieben, dass ich bei der , die auf dem Feld stand, eigentlich nicht die Unerfahrenheit als das größte Problem ansah.

Ich wollte mir nun einmal genauer angucken, wie es eigentlich mit der Erfahrenheit bei Werders Abwehr im Vergleich zu den anderen Mannschaften aus der Bundesliga aussieht und habe und Anzahl der Bundesligaspiele der vier Abwehrspieler und des Torwarts der 18 Bundesligaclubs verglichen, die am Samstag in der Startelf standen. Ich denke, und Ligaspiele sollten zwei wichtige Faktoren in Sachen sein. Natürlich kommen noch andere Dinge wie Anzahl der insgesamt und nicht nur in der Bundesliga oder Anzahl der für die jeweiligen Nationalmannschaften hinzu, aber dann würde es auch wieder Diskussionen um die Vergleichbarkeit, zum Beispiel der serbischen Liga, des österreichischen Nationalteams und der Bundesliga geben, also habe ich sie einfach weggelassen.

Hier also zunächst die aktuelle der Bundesliga:

Werderblog_Tabelle_Bundesliga_Punkte

Dann im Vergleich dazu die Tabelle nach Altersdurchschnitt der vier Abwehrspieler plus Torwart der jeweiligen Startelfs des 23. Spieltags:

Werderblog_Tabelle_Bundesliga_Alter

Und schließlich die Tabelle nach Anzahl der Bundesligaspiele der vier Abwehrspieler plus Torwart:

Werderblog_Tabelle_Bundesliga_Spiele

Ob diese Rechnung nun sinnvoll ist oder nicht, sei erstmal dahingestellt; vielleicht nehme ich für das nächste Mal auch noch das Alter und die Spiele der gesamten Mannschaften auf, das Verteidigen beginnt ja schließlich im Sturm. Man sieht auf jeden Fall, dass Werder konstant im Mittelfeld steht. Insofern holt der Trainer also das aus der Mannschaft raus, was an Erfahrung drin steckt. Wenn ich mir die anderen Vereine im Vergleich dazu angucke, wird das Bild jedoch leicht diffus.

So stehen zwar Bayern und Dortmund in beiden Tabellen vor uns und besonders bei der Anzahl der Bundesligaspiele weit vorne. Jedoch gibt es da auch noch den VFL Wolfsburg, der diese Tabelle anführt. Und bei der Alterstabelle stehen Nürnberg, Wolfsburg und Hoffenheim auf Champions League-Plätzen. Auf der anderen Seite scheinen die Trainer von Freiburg und Leverkusen recht viel aus ihren jungen Mannschaften herauszuholen.

Wahrscheinlich ist die Erfahrung einfach doch nicht der wichtigste Aspekt für konzentriertes und erfolgreiches Abwehrverhalten. Es muss da also nicht irgendetwas anderes geben…

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 1, Durchschnitt: 4,00 von 5)
Loading...

2 Kommentare »

  • Tobias (Meine Saison) sagt:

    Hm, ich tue mich mit der Begründung ebenfalls schwer, denn wie du ja selbst schreibst, gibt es genügend Beispiele für junge Teams mit starker Defensive und alte Teams mit schwacher Defensive.

    Für mich ist das in erster Linie eine Ausrede von Thomas Schaaf. Vor dem Umbruch waren die alten, satten Spieler das Problem, nach dem Umbruch ist die Unerfahrenheit der Mannschaft das Problem. Wenn ich jetzt höre, dass im Sommer „Erfahrung hinzugekauft“ werden soll, platzt mir echt die Hutschnur. Das mag prinzipiell ja durchaus richtig sein, aber es wird so getan, als sei das die Lösung für unsere Defensivprobleme und das ist sie ganz sicher nicht. Werder war zwar auch zu besten Zeiten nicht für seine Abwehrstärke bekannt, aber da gab es meist nur 2-3 Teams, die weniger Gegentore kassiert haben. Seit 2007 kassiert man aber von Jahr zu Jahr mehr Gegentore. Seitdem wurde der Kader auf fast allen Positionen 2-3 mal verändert, die einzige Konstante ist Thomas Schaaf. Wenn Junuzovic davon spricht, dass man Tag für Tag daran arbeitet, die Defensive zu stärken, dann frage ich mich, ob der Kader wirklich so lernresistent ist (was ich mir kaum vorstellen kann), oder ob nicht vielleicht an den falschen Stellschrauben gedreht wird. Meiner Meinung nach sitzt das Problem auf der Trainerbank.

  • Lars (Autor) sagt:

    Ja, das sehe ich auch immer mehr ein. Zu Anfang der Saison wurde das Defensivproblem noch von der Euphorie des neuen Aufbruchs überdeckt. Mittlerweile ist die Euphorie nicht mehr da, das Defensivproblem aber schon.

    Der Spielbericht auf Spielverlagerung ist dazu sehr wahr, wie ich finde:
    „Auf Seiten der Bremer wurde in dieser Partie wieder einmal das Kernproblem ihrer Saison bzw. ihres Kaders deutlich. Ihnen fehlt die Positionstreue im so wichtigen Raum vor der Viererkette. Junozovic ist extrem fleißig und laufstark, bräuchte aber einen Partner, der ihn absichert und es ihm erlaubt, als Achter zu agieren.“
    http://spielverlagerung.de/2013/02/26/fc-bayern-munchen-sv-werder-bremen-61/

Kommentar hinterlassen

Kommentar hier hinterlassen, Trackback auf Ihrer Seite einfügen oder Kommentare als RSS abonnieren.

Um zu Ihrem Kommentar automatisch ein Bild einzufügen, registrieren Sie sich bei Gravatar.