Gegen Freiburg

Lars 15. Februar 2013 Keine Kommentare Drucken

Ich suche nach gewonnen Spielen ja immer gerne nach den dann obligatorischen Sprüchen unserer Spieler, die von Serien, Aufholjagden, Europa und so fort schwadronieren. Diesmal scheint es anders zu sein. Nicht nur haben wir das erste Mal seit gefühlten tatsächlichen eineinhalb Jahren wieder mal zwei Spiele in Folge gewonnen. Hinzu kommt, dass die Mannschaft offensichtlich verstanden hat, dass eben auf dem Platz wichtig ist und nicht vor den Mikrofonen. Es hat schon ein bisschen was von Ironie, wenn ich jetzt die Ruhe und Gelassenheit nach den zwei Siegen begrüße, während mich die selbe Ruhe und Gelassenheit nach mehreren schlechten Spielen in den Wahnsinn treiben.

Das Spiel gegen Stuttgart war sehenswert. Auch wenn der Gegner uns immer wieder geholfen hat, gut auszusehen und er auf der anderen Seite zu wenig aus den Möglichkeiten gemacht, die Werder ihm bot. Teilweise sah mir das hinten nämlich wieder etwas zu leichtsinnig aus und die Stuttgarter hatten zu viel Platz, den sie aber wie gesagt nicht nutzten. Darüber hinaus ist Bremen mal wieder schwer in beide Halbzeiten gekommen. Während das in der ersten Halbzeit noch gut ging, führte diese Verschlafenheit in Durchgang zwei dann recht schnell zum Ausgleichstreffer. Wenn ein solcher Rückschlag früher jedoch oft bedeutete, dass der Gegner dann schnell nachlegen konnte oder Werder zumindest unsicher wurde, sah es diesmal anders aus. Ob es an dem vorangegangen Erfolgserlebnis lag oder an einem insgesamt reiferen und eingespielterem Team, auf jeden Fall wurde Werder immer besser und Stuttgart gleichzeitig unsicherer. Es folgten noch zwei sehr sehenswerte Treffer und zwei ebenso sehenswerte Fehler der Schwaben und das Spiel war gelaufen.

Ekici war natürlich der Star des Spiels. Alleine dieser Satz ist schon bemerkenswert. Ich bin gespannt, wie er sich weiterentwickelt in dieser Rückrunde und ob er auch nach einem schwächeren Spiel noch in der Startelf bleibt. Darüber hinaus gefiel mir die gesamte Offensive mal wieder richtig gut; mal sehen, welchen Platz Arnautovic in Zukunft haben wird und ob eventuell dann Elia für ihn weichen muss. Die Abwehr wurde insgesamt doch zu wenig auf die Probe gestellt, um hier eine richtige Einschätzung zu geben. Ich kann aber mit der Viererkette Ignjovski, , Lukimya, Schmitz sehr gut leben.

Und nun also eine der Überraschungsmannschaften dieser Saison. Die gegen Freiburg lässt allerdings hoffen: Zuletzt verloren haben wir im Juli 2001, die letzte Heimniederlage gab es 1996 mit dem Trainer Dörner und Spielern wie Reck, Basler, Bode und Labbadia. Und insgesamt hat Freiburg nur gegen die Bayern so oft verloren wie gegen Werder. Was soll da noch schief gehen? Ich traue es mir kaum zu sagen, aber ich habe wirklich ein gutes Gefühl und habe es auch jetzt noch, wo ich gehört habe, dass Hunt und Sokratis neben Theo auch noch ausfallen werden. Es hat einfach zu viel Spaß gemacht, die letzten beiden Spiele zu sehen, als dass ich mir die Freude vorab nehmen lassen möchte. Ich darf nur nicht dran denken, welche Leistung Sokratis gegen Hannover hingelegt hat und wie wir die beiden Spiele ohne Hunt diese Rückrunde gespielt haben. Denken wir einfach positiv…

Am wahrscheinlichsten wären dann wohl Fritz für Hunt im Mittelfeld und Prödl für Sokratis in der Innenverteidigung. Ich hoffe, dass Ekici weiter auf der Position spielt wie bei den letzten beiden Spielen und damit seine gute Form weiter ausbaut. Wenn Arnautovic wieder fit ist, könnte er auf rechts starten, was unser Spiel etwas schneller machen könnte. Vielleicht sind es für Schaaf durch die gezwungenen Wechsel aber auch schon genug Veränderungen und er lässt den Österreicher zunächst auf der Bank. Verdient hätte es Elia auf jeden Fall.

Wie auch immer. Mit einem Sieg würden wir mit Freiburg gleichziehen. Mit dem derzeit 5. der Liga. Kaum zu glauben.

Auf geht’s Werder!

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