Meine Bilanz der Winterpause

Lars 19. Januar 2013 Keine Kommentare Drucken

Ich hatte viel vor in der Winterpause. Ich habe mir eine Liste möglicher Themen gemacht, die ich in diversen Blogbeiträgen verarbeiten wollte. Wie Ihr seht, ist daraus nicht wirklich viel geworden und heute geht es leider GOTTSEIDANK schon wieder los und ich bin seit Tagen schon leicht hibbelig.

Ich möchte hier nur kurz eine Liste der Beiträge hinzufügen, die ich für die Winterpause eigentlich geplant hatte. Aber vielleicht ändert sich an dem ein oder anderen Thema über die Rückrunde hinweg nicht so viel und ich kann mich dann nach der Saison darum kümmern…

1. Bilanz der Hinrunde

Was soll ich sagen? Nach den ersten Spielen (lassen wir das Pokalspiel mal beiseite) hatte ich mir mehr erhofft als den 12. Platz und 22 Punkte nach dem 17. Spieltag. Das Spiel der Mannschaft hat mir jedoch im Großen und Ganzen gut gefallen und wenn sie ein paar Dinge abstellen und sich noch mehr als Mannschaft finden, werden wir in der Rückrunde mehr Spaß haben mit Werder. Ganz bestimmt!

Wenn ich an die letzten beiden Spielzeiten denke, bin ich allerdings mit dieser Halbserie bislang sehr zufrieden. Der Umbruch in der Mannschaft wurde vollzogen (dafür nochmal ein Dankeschön an Klaus Allofs), viele der Neuen haben uns von Beginn an weitergeholfen, unser Trainer hat gezeigt, dass er sich doch noch ändern kann… Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich freue auf die Rückrunde?

2. Externe vs. interne Lösung

Rund um die Suche des neuen Managers gab es immer zwei Lager: Die einen wollten eine externe Lösung haben, vor allem um frischen Wind in den Verein zu blasen. Die anderen bevorzugten eine interne Lösung mit einem Mann, der den Verein kennt, der akzeptiert ist und keine große Eingewöhnung braucht. Was besser ist? Ich weiß es nicht, denke aber, dass der emotionale Aspekt auch bei einer solchen Rolle enorm wichtig ist, neben dem natürlich absolut notwendigen Sachverstand. Daher ist meiner Meinung nach eine gewisse Verbindung zum Verein schon sehr wünschenswert. Mit Thomas Eichin haben wir nun die externe Lösung, sogar noch externer als sich mancher vorgestellt hat. Hoffen wir, dass es klappt mit ihm.

3. Der Einwurf, seine Rolle im Fußball und Werders Beitrag

Ich kann dies nicht mit statistischen Daten belegen, aber ich bin davon überzeugt, dass Werder zu den Mannschaften mit dem schlechtesten Verhalten bei eigenen Einwürfen gehört. Ich habe fast alle Spiele der Hinrunde gesehen und kann mich nicht erinnern, dass Werder mal eine gefährliche Situation aufgrund eines gefährlichen Einwurfs geschaffen hat. Meistens trabt ein Spieler langsam zur Linie, streichelt den Ball, knetet ihn hin und her und hin, trocknet ihn liebevoll ab und wirft ihn dann zurück ins Feld, oft und gerne zum Gegner.

4. Die Neuen bei Werder

Welche Rolle spielen die neuen Spieler bei uns? Wie oft haben sie gespielt? Wie wichtig sind sie für die Mannschaft geworden? Welche sollen unbedingt bleiben und welche nicht? Wo brauchen wir noch Verstärkung? Zu diesen Fragen hätte es mehr oder weniger aussagekräftige Antworten gegeben.

5. Fußball und Business

Rund um den Wechsel von Klaus Allofs habe ich immer wieder von vielen gehört, dass der Fußball heutzutage nun mal vor allem ein hartes Geschäft ist, in dem Emotionen nicht mehr viel zu suchen haben und wo es vor allem um die großen Scheine geht. Das mag bis zu einem gewissen Grad stimmen, für Wolfsburg manche Vereine noch mehr als für andere, und dennoch bin ich davon überzeugt, dass das noch lange nicht alles ist und dass Spieler und Vereine, die nur dem schnöden Mammon hinterherlaufen, keinen Erfolg haben und, noch wichtiger, nicht glücklich werden.

6. Gewalt und Fußball und Politik

Bei diesem Thema bin ich einigermaßen froh, dass ich dazu nichts geschrieben habe. Ich bin weit davon entfernt, ein Experte auf diesem Gebiet zu sein. Was mich allerdings  immer wieder besonders auf die Palme bringt, ist der Umgang unserer Politiker, die vor allem auf die eigene Wirkung bedacht sind und weniger auf die wirkliche und gemeinschaftliche Lösung des Problems. Aber wie gesagt, es gibt genug bessere Beiträge dazu.

7. Ansagen und Umsetzung

Ich weiß, dass ich da nicht der Einzige bin, der sich schon lange über den Bremer Teufelskreis aufregt: Bremen gewinnt ein Spiel mehr oder weniger souverän. -> Die Spieler sind mit sich zufrieden und geben sehr gerne Interviews, in denen sie von der tollen Mannschaft schwärmen und ein noch besseres nächstes Spiel ankündigen, welches dann nur der zweite Schritt einer laaangen Siegesserie ist. -> Das nächste Spiel kommt, oft und gerne gegen einen auf dem Papier schlechteren Gegner und…wird verloren oder zumindest nicht gewonnen. -> Die Spieler können es sich nicht erklären, sind zerknirscht, fassen sich an die eigene Nase und wollen nun hart arbeiten. -> Das nächste Spiel kommt und die Mannschaft spielt tatsächlich besser, gewinnt oder hat Pech und gewinnt nicht. -> Die Spieler sind mit sich zufried…undsoweiter.

Und wenn ich zum Beispiel diese Aussagen von Prödl vor dem Start heute gegen Dortmund lese, bekomme ich es schon wieder mit der Angst zu tun.

Das waren also die nicht umgesetzten Beitragspläne der Winterpause. Aber was soll’s, heute geht es endlich wieder los und ich möchte dann nur noch auf die Wunschliste drüben bei Werder Exil verweisen, die ich genau so unterschreiben kann.

Und nun freue ich mich auf Einsatz, Spaß und Spiel gegen Dortmund. Lebenslang Grün-Weiß!

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