Das Pfeifen im Walde

Lars 25. November 2012 4 Kommentare Drucken

Mir geht es heute wohl wie vielen Fans, Spielern oder Verantwortlichen von Werder. Normalerweise äußere ich mich nicht allzu sehr über den , ich weiß, dass sich normalerweise alles ausgleicht. So sehr Viele über den des letzten Spieltags gemotzt haben, ich fand ihn zwar auch nicht gut, aber im Grunde lag er nur einmal krass daneben, nämlich als er Arnautovic keine rote Karte für dessen Kopfnuss gab. Dass ich mich darüber nicht sonderlich aufregte, wird man wohl verstehen.

Gestern sah es jedoch anders aus. Gestern konnte jeder sehen, wie eine offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters ein Spiel komplett hat kippen lassen. Werder hatte Wolfsburg weitestgehend im Griff, verteidigte sehr gut und war nach vorne immer wieder gefährlich. Doch dann kam die gelb-rote Karte für Schmitz und zwei Minuten später fiel das Tor einer bis dahin mehr oder weniger hilflosen Mannschaft.

Natürlich kann man nicht sagen, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn Werder weiter mit elf Mann gespielt hätte. Natürlich hatten wir bei zwei Pfostentreffern und einmal Retten auf der Linie auch viel Glück. Und natürlich hätte es noch einen Geniestreich von Diego geben können, einen Gewaltschuss von Naldo. Ohne fremde Hilfe hätte es aber eben auch gut 0:1 bleiben können, weil eben Bremen die bessere Mannschaft war.

Und ich bin nicht der Einzige mit dieser Meinung:

Letztlich ein verdientes Unentschieden. Wolfsburg hatte ein paar sehr gute und gefährliche Chancen, war aber bis zur roten Karte, abgesehen von einer kurzen Phase vor dem Rückstand, die schwächere Mannschaft. Danach hatten sie mehr vom Spiel, griffen viel an, konnten dies aber nicht mehr in einen Sieg umwandeln.

Spielverlagerung

Letztlich blieb es aber bei der Punkteteilung, die sich der VfL erst nach dem Platzverweis für Schmitz verdiente.

Kicker

Ich hoffe sehr, dass wir uns am nächsten Spieltag nur um das Spiel von Werder kümmern müssen und um nichts Anderes.

Ich habe eigentlich gar keine große Lust, sehr viel mehr zum Spiel gestern zu schreiben. Deswegen vielleicht nur kurz zur Lage von Werder insgesamt: Mir macht es immer mehr Spaß, der Mannschaft zuzugucken. Es wächst da offensichtlich etwas Gutes zusammen. Die Spieler wirken immer eingespielter und vor allem passt es im defensiven Mittelfeld immer besser. Wenn es so bleibt oder eher, wenn sich die Mannschaft noch steigert, werden wir noch viel Spaß bekommen.

Und da kann man auch noch mal Danke an Allofs sagen, der natürlich noch großen Anteil daran hat. Doch noch mehr Respekt gilt , der mit dieser neu zusammengestellten Mannschaft sehr gut arbeitet und sie anscheinend wirklich weiterbringt. Das hätte man nach den letzten beiden Spielzeiten, als er doch schon recht ausgebrannt wirkte, auch nicht unbedingt gedacht.

Jetzt haben wir uns die Punkte geteilt, das ist vielleicht auch gut so.

Nein, Aaron, tut mir leid. Das ist nicht gut so.

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 0)
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4 Kommentare »

  • Joern sagt:

    Sorry, ich verstehe den Artikel nicht!
    Es wird darüber philosophiert, wie das Spiel mit einem besseren Schiedsrichter HÄTTE VIELLEICHT ausgehen KÖNNEN, aber nur beim letzten Spiel. Bei Arnoutovics nicht gegebener roten Karte eine Woche davor wird dann mit anderen Maßstäben gemessen: Da HÄTTE auch alles anders laufen können. Wenn man mit gleichen Maßstäben misst ist man doch wieder beim berühmten Satz „Es gleicht sich alles aus“…
    Also was willst Du denn jetzt mit dem Artikel eigentlich sagen? habe ihn jetzt noch mal durchgelesen und versteh’s immer noch nicht

    Grün-weiße Grüße
    Jörn

  • Lars (Autor) sagt:

    Ja, ich sehe ein, dass der Hinweis auf die Schiedsrichterleistung im Spiel gegen Düsseldorf wahrscheinlich nicht der beste Einstieg war. Und wahrscheinlich gehört dieser Beitrag insgesamt auch nicht zu meinen besten. Ich habe mich einfach wahnsinnig über diese rote Karte geärgert (und tue das noch immer), auch und vor allem, weil der Treffer danach so offensichtlich die Folge dieser Karte war und weil, wie oben gesagt, Wolfsburg erst durch diese Karte den Glauben wieder fand.

    Ich weiß aber auch, zumindest der vernünftige Teil in mir, dass auch dieser Fehler sich wohl wieder ausgleichen wird. Und dass Wolfsburg eventuell noch mehr Tore gebraucht hätte, wenn Werder davor mehr aus dem Spiel gemacht hätte.

    Und deshalb wahrscheinlich dieser leicht schizophrene Beitrag.

  • Lars (Autor) sagt:

    Wenn man der Kicker-Bewertung Glauben schenken mag, dann haben sich die Fehlentscheidungen schon in den 90 Minuten des Spiels ausgeglichen:
    http://bit.ly/V8ia2u

    „Markus Schmidt (Stuttgart) Note 6
    unsicher in der Zweikampfbewertung und Vorteilsauslegeung. Drei gravierende Fehler: Wolfsburg hätte nach Handspiel von Arnautovic (26.) und Foul von Junuzovic an Olic (76.) zweimal Strafstoß kriegen müssen, zudem war Gelb-Rot gegen Schmitz falsch.“

    Schwamm drüber.

  • Freistoß ins Leben | Papierkugel Blog sagt:

    […] Ich habe das Spiel gegen Wolfsburg nicht sehen können, daher verweise ich an dieser Stelle an die Berichte von Tobias und Lars. […]

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