Gegen Mainz

Lars 3. November 2012 6 Kommentare Drucken

Samstage ohne Werder sind doof. Aber so habe ich wenigstens noch ein bisschen Zeit, Gedanken zum Spiel in Blogform zu gießen. Eigentlich ist es mir ja völlig egal, wie schlecht unser Saisonstart eigentlich war und auch mit Statistiken kann ich recht wenig anfangen. Ist wahrscheinlich auch besser so, wenn es darum geht, auf das Spiel gegen Mainz morgen vorauszuschauen. Die letzten beiden Jahre hat Mainz bei uns gewonnen, jeweils ohne ein Tor von Werder. Und von den letzten vier Spielen haben sie drei gewonnen und keins verloren.

Und Werder? Vor zwölf Jahren stand die Mannschaft das letzte Mal schlechter da nach neun Spieltagen. Eigentlich erstaunlich, weil besonders die letzten beiden Spielzeiten dann doch in der Gesamterinnerung deutlich schlechter wegkommen als die letzten neun Spiele dieser Saison. Eigentlich war bislang nur ein wirklich schlimmes Spiel dabei, die restlichen Punkte hat die Mannschaft liegen gelassen, weil es bei allen guten Ansätzen gegen letztendlich doch stärkere Teams ging oder weil sie zu jung/unbedacht/unkonzentriert/leichtsinnig waren.

Gegen Gladbach über 90 Minuten und gegen Fürth über 50 Minuten haben die Spieler allerdings gezeigt, was sie können. Wenn sie mit gleichem Einsatz – nach vorne und nach hinten! – über die gesamte Spielzeit morgen gegen Mainz auftreten, habe ich Hoffnung. Ach ja, und apropos Statistik: Herrn Szalai sollten sie bitte möglichst auch in Schach halten.

Nur dass seine Mannschaft als Favorit bezeichnet hat, irritiert mich ein wenig. Ich hoffe, dass er seine Spieler in der Vorbereitung richtig einstellt und dass sie nicht schon mit diesen favoritengeschwängerten Gedanken ins Spiel gehen. Dann kommt bei Werder nämlich selten etwas Gutes bei rum. Mainz wird mit Sicherheit kämpfen, bis zum Umfallen und sich nicht so leicht ergeben wie die Gladbacher.

Dass Klasnic nicht spielen kann, ist bitter. Ihm hätte ich bei einem 3:1 das Gegentor von ganzem Herzen gegönnt.

Vor zwölf Jahren, als Werder nach neun Spieltagen das letzte Mal weniger Punkte hatte als derzeit, standen sie am Ende mit 53 Punkten auf dem siebten Platz. Damit könnte ich leben.

Lebenslang Grün-Weiß!

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6 Kommentare »

  • Michael sagt:

    Es gibt auch noch einige Dinge die mich ärgern, bei denen durch aus auch der Trainer als fehlerquelle gesehn werden kann (wieso haben wir seid so vielen Jahren keine ordentlichen Frei und Eckbälle mehr?)

    Aber man darf nicht vergessen das so ein großer Bruch auch dazu führt das Spieler erst mal in der Mannschaft ankommen müssen bzw. die alten das neue System lernen. Blindes Verständnis gibts nicht in zwei Monaten.

    Wen man viel erwarten möchte sollte man es für die Rückrunde erwarten, ob das dann noch reicht um Europa zu erreichen lässt sich jetzt noch nicht absehen. Wichtig ist nur das man bis dahin nicht so sehr absackt das es schlechte Stimmung ins Team bringt.

  • Lars (Autor) sagt:

    Ich stimme Dir zu, die Hinrunde sollten sie dafür nutzen, sich zu finden und einzuspielen. Teilweise gelingt das ja schon sehr gut, siehe das Spiel gegen Gladbach. Und Neben den ganzen neuen Spielern gibt es ja eben auch das neue System. Da gestehe ich ihnen auch gerne schlechtere Spiele zu, so lange die Einstellung insgesamt stimmt.

    Ich habe nach den letzten beiden Spielzeiten auch nicht den Anspruch, dass sie dieses Jahr direkt wieder unter den ersten fünf Mannschaften sein müssen. Das Anspruchsdenken, welches immer noch im Verein (und bei vielen Fans) herrscht, ist die letzten zwei Jahre eher schädlich gewesen.

  • Michael sagt:

    Findest du? Ich finde das Fanverhalten war in den letzten Jahren eigentlich sehr gut wenn man bedenkt wie viele Leistungen da teilweise an Arbeitsverweigerung grenzten. (und das war ja nur der Gipfel, was Einstellung angeht ging es mit Werder schon viele Jahre Berg ab. Das ist einer der Hauptgründe für meine Kritik an Schaaf)

    Wie viel Niederlagen in Folge am ende? Sieben? Acht? Dazu diverse spiele in denen man nicht einmal aufs Tor geschossen hat, und das obendrein gegen Trümmerhaufen wie Berlin die zu dem Zeitpunkt nichts zustande bekommen haben.

    Ich bin eigentlich relativ begeistert davon das es von Fanseite mehr zu konstruktiven Aktionen wie die Aussprache nach dem Hamburgspiel oder die Hunt Geschichte gekommen ist. Eventuell wäre es sogar gut gewesen da mal einen Wachmacher im akzeptablen Rahmen raus zu lassen.

  • Tom sagt:

    Letztes Jahr hatten wir bis einschließlich dem zwölften Spieltag nur drei hochklassige Gegner: Hannover, Leverkusen und Dortmund.
    Erst danach kam die ganz böse Zeit.

    Ich hoffe dies blüht uns nicht jetzt auch diese Saison. Auswärts gegen die oberen Tabellenplätze waren letztes Jahr die ganz bitteren Spiele.
    Schalke könnte hier richtungsweisend sein.

  • Lars (Autor) sagt:

    Sorry Michael, für die so späte Antwort. Vielleicht fallen mir auch nur die „falschen“ Fans auf. Ich habe das Gefühl, dass sich immer noch viele ein Anspruchsdenken von der Zeit bewahren, als es besser lief.

    Und natürlich ist Kritik an Schaaf berechtigt. Auch wenn er vor dieser Saison sehr viel geändert hat und sich bisher auch sehr viel verbessert hat, sind da immer noch einige Dinge, die mich aufregen. Man nehme nur die Probleme bei Ballverlust im Spiel nach vorne und der dann viel zu offenen Abwehr. Aber insgesamt möchte ich mich derzeit eher auf die positiven Dinge konzentrieren. Die Offensive macht endlich wieder Spaß.

  • Lars (Autor) sagt:

    Tom, ja, das Spiel gegen Schalke ist wichtig. Ich hoffe aber, dass sie bei einer Niederlage nicht wieder so runtergezogen werden wie letzte Saison…

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