Bundesligavereinsrückrundenvorschau 2011, Teil 2

Bernhard 5. Januar 2011 6 Kommentare Drucken

Der Restalkohol ist verflogen, aber da sind immer noch so komische Schwingungen in den Gehirnwindungen verblieben. Mögliche Irrtümer und Fehlinformationen im folgenden Text sind darauf zurückzuführen. Der Autor bittet um Entschuldigung.

13) VfL Wolfsburg
Ausgestattet mit den Millionen des Dzeko-Transfers nach ManCity plündert man die halbe Liga. Geholt werden neben Farfan und Lakic für den Sturm noch van Bommel und Frings zur Stabilisierung im Mittelfeld. Außerdem wird Diego wieder Özil an die Seite gestellt, dessen vorgeschrieben lächerlich niedrige Transfersumme von 250 Millionen Euro Wolfsburg durch VWs Verkauf des Phaeton-Werks in Leipzig an Seat gestemmt werden kann. Der Turkdeutsche meint zu dem Wechsel, daß Wolfsburg die erste Adresse Europas sei und schon sein erstes (Tret-)Auto sei ein Golf gewesen, und daher käme doch auch das Öl. Auch sportlich sei die Aufgabe äußerst reizvoll, vor seinen alten Vereinen zu landen, zumal der VfL ja keine internationale Belastung mehr hätte und sich voll auf das Erreichen des neunten Tabellenplatzes konzentrieren könne.
Doch das erweist sich im Saisonverlauf als schwierig. Wolfsburg findet als Team nicht zusammen, die Einzelkönner bleiben eben dies, Frings gelingt kein Elfer mehr, Diegos Freistöße und Özils Ecken (oder umgekehrt) finden immer nur den Gegner. Grafite ist unzufrieden und tritt schon im März seinen Brasilienurlaub an, um seinen alten Kumpel Naldo seelisch bei der Genesung zu unterstützen.
Prognose: Wolfsburg hält souverän die Klasse, McLaren schließt einen hochdotierten Werbevertrag mit der Firma Knirps ab, bevor er von Hoeneß im völlig verregneten April durch Domenech ersetzt wird.

12) 1.FC Kaiserslautern
Nach Lakics Abgang zu den Wölfen schwimmen die Pfälzer zwar im Geld, finden aber niemanden, der auf die Schnelle die Lücke schließen möchte. So muß es „Zahnlücke“ Hoffer tun, und der österreichische Wunderstürmer wird zu einem veritablen Nachfolger von Klose, Walter (Ottmar) und eben Lakic zusammen. Der für den frühlingsmüden Sippel einspringende Marco Knaller (Österreich) erweist sich als ein ebensolcher und treibt sämtliche ausländischen Stürmer zur Verzeiflung. Nur die wenigen Exemplare mit deutschem Paß können ihn gelegentlich, meist durch „gurkerln“, bezwingen. Neben dem immer mehr erstarkenden Walch (Österreich) schlagen die vom FC Bayern ausgeliehenen Knasmüllner, Mujic und Holzmann (richtig, alle Österreich) ein wie eine Bombe.
Prognose: So wird besonders der heimische „Betze“ wieder zur gefürchteten Festung, auswärts erkontert man sich reichlich Punkte und schrammt am Ende nur knapp an einem UEFA-Cup-Platz vorbei.

11) 1.FC Nürnberg
Ohne Verstärkungen in die Rückrunde gehen zu wollen, ist ein (beinahe) fataler Fehler. Nürnberg gewinnt kein einziges Spiel mehr, mit Ausnahme eines großartigen 7:1 gegen Mainz 05, das diesen die Meisterschaft vermasselt, bei dem ein in der 75. Minute eingewechselter Spieler fünf Tore schießt und zwei weitere (Mainzer Eigentore) vorbereitet. Die anwesenden Reporter beschreiben das Spiel später als Phantomspiel, denn keiner der fünf Treffer ist in der Entstehung wirklich dokumentiert, und auch die beiden betroffenen verdutzten Mainzer Verteidiger konnten bei ihren unabsichtlichen Fehlleistungen mit Bestimmtheit sagen, wer vorher den Ball hatte. Erst der altehrwürdige Mikrofonheld Günter Koch, der jedes Spiel seines Glubbs zu einem Traumspiel der Franken hochstibitzilisiert, so auch das 0:8 beim VfB, erinnert sich an einen gewissen Marek Mintal, genannt, richtig, das „Phantom“.
Ob dieser Spieler danach noch weitere Partien bestritt, gilt als strittig.
Prognose: Nürnberg dud gnabb vor Gladbach landen.

10) Schlake 04
Auch ohne Farfan entwickelt sich Schlakes Sturm in der Rückrunde zu einem wahren Orkan. Tornado Raúúúl, Knipser Klaasjan und auch der Stürmer mit der Goldkante, Verzeihung, Edu verwirbeln jede noch so gut gemeinte Abwehrformation. Vom neuen Schlaker Kreisel ist die Rede (aber nur unter den ganz, ganz alten Fans), denn auch Rakitic, meist in der 65. Minute für den entkräfteten Jurado eingewechselt, mischt vorne munter mit. Hinten hat Metzelder endlich altes Höchstniveau erreicht, zusammen mit Hogland, Sarpei und Babyface Papadopoulos steht dadurch fast immer die Null. Neuer leitet zwar jedes zweite Tor ein, holt sich aber von Löw einen Rüffel ab, weil er keines schösse.
Rummenigge beklagt in der Blöd, daß das Spiel der Magath-Truppe zu unattraktiv sei, wird dann aber vom Kaiser daran erinnert, daß Magath ja gar nicht mehr beim FC Bayern tätig sei. Jermaine Jones pöbelt von seinem Platz auf der Tribüne gegen Magaths Trainingsmethoden und bekommt daraufhin Stadionverbot. In den USA will ihn kein Verein, der neue Nationaltrainer Doubleyou will keine Tätowierten, weil die ständig betrunken seien. Daraufhin entdeckt Jones eine Ururgroßmutter aus Qatar und setzt sich zum Ziel, 2022 im eigenen Land bei der WM dabei zu sein.
Prognose: Schalke erreicht einen UEFA-Cup-Platz.

+++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++: Das winterliche Platzen von gut zwei Dutzend Gasleitung treiben den russischen Riesen und Schalker Geldversorger in arge Finanznöte. Sämtliches unnötig angelegtes Geld wird aus dem Ausland zurück zum Mutterkonzern umgeleitet. Der Verein muß Insolvenz anmelden und steigt zwangsweise in die Regionalliga ab.

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6 Kommentare »

  • Jan sagt:

    Seat gehört ebenfalls zu VW du Anfänger

  • Chris sagt:

    Genialer Blog,super zu lesen!

  • Selber Anfänger sagt:

    Ich denke das ist dem Autor durchaus bewusst und darin soll die Ironie liegen. Zusätzlich sollte es schwer sein einen 2. namhaften spanischen Automobilbauer zu finden um die Pointe mit Spanien (Weiß Du: Madrid liegt nämlich keinesfalls in Italien) zum Abschluss zu bringen

  • Bernhard (Autor) sagt:

    Der gute Jan scheint ja dafür den Verkauf des Phaeton Werkes als REAListisch anzusehen.
    Argh, dummes Wortspiel :)

  • Michel sagt:

    Naja ich weis nicht der Blog liest sich etwas nach „Werderfrust“…aber sonst ganz nett für die Pause und ein Käsebrot.

  • Der Gewinner sagt:

    Endlich eine klasse und deutliche Zusammenfassung von einem wahren Kenner der Szene!

    Weiter so!

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