Bundesligavereinsrückrundenvorschau 2011, Teil 1

Bernhard 2. Januar 2011 3 Kommentare Drucken

Sämtlicher Inhalt ist nur unter Berücksichtung des noch von Sylvester verbliebenen Restalkohols zu verstehen und selbstverständlich in fast allen Teilen völlig unwahr :)

18) Borussia Mönchengladbach
Nachdem der Verein Michael Frontzek das Vertrauen bis zum Jahr 2020 auch in Liga 3 ausgesprochen hat, begint dieser mit der Umsetzung seines neuen Konzepts, um aus der Schießbude die Schließbude der Liga zu machen. Er setzt die Neuen Stranzl und Nordtveit neben Brouwers, Dante und Anderson als 5er-Innenverteidiger-Block ein, schickt die alten Recken Stalteri und Jaures auf die AV-Posten. Davor stehen die Abräumer Levels und Daems dem Gegner im Weg. Reus, Bradley und Arango, sofern nicht rotgesperrt, bilden das offensiv ausgerichtete Mittelfeld. Stürmer Fehlanzeige, Frontzek geht kein Risiko, denn er will keine Ungelernten in seinem Strafraum. Bei einem Rückstand allerdings wird sofort Hanke für einen der Innenverteidiger eingewechselt, erhöht sich jener, folgen weitere, gerade nicht auf die Tribüne verbannte Stürmer.
Nach drei schrecklichen 0:0 zum RR-Auftakt beginnen die Gegner ihre Tore per Freißstoß oder Ecke teilweise direkt zu verwandeln, im Tor steht halt immer noch kein Torhüter, der diese Bezeichnung verdient. Danach ist die dezimerte Abwehr stets offen wie ein Scheunentor.
Prognose: Gladbach bleibt unter 120 Gegentoren, wird Letzter, steigt aber nicht ab. In der Relegation bezwingt man Hertha BSC nach zwei 0:0 im Elfmeterschießen (17:16). Frontzek wird gefeiert und erhält einen Vertrag auf Lebenszeit bis hinunter in die Landesliga.

17) VfB Stuttgart
Mit Inzaghi, Ronaldinho und Tschevchenko holt man sich ein paar erfahrene Spieler aus Italien. Eingefädelt von Spielerberater Toni Perpetino von „Perpetinos Pizza Plaza“ gelingt der Deal, ohne daß die Presse vorher davon Wind bekommt. Gemeinsam mit Camoranesi, Molinaro und dem reaktivierten Fredi Bobic gelingt den Stuttgartern in der Liga zwar nur etwa jedes vierte Spiel ein Kantersieg, während die restlichen Partien verloren gehen, doch reicht das am Ende für Platz 15. Die Siege gelingen ausgerechnet gegen die ärmsten Vereine der Liga (Lautern, Bremen, Schalke, Freiburg und Nürnberg), und wiederkehrende Meldungen über Berlusconi-Sichtungen am Stuttgarter Kopfbahnhof, erst mit dann ohne Koffer, brechen unter der Last der Dementis, auch der besagten fünf Vereine zusammen.
Dennoch erscheint die Stuttgarter Zeitung seit kurzem zweisprachig, auf dem Brachland des neuen S21 entsteht ein reines Fußballstadion, das „Stadio Silvio B“ und der VfB tritt nur noch in Schwarz und Rot an. Italiens Staatschef beantwortet Fragen zu seinem Engagement unmittelbar nach dem Besuch einer stuttgarter Mustergrundschule: „Isse scheene Medchen inne Suabe!“
Prognose: der VfB gewinnt die CL dank der internationalen Beziehungen ihres neuen Hintermannes.

16) 1.FC Köln
Kölns Urgestein auf dem Trainerstuhl schwört die Mannschaft auf eine gemeinsame Sprache ein, den kölschen Dialekt. Auch Finke und der neue japanische Abwehrspieler müssen sofort einen Schnellkurs absolvieren. Die durch Eichner und Rensing weiter verstärkte Defensive läßt Köln erstarken. Von als Cheerleader eingesetzten Funkenmariechen werden während des Spiels, dank ihrer hochgeschmissenen Beine unbemerkt, immer wieder mal Konfettiknäule und Kamelleverpackungen unter die Füße der gegnerischen Abwehrspieler geschnipst. Die daraus resultierenden Ecken bringen mittels mehrerer Dutzend einstudierter Varianten entscheidende Tore.
Podolski darf dank einer Sondergenehmigung endlich mit Prinzenmütze auflaufen und spielt so gut wie noch nie zuvor. Die größte Überraschung jedoch ist Rensing, dessen Kommandos im frisch gelernten Dialekt weniger blaß wirken, und der gegen seinen alten Verein nicht nur zwei Elfer hält, sondern auch noch in der Nachspielzeit das entscheidende 1:0 köpft. Jogi attestiert ihm sofort eine große Zukunft in der Nationalmannschaft, denn er braucht dort Torhüter, die das Spiel so lesen können, daß sie Tore schießen, statt sie nur vorzubereiten.
Prognose: Köln hat mit dem Abstieg sehr schnell nichts zu tun und etabliert sich im Mittelfeld der Liga.

15) 1.FC St. Pauli
Ohne große Geschichten fährt der Aufsteiger seine Saison weiter wie bisher, solide, mit teilweise sehr guten Auftritten. Kapitän Morena stellt nach jeder Verletzungspause sofort wieder seinen Anspruch auf einen Stammplatz in der Abwehr fest, bekommt auch recht und muß regelmäßig nach einem Spiel sofort wegen einer kleineren Veletzung wieder zum Vereinsarzt.
Im Derby (2:2) kommt es zum Eklat, weil die Mannschaft in schwarzen Trikots mit Piratensymbolik aufläuft, während dem HSV die Stadionkasse geplündert wird. Später stellt sich heraus, daß es das Finanzamt war, das wegen in der Vergangenheit falsch abgerechneter Steuern bei den Spielergehältern eine hohe zweistellige Millionensumme an Steuernachzahlungen verlangt.
Stanislawski sagt, mit den Leuten vom Finanzamt kann er wohl schlecht in Verbindung gebracht werden, zieht sich sein rotes Kopftuch über den Schädel, pfeift erst nach seinem Papagei und dann einen Shantie vor sich hin, bevor er durch eine nahe, dunkle Gasse davon humpelt.
Prognose: St.Pauli entgeht dem Abstieg, macht seinen Fans aber die Freude, lange dagegen ankämpfen zu müssen.

Keine Tags zu diesem Beitrag vorhanden.
gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 0)
Loading...

3 Kommentare »

  • Conti sagt:

    Spannender wäre ein Kommentar zu Hugo, dem neuen Stürmer, Pool’s Interesse an Merte… ;-)

  • Der Gewinner sagt:

    Kommentare zu ungelegten Eiern sind sooooo was von laaaaangweilig ….
    .
    Wer weg will soll weg – Und der nehmende Verein soll die Kasse aufmachen

  • Bernhard (Autor) sagt:

    @conti: da stand „TEIL 1“, gelle? Und Werder war doch noch gar nich dranne…

Kommentar hinterlassen

Kommentar hier hinterlassen, Trackback auf Ihrer Seite einfügen oder Kommentare als RSS abonnieren.

Um zu Ihrem Kommentar automatisch ein Bild einzufügen, registrieren Sie sich bei Gravatar.