Das Kaninchen

Bernhard 16. Mai 2010 22 Kommentare Drucken

Auch Stunden nach dem Pokalendspiel bin ich nicht sicher, was ich da gesehen habe. Die Realität? Ein wenig fühlt es sich noch immer unwirklich an, watteweich wie ein dunkler Traum, der nicht sein kann. Wo war das Werder, das ich kannte, das ich in den letzten Monaten und eigentlich insgesamt in den letzten Jahren so oft gesehen hatte, das es nur dieses eine, kämpfende, rackernde, wollende und vor allem vollends von sich überzeugte Werder gegeben zu haben schien?

Werder spielte eine erste Halbzeit. Falsch. Werders Spieler benahmen sich in der ersten Halbzeit wie das Kaninchen vor der Schlange. Wenn du uns nicht so bös anstarrst, greifen wir auch gewiß nicht an. Nur komm unserm Tor nicht zu nahe, bitte, bitte. Herr Schaaf wollte den Spielfluß der Bayern unterbrechen, dazu brachte er Unterbrecher Borowski (für wieviel Jahre habt ihr ihm noch gleich einen Vertrag gegeben?)  und Ballwegschubser Hunt (Ach du liebe Güte, mit dem hat man ja auch verlängert – nach fünf guten Spielen).

Das marinlose System war gegen Schalke berechtigt, denn deren Angriffswucht ist ja bekanntermaßen auch eher die eines Kaninchens, dort war es die richtige Taktik. Aber gegen die Bayern mußt du mit den gleichen Waffen zurückschlagen, statt dich in deinem Bau rund um den eigenen Strafraum zu verkriechen. Einen Marin und eine (positionsmäßige) Robbenkopie steil in die auch bei der Bayernabwehr vorhandene Räume beiderseits des Sechzehners schicken und von dort aus Flanken und Pässe auf die Mitgelaufenen Pizarro/Almeida/Özil schlagen.

Stattdessen ließ man Pizarro verhungern, stellte Özil fünf Meter vor die gefühlte Fünferinnenverteidigung Naldo/Mertesacker/Frings/Bargfrede/Borowski, mußte mit Boenisch vorlieb nehmen, der nach vorne keinerlei Entlastung bekam und sich ohne Spielpraxis mit Robben und Lahm rumzuschlagen hatte. Gleiches widerfuhr Fritz, der allerdings weniger Druck seitens des anderen Außenverteidigers auszuhalten hatte.

Das konnte nix werden. Auch wenn der Handelfer eine Frechheit war, eine Bayernführung von 2:0 zur Pause wäre höchstverdient gewesen. Kinhöfer hat Boenischs Foul an Robben dann später gnädigst übersehen. Am Schiedsrichter lag es in keinster Weise, so gut wie den hätte ich gerne irgendeinen Werderfeldspieler gesehen.

Das böse Ende, daß die zweite Halbzeit nahm, war dann zwangsläufig. Der Halbzeitstand dabei unwesentlich, es war die Spielweise. Bayern war nun dermaßen aufgebaut, nur das Glück eines Treffers in Minute 46 bis 48 hätte darüber kurzfristig hinweggetäuscht am Ende aber nichts geändert. Robben und Ribery hätten genauso ihre Pässe ins Nichts des bremer Hinterlandes bekommen, Konter wären gar nicht nötig gewesen.

Für die nächste Saison wünsche ich mir wieder, daß das Erste und Zweite Schaafsche Gesetz uneingeschränkt Gültigkeit hat: „Wir richten unser Spiel nicht nach dem Gegner aus, wir versuchen unser Spiel zu machen. Der Rest kümmert uns nicht.“ und „Wir können nicht auf Halten Spielen.“

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22 Kommentare »

  • Tweets that mention Das Kaninchen | Werderblog.net -- Topsy.com sagt:

    […] This post was mentioned on Twitter by lars basche. lars basche said: Danke, Bernhard. Eine sehr gute Analyse des bösen Traums gestern. Das Kaninchen – http://tinyurl.com/34wxz4b #svw […]

  • Nico sagt:

    Über das Spiel möchte ich nicht schreiben. Denn jeder konnte das sehen. Werder hat sich leider vor vielen Zuschauern auf der ganzen Welt blamiert bis auf die Knochen. Eine richtig miese Leistung war das. Ich hoffe nur, diese Niederlage hat Allofs die Augen geöffnet. Schluss mit den Billig-Transfers der letzen Jahre. Wir brauchen auf unseren Schwachstellen wie auf der Position des LV einfach Qualität. Ein Boenisch hat keine Qualität auf hohem Niveau. Ein Pasanen ist auch kein starker LV. Ein Abdennour ist ein Witz. Seit Jahren haben wir auf dieser Position ein Problem. Und es wird nichts dagegen gemacht. Wenn wir in der CL spielen möchten dann müssen wir auf was auf dem Transfermarkt dafür tun. Ich hoffe sehr, dass KA an Kacar dran ist. So einen Mann dürfen wir uns nicht durch die Lappen gehen lassen. Ein neuer LV muss her, Fritz braucht einen Konkurrenten und je nachdem was mit Almeida passiert muss auch ein neuer Stürmer her. Aber bitte keinen Ersatzstürmer mehr vom HSV wie damals die Flasche Sanogo. Wir brauchen Qualität!!!!!!!!!!!!!!!
    Und wir müssen unseren Kader ausmisten. Boro muss wieder weg. Er ist zwar der Ziehsohn von Schaaf aber gestern konnte man wieder sehen das er auf dem Niveau nichts mehr verloren hat. Abdennour weg. Rosenberg weg. Prödl mal ausleihen damit er spielen kann. Niemeyer und Hussejinovic oder wie der heißt auch weg. Wir haben leider in den letzten Jahren zu viele durchschnittliche Spieler gekauft. KA muss mal investieren und nicht nur den Sparfuchs spielen.

  • ebook leser sagt:

    Im Finale zum DFB-Pokal konnte der FC Bayern München erfolgreich die Mannschaft von Werder Bremen mit 4:0 abfertigen und den begehrten Pokal für sich beanspruchen. Das Spiel war einfach klasse und zeigt in meinen Augen zu Recht, dass Bayern einfach der beste Fussball Club in Deutschland ist.

  • Baziblogger sagt:

    Sehr fairer Artikel!

    Als Bayernfan habe ich mich natürlich über so einen Sieg gefreut, aber etwas mehr Spannung hätte den Zuschauern natürlich gut getan. Werder hat zu schnell unnötig den Ball hergegeben, so dass ein eigenes Spiel überhaupt nicht möglich war. Ich hatte das Gefühl, dass der Respekt zu groß war. An der Motivation der Spieler kann es ja in einem Finale eigentlich nicht liegen.

    Die Fouls von Frings und Borowski haben mich maßlos geärgert, wie habt ihr das gesehen?

  • Nico sagt:

    Na komm Baziblogger die Fouls von van Bommel und Olic waren genauso schlimm. Ich sage sogar das ein kleinlicher Schiri bei van Bommel direkt Rot zieht. Die ersten harten Fouls kamen von den Bayern.

  • Baziblogger sagt:

    Das stimmt, hätte ich gleich dazu schreiben müssen. van Bommel hat Glück gehabt, zumal er gelb-belastet nochmal zugelangt hat. Auf der anderen Seite waren die Aktionen von Frings und Borowski reine Frustfouls, weswegen ich das etwas drastischer bewerten würde.

  • jomo sagt:

    Gut und fair geschrieben.
    Ich sehe allerding den Handelfmeter als einen klar berechtigten Strafstoß an.

  • Nico sagt:

    Na siehste du Baziblogger. Die Aktion von Frings war zwar absolut unnötig. Aber das Foul von van Bommel war schon härter. Da hätte sich Borowski eher verletzen können als Schweinsteiger bei dem Frings-Foul. Denn bis zur 65. Minute hat sich Werder doch einen Fair-Play-Preis verdient gehabt. Kein Foul. Die Bayern haben es richtig gemacht, die haben zweimal richtig zugelangt. Wir haben zugesehen.

  • Matzekausw sagt:

    Moin Moin,
    ich würde jetzt mal kein Weltuntergangsszenario herauf beschwören. Man muss sich einfach mal ganz nüchtern vor Augen halten, was gestern (leider) passiert ist: Bis auf Wiese konnte kein einziger Bremer seine normale Leistung abrufen. Es ging nahezu alles schief: Die Tagesform, das Auslassen der Chancen, die Art und Weise des 1:0 (unglücklicher Elfer) und des 2:0 (nach ner Ecke sollte Werder gegen Bayern normalerweise kein Tor bekommen). Danach kann es nur noch Hop oder Top geben. Wie zu erwarten war (nach dem Spielverlauf) war es eben Hop. Bayern war gestern eben klar besser. Aber man erinnere sich: Letzte Saison hat Bremen in Bayern 5:2 gewonnen. Dieses Mal ist es eben umgekehrt gelaufen, so what? Nächstes Mal geht es wieder bei 0:0 los und Bremen kann in der neuen Saison wieder 3 Titel gewinnen.
    @Nico: AUs deinem Kommentar lese ich einigen (berechtigten) Frust heraus.Boenisch aber in dieser Situation (kaum Spielpraxis, erstes Spiel nach Verletzungspause etc.) an Robben zu messen, ist echt nicht fair. Ich bin auch dafür einen neuen LV zu verpflichten, damit der Konkurrenzkampf auf dieser Position geschürt wird und Schaaf mehr Auswahl hat, trotzdem wehre ich mich dagegen, den Jungen nach diesem Spiel zu verdammen. Trotzdem glaube ich, dass Pasanen RObben VIEL besser im Griff gehabt hätte, wenn…
    Auch Boro sehe ich nicht so negativ. Gestern habe ich mir zur Einstimmung auf das Spiel noch mal einige Dvds aus den Vorsaisons angeschaut und ich war überrascht, wie präsent und torgefährlich sein kann. Wenn Schaaf Boro wieder dahin bekommt, wo er mal war, wird er noch ganz wichtig für Werder werden. Sicher, auch ich nehme ihm seinen Abgang nach Bayern übel, aber kommt aus der eigenen Jugend und nach einem Jahr wieder zurück. Ich hoffe, dass er, wenn er mal ne gesamte Vorbereitung in Bremen mitgemacht hat, wieder zu seinem Spiel findet. Gebt ihm (wieder) ne faire Chance.
    Nichtsdestotrotz plädiere auch ich für einige Abgänge (Rosi, Abdennour, Husi, Vranjes, Prödl (?)) und für Neuzugänge auf der LV-Position und im Sturm, wenn Özil/Almeida gehen sollen. Ein richtiger Kracher wäre geil. Lieber einmal in Qualität, denn mehrfach in Quantität investieren. Vor allem in Berlin wären einige Kandidaten vorhanden: Kacar (wäre meine Nr.1-Verpflichtung), Cicero, Ebert, Ramos, Raffael. Auch Bancé fänd ich interessant.

  • Andre sagt:

    Ich kann dem Artikel fast gar nicht zustimmen.
    Den Bayern mit gleichen Waffen gegenüber treten? Eher nicht. Siehe Minute 49 bis 90. Gibt nur Konter weil die Abwehr viel zu hoch steht. Und in Sachen Ballbesitz und Dominanz sich auf einer Höhe mit den Bayern zu sehen ist schlicht vermessen und sonst nix.
    Die Taktik nicht nach dem Gegner richten? Aber bitte!! Immer und immer öfter! So haben wir uns noch den dritten Platz gesichert, weil wir uns nicht von Schalke haben auskontern lassen. Und bis auf den 11m hat es ja auch leidlich funktioniert. Zumindest im Gegensatz zu Halbzeit 2, wo man quasi das althergebrachte Bremen gesehen hat, welches dann einfach mal untergegangen ist. Schaaf hat endlich mal angefangen, seine Mannschaft auch strukturell auf den Gegner abzustimmen und das ist für mich die positivste Erkenntnis der letzten Wochen. Dass es gestern nicht aufgegangen lag am zu starken Gegner und schmälert diesen Eindruck in meinen Augen gar nicht.

  • Annabelle Meyer sagt:

    Natürlich kann man Boenisch nicht an Robben messen. Trotzdem ist die Art, in der er gestern vorgeführt wurde, sehr ärgerlich. Sebastian war über 90 Minuten hoffnungslos unterlegen, hat sich aber nicht einmal eine gelbe Karte abgeholt. Wenn man seinen Gegenspieler mit fairen Mitteln nicht vom Ball trennen kann, dann muss man eben kratzen, beißen und treten. Die aggressive Art eines van Bommels hat unserem Linksverteidiger gefehlt.

    Petri Pasanen hätte meines Erachtens gegen Arjen Robben auch nicht besser ausgesehen. Er ist ja noch langsamer als Boenisch. Auf der Position hat Werder definitiv Verbesserungspotential.

    Grüße

    Annabelle

  • Ulfert sagt:

    Moin

    watt nen ernüchterndes Spiel. Bis zum 0:1 fand ich die (Tor-)Chancen eigentlich gleich verteilt, wobei die van-Ghaalsche Spielkontrolle natürlich sehr eindrucksvoll aussieht. Einerseits natürlich tatktisch klug, sich den Ball in der Abwehr hin- und herzuschieben bis ne Lücke auftritt, andererseits aber auch irgendwie langweilig beim Zugucken. Also ich hab mitgepfiffen ;). Trotzdem war es für mich beeindruckend das mal live im Stadion auch genau so zusehen.

    Nach dem 0:1 war die einzige Phase der Hoffnung die 5 Minuten nach der Pause. Hugo alleine sollte da mindestens einmal treffen. Aber auch hier haben die Bayern taktisch klug, aber auch mit der notwendigen Arschigkeit dagegen gehalten: Foul spielen, sich „foulen“ lassen, Spiel verschleppen, den Schwung raus nehmen und den Gegner damit aus dem Tritt bringen.

    Unterm Strich ein verdienter Erfolg, wenn auch 2 Tore zu hoch und dadurch gefühlt sehr grausam.

    @nico: Du zählst LV auf die neu gekommen sind, behauptest aber es wäre nix passiert. Es ist etwas passiert, wenn auch ohne echten Erfolg, das ist doch schon ein Unterschied.

    @Andree: Ich gebe Dir Recht, eine Mannschaft sollte sich auf den Gegner einstellen. Dennoch sollte eine Mannschaft auch nach der Umstellung noch ein eigenes Spiel haben, und das habe ich gestern bei Werder vermisst. Ich hatte nur selten den Eindruck dass ein Plan existierte wie man selber den Ball ins Tor bringen könnte. Und wie Robben im Interview sagte: „Wenn wir kein Gegentor bekommen, glaube ich dass wir gewinnen.“ Punkt, Satz, Sieg.

  • Bernhard (Autor) sagt:

    @andre
    Die eigene Taktik und Spielweise dem Gegner aufdrücken ist das, was Werder so oft ausgemacht hat in den letzten Jahren, in den Spielen, in denen sie dann konsequent und unaufhaltsam marschiert sind. Von der ersten Minute an war der Wille zu spüren, ja fast das Wissen, daß das Spiel gewonnen wird.

    Und daß jede Mannschaft der ersten zwei Ligen (mindestens) es kämpferisch mit den Bayern aufnehmen kann, wenn sie eben NICHT wie ein Karnickel dahockt, wird wohl Deine Zustimmung finden. Wenn dazu das anerkannt hohe spielerische Potential der Truppe zum Tragen kommt, kann so ein Spiel auch mal ganz anders ausgehen. Also, ja, ich vergleiche Werder und Bayern und finde den Unteschied nicht groß genug, um so etwas wie gestern von Werderseite mitansehen zu müssen.

    Auch Bayern in der jetzigen Form hat sich von Mannschaften dominieren lassen, und zwar gewaltig, wenn der Gegner es nur wollte.
    Bayern ist eben keine Übermannschaft, bei der nur das Nager-Verhalten bleibt. Und ihre Abwehr ist ebenso anfällig, wie die der Bremer. Wenn man denn im Mittelfeld dazu die Vorbereitungen trifft.

  • Nico sagt:

    An Ulfert. Es ist doch bisher nur Mist als linker Verteidiger gekommen. Boenisch ist in der Bundesliga kein guter LV. Abdennour hat noch nicht mal Bundesliga-Niveau. Solche Spieler hat KA für die linke Seite geholt. Nicht einen mit richtig Qualität. Pasanen ist doch auch nur die Ersatzlösung auf der Position.
    Es stimmt was ich hier gelesen habe. Boenisch hat sich noch nicht mal eine gelbe Karte abgeholt gegen Robben. Wenigstens einmal hätte er ihm umtreten sollen.

  • Josef sagt:

    Langweilig war das Spiel vielleicht nur aus Bremer Sicht, wobei man das eher mit demontieren beschreiben könnte. Dabei darf man nicht übersehen, das auch die Bremer Chancen hatten. Aber Tore zählen, und der Sieg der Bayern geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung.

  • Andre sagt:

    @Bernhard: Ich bin der Meinung, dass wir nach den zwei Minuten kurz nach der Halbzeit genau das Spiel gesehen haben, was es deiner Vorstellung folgend zwingend gegeben hätte. Bremen steht mit der Abwehr hoch, ein personell rotierendes Mittelfeld versucht die Stürmer zu bedienen. Dumm nur, dass dann wahlweise Ribery oder Robben alle 30 Sekunden frei vor Wiese stehen. Bzw. von Boenisch mühsam begleitet (der zur Ehrenrettung ja eigentlich noch einen nicht gepfiffenen 11m an Robben verursacht hat, man kann ihm also nicht vorwerfen keine gelbe Karte riskiert zu haben ;) ).
    Die erste Halbzeit lief doch eigentlich ganz gut, wenn man den 11m rausrechnet. Die zweite Halbzeit hingegen war genau der von dir gewünschte offene Schlagabtausch. Da ist unsere Abwehr einfach mal zu langsam, oder wie Boenisch gegen Robben nicht zweikampfstark genug. Da hilft halt nur doppeln (oder triplen (?)), was natürlich zu Lasten von konstruktiven Rollen im Mittelfeld führen muss. Und zu erwarten, dass Bremen hier gegen Bayern im Kampf um Dominanz und Spielanteile als Sieger hervor geht, ist schon irgendwie etwas arg überschätzend. Da haben sich schon ganz andere Mannschaften, etwa Manchester und Lyon, die Zähne dran ausgebissen. Auf diese Weise wäre man zwingender zum Scheitern verurteilt gewesen, als man es so (Halbzeit I) war, auch wenn es nach dem von Dir so benannten Kaninchen aussah.

  • Annabelle Meyer sagt:

    Das Foul an Robben im Strafraum wurde von Bargfrede begangen. Ansonsten kann ich Dir nur zustimmen. Die taktische Ausrichtung des SV Werder war vollkommen in Ordnung.

    Grüße

    Annabelle

  • sprentz sagt:

    Hallo Leute,

    die taktische Grundeinstellung fand ich auch voll in Ordnung. Lieber etwas defensiver, als voll ins offene Messer zu laufen. Man wusste ja vorher, dass da bei Bayern gerade aussen viel kommt. Leider muss man dafür auch die passenden Spieler haben. Im Mittelfeld defensiv malochen ist nicht das Ding von Hunt, Özil und Borowski. Das haben sie zu unserer aller Verärgerung oft genug bewiesen. In sofern konnte das nicht klappen. Bei Bayern läuft schon der Olic grätschend und hechelnd hinter unseren Innenverteidigern her; bei uns laufen oben genannte spazieren. Das macht dann den Unterschied. An Alle, die über ein replay verfügen: Schaut Euch mal das 3:0 an. Ribery startet in der Bayernhälfte noch hinter Borowski. Aber Ribery sprintet durch, und Borowski pflückt noch n paar Gänseblümchen – von „mitgehen“ oder gar Sprint bei ihm keine Spur. Eine Frecheit!

  • Ulfert sagt:

    @Nico: Ich geb dir recht, die LV sind nicht besonders. Pasanen ist davon imho noch der konstanteste gewesen diese Saison, aber Boenisch durfte ja auch nicht spielen. Gut sind imho beide, sehr gut beide nicht. An schlechten Tagen sind natürlich alle schlecht, inklusive Abdennour.

    Ich wollte auch nur darauf hinweisen dass KA es durchaus probiert hat, dort jemanden neues zu installieren. Ihm dann vorzuwerfen es wäre nix passiert halte ich schlicht für falsch. Nur um diese Formulierung ging es mir ;)

  • Tilman sagt:

    Sehr guter Artikel. Verstehe allerings nicht, wie man den Elfmeter als „Frechheit“ bezeichnen kann. Vielleicht war es keine Absicht, vielleicht eine natürliche Handbewegung, aber wenn die Hand den Ball nicht berührt steht Olic ja quasi im Tor. Da kann man nur auf Elfmeter entscheiden.

  • Bernhard (Autor) sagt:

    @ Tilman
    Es zählt aber nicht die Position des Stürmers (der übrigens noch nicht einmal den 11m-Punkt erreicht hatte), sondern Deine beiden Vielleichts. Sage bloß Frings und seine angebliche Tätlichkeit. Deine Arme hauen zur Seite weg, wenn du dich schnell hin- und herbewegst. Und Olic war beim Schuß nicht mal einen Meter von Merte entfernt.
    Aber egal.
    Das Tor war zu diesem Zeitpunkt überfällig, und es damit letztlich wurscht, wie es gefallen ist (habe darüber ja im Artikel ein, zwei Wörter fallen lassen).

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