Bayern eine Nummer zu groß

Karsten 24. Januar 2010 6 Kommentare Drucken

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Spannend war es gestern im Weserstadion. Und sehr emotional. Und schöne Tore gab es auch. Am Ende hat der Bessere gewonnen. Haken dran.

In der jetzigen Situation müssen wir gegen Bayern nicht punkten. Obwohl es zwischenzeitlich – zumindest auf der Anzeigetafel – recht eng zuging. Nach der frühen Führung konnte man in viele erleichterte Gesichter blicken. Die letzten Spiele und wahrscheinlich auch das rauhe Klima hatten vielen Fans zugesetzt. Umso schöner war das Gefühl, endlich mal wieder jubeln zu dürfen. Doch Bayern war in allen Belangen besser. Schneller Spielaufbau, mehr Laufbereitschaft und der richtige Pass zur richtigen Zeit brachten Gomez, Robben und co. immer wieder gefährlich vor das Bremer Gehäuse. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis Tim Wiese das erste Mal hinter sich greifen musste. Apropos Wiese: er machte wieder eine bärenstarke Partie. Robbens Freistoß habe ich nur von weitem gesehen, würde ich aber nicht als Torwartfehler bezeichnen.

Das Bremer Spiel war eine deutliche Steigerung zur Partie gegen Frankfurt. Insbesondere die Außenverteidiger Fritz und Abdennour gefielen mir besser. Hinzu kam ein gut aufgelegter Almeida.

Leider fand die angekündigte Trotzreaktion nicht statt. Frings war zwar bemüht, leistete sich aber einige haarsträubende Schnitzer im Spielaufbau und wirkte leicht fahrig. Borowski wirkte gar nicht. Özil war zwar präsenter als gegen Frankfurt, aber immer noch lange nicht auf dem Niveau, das ihn zum Nationalspieler gemacht hat.

Der entscheidende Faktor für die Niederlage war aber gar nicht mal die fehlende Spielklasse, da Bayern zu wenig aus ihrem Übergewicht machten. Entscheidend war die fehlende Härte. Ich kann mich an kaum ein Foul erinnern. Und die einzigen, die mal eine Grätsche zeigten, waren die Verteidiger. Ich fordere natürlich kein unfaires Spiel, aber Fußball war und ist ein körperbetonter Sport. Ich hätte mir gewünscht, dass die Spieler aus dem Fall Diego ihre Schlüsse gezogen haben. Gute Gegenspieler schafften es immer wieder, ihm die Lust am Fußballspielen zu nehmen.

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 1, Durchschnitt: 4,00 von 5)
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6 Kommentare »

  • Tweets that mention Bayern eine Nummer zu groß | Werderblog.net -- Topsy.com sagt:

    […] This post was mentioned on Twitter by SV Werder Bremen and werderblog, Die Fussballarena. Die Fussballarena said: Bayern eine Nummer zu groß http://bit.ly/4EVOqN #Fussball […]

  • cons sagt:

    kurze frage zur aufstellung: ist boenisch verletzt oder warum spielt abdennour nach so kurzer zeit bei werder schon zum zweiten mal von beginn an?

  • Nico sagt:

    Also für mich war es die schlechteste Leistung seit dem 3:6 gegen Stuttgart vor zwei Jahren. Am Samstag war ich so sauer auf Trainer und Mannschaft. Besonders wütend war ich auf unseren Super-Taktikter Thomas Schaaf. Er hat für mich das Spiel verloren. Ich kann nicht gegen Robben, Olic und Gomez mit der Abwehr an der Mittelinie stehen. Das geht nicht. Gegen keine anderen Mannschaft kann so oft alleine aufs Tor laufen. Schon in der ersten Minute ist Robben alleine aufs Tor gelaufen. Wieso stellt Schaaf die Abwehr nicht 15-20 Meter tiefer gegen so schnelle Spiele. Besonders unser Wüstensohn aus Tunesien war in seinem Stellungsspiel hoffnungslos überfordert.

    Wenn man Robben weniger Platz gibt, dann kann er auch nicht seine Schnelligkeit nicht so ausspielen. Die Bayern haben den Ball erobert und ihn dann auf die rechte Seite gehauen und los ging die Post. Jeder weiss man das man so nicht gegen Robben spielen kann. Nur Super-Hirn und Sturkopf Schaaf wusste das nicht. Dabei hatte ich schon die Hoffnung während der Hinrunde Schaaf hätte aus seinen taktischen Fehler gelernt, denn in der Hinrunde stand die Abwehr schon tiefer und besser. Ich will mich nicht hinten reinstellen aber so offensiv verteidigen das geht einfach nicht mit diesen AV die so ein mieses Stellungsspiel haben.

    Das Thema fehlende Härte sehe ich genauso. Ich einmal wurde Robben mal richtig weggetreten. Mit Diego wurde das immer gemacht. Nur unsere Verteidiger und Mittelfeldspieler bekommen bald ihren Friedensnobelpreis.

    Allofs hat sich wieder nicht getraut zu investieren. Aus welchen Gründen auch immer. Andere Vereine holen sich einen van Nistelroy wir holen uns einen Tunesier für 100000 Euro. Nichts gegen solche Transfers aber um seine Ziele zu erreichen wovon KA immer so gerne redet reichen solche Transfers einfach nicht aus.

    Wie müssen leider zusehen wie wir immer weiter abrutschen und wie immer mehr Vereine an uns vorbeiziehen. Nur Schaaf und KA sehen das leider nicht. Sie handeln zu spät. Schade.

  • Stephen sagt:

    @cons: Boenisch fällt länger aus wegen einer Meniskusverletzung.

  • Conti sagt:

    @cons: der wurde doch von seinen Ex-Teamkollegen aus dem Strafraum getreten

  • Ist da ein Haken dran? | Alles über Musik download sagt:

    […] Bayern eine Nummer zu groß | Werderblog.net […]

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