Eine solide Offensive reicht eben nicht.

Karsten 9. August 2009 17 Kommentare Drucken

Das war’s auch schon wieder mit der Starteuphorie. Nach dem gelungenen Auftakt im DFB Pokal gibt es zu Beginn der neuen Bundesliga-Saison eine alles in allem verdiente 3 zu 2 Niederlage gegen . Dabei mussten sich die Hessen nicht einmal sonderlich anstrengen. Das Bremer Defensivverhalten war geradezu lächerlich. Bis auf den Wechsel im Spielsystem – den ich übrigens sehr begrüße – war wieder alles beim alten. Teilweise sogar noch schlechter…

Besonders erschreckend war, dass gerade die Spieler, auf die man sich sonst in den meisten Fällen verlassen konnte, gegen Frankfurt patzten. So zeige Petri Pasanen nach vorne zwar gute Ansätze, konnte aber nicht unterbinden, dass zwei der drei Tore über seine Seite fielen. Man muss allerdings einschränkend hinzufügen, dass er von Mesut Özil häufig im Stich gelassen wurde.

Auch Per Mertesacker erwischte keinen guten Tag. Obwohl er das ein oder andere Mal in aller größter Not rettete, machte er auf mich einen behebigen Eindruck. Bezeichnender Weise holzte er auch 2-3 Mal über den Ball und ließ sich auf billigste Art und Weise düppieren.

Fritz machte eigentlich einen anständigen Job – zumindest im Vergleich zu den gezeigten Leistungen in der abgelaufenen Saison. Zu Prödl bleibt leider nur zu sagen, dass er ein weiteres Mal gezeigt hat, dass er eben nicht in die erste Elf gehört. Er zeigte sich zwar wieder einmal sehr bemüht, ließ sich aber von der aufkeimenden Unruhe im Stadion aus der Ruhe bringen und wirkte mit zunehmender Spieldauer fahrig. Schade!

Das neue Mittelfeld macht aus meiner Sicht noch den besten Eindruck. Frings und Borowski harmonierten, als würden Sie schon ewig auf der Doppel-Sechs zusammenspielen. Und die beiden Zauberzwerge (das ist übrigens das erste und letzte Mal, dass ich diesen Begriff verwende) machten ihren Job nach vorne ganz ordentlich. Mesut Özil war neben Wiese der beste Mann auf dem Platz und auch Marko Marin zeigte hin und wieder, was in ihm steckt. Seine Laufwege waren häufig richtig und auch die Quote der wichtigen Pässe war pasabel. Allerdings vernachlässigten beide über weite Strecken der Partie die Defensivarbeit, wodurch die Vierkette noch unglücklicher aussah als ohnehin schon.

Lichtblick im Sturm war Boubacar Sanogo. Dass er den 2 zu 2 Ausgleichstreffer einnetzte, kam nicht von ungefähr. Er ackerte viel und war häufig anspielbar. Seinetwegen haben wir gestern definitiv nicht verloren. Von Hugo Almeida kam zu wenig und so war die frühe Auswechslung auch absolut nachvollziehbar. Es bleibt also die (nicht neue) Erkenntnis, dass wir noch einen Topmann für vorne brauchen:

„Herr Allofs, überweisen Sie bitte die 6 Millionen an Chelsea und stopfen Sie Pizza mit Handgeld voll. Dann lässt sich über das Gehalt bestimmt noch einmal reden. Wenn Sie zu lange warten, ist der internationale Zug ohnehin bald abgefahren. Ich denke nicht, dass die Konkurrenz gegen Frankfurt verlieren wird.“

Den Eindruck vom „neuen“ Weserstadion kann ich übrigens keinesfalls so positiv empfinden wie die Schreiberlinge von werder.de. Als Ostkurven-Gast guckt man das ganze Spiel auf die trostlose Westtribüne und vermisst vor allem eine Leinwand. So bekommt man weder Spielzeit noch die Ergebnisse der anderen Partien mit. Vielleicht könnte hier provisorisch die LED-Bande helfen? Apropos Bande: sie ist zwar ganz schick, taugt aber anscheinend nur zu Werbezwecken. Während Arnie und Stolli während der Mannschaftsausstellung Clemens Fritz aufriefen, blinkte immer noch Petri Pasanen über die Bande. Auch hier besteht also Nachholbedarf. Hinzu kamen dann noch Tonprobleme und der Tatbestand, dass Werder es auch in der Sommerpause nicht geschafft hat, die Stadionuhren zu reparieren. Ich glaube die Uhr an der Ecke Ost-Südtribüne zeigt seit einigen Jahren 08:40 Uhr an.

Um bei der Uhr-Metapher zu bleiben: den Auftakt haben wir wohl verschlafen. Diese drei Punkte gibt uns keiner mehr zurück. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn wir die Bayern am kommenden Wochenende weghauen – wovon ich übrigens trotz aller Anzeichen ausgehe.

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 3, Durchschnitt: 3,67 von 5)
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17 Kommentare »

  • Didiman sagt:

    Karsten, diese Uhren dürfen nicht repariert werden. Eine alte Legende sagt doch, wenn jemals alle vier Stadionuhren im Weserstadion die richtige Zeit anzeigen, dann geht die Welt unter. Da jetzt zwei fehlen, sind die Chancen gestiegen …

  • Bernhard sagt:

    Das erklärt die schlechte Heimspielleistung. Die Augen der Spieler waren auf die Uhren gerichtet. Die erhobenen Arme beim 1:2 sollte also gar kein Reklamieren sein, sondern ein Mahnen in Richtung der Uhrenverantwortlichen. Ein dummer Zufall.
    Was das Bayernspiel angeht, bin ich beruhigt, denn auswärts wird diese psychologische Sperre dann ja nicht existieren :)

  • Lars sagt:

    Naja, aber jetzt wissen die bayerischen Verantwortlichen ja, was sie zu tun haben, um uns zu verwirren…

    Außerdem gehen in Bayern die Uhren sowieso anders.

  • Stephen sagt:

    Irgendwie sehe ich nach dem Spiel gegen Frankfurt das Problem mal echt nicht im Sturm. Natürlich fehlt dort noch Qualität, aber ich bin auch nicht mehr so unbedingt pro Pizarro um jeden Preis. Wenn er wirklich so sehr nach Bremen wollen würde, könnte er ja mal Abstriche beim Gehalt machen.

    Das Problem ist doch die defensive Einstellung/Qualität. Das Boro und Frings harmonieren ist ja schön, aber noch lieber wäre es mir, wenn sie gegnerische Angriffe effektiver unterbinden würden und mehr Präsenz im defensiven MF zeigen würden. Boro hatte licht Momente nach vorne, aber sein Verhalten beim 1:2 ist einfach nur lächerlich. Der Teber schien irgendwie Blähungen oder extremen Körpergeruch zu haben, irgendeinen Grund muss es ja gegeben haben, dass Pasanen immer meilenweit weg von seinem Gegner war. Und Fritz/Merte bieten beim 0:1 brav Geleitschutz und gehen beim 1:2 völlig unmotiviert auf Meier raus, der den Ball zu Amanatidis weiterleiten darf. Hat nur gefehlt, dass sie mit dem Griechen noch abklatschen nach seinen Toren.

    Normalerweise bin ich immer einer, der sich vor die sportliche Leitung stellt und vielleicht ist es bei mir nur die zerplatzte Illusion, aber man fragt sich ja schon, was jetzt als Reaktion kommt. Das übliche „Wir haben nicht genug angeboten“, „Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen“ hilft gerade nicht weiter.

  • Max sagt:

    Ich war leider im Stadion und kann nur sagen, dass ein Prödl nun mal leider kein Naldo im fitten Zustand ist und Clemens Fritz leider dort weiter arbeitet, wo er letzte Saison aufgehört mit leichtem Trend nach oben.
    Borowski war noch nie ein Makelele und wird auch nie einer bei seine Behäbigkeit.
    Man sollte sich also mal nach der Erwartungshaltung des Vereins fragen, denn im Personal spiegelt sich auf einigen Positionen lediglich die Europa League wieder, mehr nicht.

  • anfaenger sagt:

    Mich lässt der Gedanke nicht los, dass Werder 5 Jahre in Folge Championsleague gespielt hat, die Mannschaft aber weder wie „5 Jahre in Folge Champeansleague gespielt“ personell ausgestattet ist noch taktisch und kämpferisch so spielt.
    Gleichzeitig bin ich der festen Überzeugung, dass KA und TS zu den besten in ihrem Bereich in der Bundesliga gehören und nicht so gravierende Fehler gemacht haben, die den oben beschriebenen Zustand erklären könnten.

    Kurzes Zwischenfazit: Werder hat trotz 5 Jahren in Folge Championsleague personell und taktisch den Anschluss verpasst ohne, dass größere Fehler der Verantwortlichen gemacht wurden.

    Das Heißt dann im Umkehrschluss, dass sich die Liga in den letzten Jahren stark verändert haben muss. Diese Veränderungen müssten dann sowohl personell, wie taktisch und vor allem pekuniär gewesen sein. Und zwar so gravierend, dass die Struktur von Werder trotz Mehreinnahmen aus der Championsleague nicht ausreicht, diesen Veränderungen in der Form Paroli zu bieten, dass einer der ersten drei Plätze ein realistisches Saisonziel ist.
    Und genau das scheint mir das momentane Problem zu sein. Konkret:
    Die Bundesliga boomt spätestens seit 2006 (volle neue Stadien, Dauerkartenrekorde, Rekord bei den Werbeeinnahmen usw.). Werder war in diesen Bereichen schon vor 2006 gut aufgestellt und hatte bzw. hat nicht mehr diese Wachtumsmöglichkeiten. Da ist bei Werder auch in den nächsten Jahren nicht viel Luft nach oben.
    Auch haben viele Vereine wenn man so will von Werder gelernt und setzten zumindest im Management auf Konstanz und richtige Fußballexperten. Dadurch verliert Werder noch einmal einen Vorteil der letzten Jahre.
    Die gravierendste personelle Veränderung scheint mir vor allem die Zunahme hochklassiger Stürmer in den letzten Jahren zu sein. Auch die hatte Werder eigentlich immer schon und hat jetzt als offensiv ausgerichtete Mannschaft u.a. das Problem, dass die gegnerischen Stürmer besser und effektiver sind …
    Dazu kommt die gravierendste taktische Veränderung der letzten Jahre. Es wird von immer mehr Mannschaften Pressing gespielt und es wird zunehmend Wert auf schnelle flache Pässe gelegt und schnelles Umschalten gelegt … Und damit kommt Werder im Moment nicht zurecht. Die Spieleröffnung von hinten heraus ist zu langsam und zu unsicher. Die Teamdefence stimmt nicht um das schnelle Kurzpassspiel zu unterbinden. Die Außenverteigiger haben zu wenig qualität um das Spiel nach vorne zu bereichern und hinten wenig Fehler zu machen …

    Kleines Fazit: Ich denke, dass die Erwartungshaltung eine andere sein muss. Wenn alles gut läuft und sich wenige Schlüsselspieler verletzen kann es für die EuroLeague reichen. Und so sollten sich auch die Fans und die Zuschauer verhalten. Kann einfach nicht sein, dass die Mannschaft im ersten Spiel der Saison nicht bis zum (bitteren) Ende angefeuert wird. Gerade wenn junge Spieler die Unterstützung von den Rängen auch nach Fehlern bitter nötig hätten.

    Werder muss personell und taktisch auf die veränderte Situation in der Liga reagieren und da sollte man meiner Meinung nach hinten Anfangen. Neue Außenverteidiger und ein schneller zweikampfstarker DM sind da Pflicht.

  • Stephen sagt:

    @anfaenger: Sicherlich hast Du mit Deinem Kommentar recht, dass viele Vereine was die Finanzkraft angeht, an Bremen vorbeigezogen sind. Es soll auch gar nicht darum gehen, wieviele Millionen man für Spieler X hätte ausgeben können oder sollen.

    Doch von den Rahmenbedingungen unberührt bleibt doch die Einstellung und die Leidenschaft, oder? Wenn ich den ganzen Tag nur über den Platz trabe und mich in meinem eigenen spielerischen Potential sonne, dann ist doch klar, dass andere Mannschaften einem den Schneid abkaufen. Das hat meiner Meinung nach nix mit Geld und Einkäufen zu tun.

    Zu KATS: Ich bin auch der Meinung, dass die beiden gute Leute für ihren jeweiligen Posten sind. Doch langsam nagen auch an mir die Zweifel. Wie kann es sein, dass Timbo uns als Messias fürs DM präsentiert wird? Wir wissen doch alle, dass er in der Defensive nicht seine Stärken hat, sondern immer und vor allem in der Raute auf den Halbposition glänzen konnte. Wie sollen Boro und Frings das gegnerische Spiel zerstören, wenn das gar nicht ihre Kernkompetenz ist? Es dürfte doch schon lange klar gewesen sein, dass Bedarf im DM ist, denn Baumann wird intern sicherlich schon früher seinen Abgang verkündet haben und zudem war auch mit Baumann die Abwehr alles andere als sicher. Ich sage ja gar nicht, dass man hier 20 Millionen für einen echten 6er hinlegen sollte, aber man hätte doch sicherlich einen besseren als Timbo präsentieren können.

    Dann noch zum Sturm. Warum wird seit Wochen fast nur von Pizarro geredet? Der Mann kommt im Gesamtpaket über 20 Millionen schwer und ist im letzten Jahr seines Vertrages 33. Ich mag es ja nicht sagen, aber Barrios oder Progrebnyak haben jetzt ihre neuen Vereine auch nicht unbedingt ruiniert. Auch dort war doch lange klar, dass Pizarro wieder geht und da Rosenberg, Sanogo und Co. keine Sturmführer sind, musste da noch was passieren. Genauso auf den Außenbahnen. Auch dort hätte man mehr für den Konkurrenzkampf tun können, als Harnik zu erzählen, dass er jetzt hauptamtlich Tore verhindern soll als immer das Tore schießen zu probieren.

    Nach der letzten Saison hatte ich die Hoffnung, dass die Vereinsführung adäquat reagieren würde. Und am Anfang ließ sich das mit den Verpflichtungen von Marin, Moreno und Boro auch gut an. Boro ist ja kein schlechter, nur auf der Doppel-6 eher unterer Durchschnitt. Nur die offensichtlichen Baustellen wurden dann immer noch nicht behoben. Und da kommen einem schon Fragen auf die man immer nur Floskeln als Antwort hört.

  • vicco47 sagt:

    Tom007 der weiss die antwort

  • vicco47 sagt:

    Interessiert sich denn eine der Verantwortlichen für unsere Meinung?
    Oder unsere Fragen?Lesen die das denn hier?
    Uns fällt auf das da was schiefläuft.Denen auch?
    Warum wird denn nicht reagiert und hört immer dämliche Floskeln als Antwort?Da kann man ja gleich Uwe Seeler fragen(Ich sach mal,sach ich mal).

  • Stephen sagt:

    @vicco47: Das mit Tom habe ich einfach mal überlesen. Natürlich lesen die hier aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mit. Warum auch? Die haben einen Job zu machen und nicht Blogs zu lesen.

  • Augustine Azuka Okocha sagt:

    Lieber Karsten,

    Glückwunsch zu dem schönen Blog. Ich war am Samstag als Gast in Bremen und habe neben einem furiosen Spiel auch die Stadt sehr genossen.

    In der Nachbetrachtung fällt mir allerdings auf, wie selbstbezogen und stellenweise sachlich falsch die Bremer ihre Niederlage aufarbeiten.

    „Ich denke nicht, dass die Konkurrenz gegen Frankfurt verlieren wird“ – das spricht dafür, dass jemand das Spiel eigentlich nicht verfolgt hat, denn bei aller Selbstreferenzialität hat euer Gast 3 Tore geschossen, die aus Spielzügen entstanden sind (davon 1 langsam aufgebauter Angriff, 1 Konter, 1 Standard.) Das legt nahe, dass bei aller Prödelei am Samstag ein starker, kombinationsschneller Gegner auf dem Platz stand.

    Etwas weniger Selbstbezogenheit, und schon lässt sich die Sache auch wieder optimistischer angehen. Anders gesagt: Ihr habt gegen einen Gegner verloren, der wie befreit aufgespielt hat.

    In diesem Sinne:

    – Ich glaube nicht, dass allzu viele Konkurrenten gegen die Eintracht punkten werden!

    – Ihr werdet die Bayern schlagen.

    Mark my words!

    Viel Glück in München,
    Johannes

  • Karsten sagt:

    @Jay-Jay: Die Tore waren zwar gut herausgespielt, aber Merte und co. haben die Frankfurter Offensive auch dazu eingeladen. Ich wollte mit meinem Beitrag nicht den Gegner denunzieren, bin aber dennoch der Meinung – ohne jede Überheblichkeit – dass diese Frankfurter Mannschaft gegen Bremen in Normalverfassung keinen Stich bekommt. Und das traue ich 10 bis 12 weiteren Bundesliga-Mannschaften auch zu.

  • anfaenger sagt:

    @ Stephen: Mit meiner Argumentation zur finanziellen Entwicklung der Bundesligavereine wollte ich nicht darauf hinaus, dass Werder 20 Mios oder so in Spieler investieren sollte … Man muss ja nicht jede Mode mitgehen und ist eh nicht der Stil von Werder. Ich denke eher, dass selbst ohne diese Transfers der finanzielle Spielraum recht eng ist, weil man um die Mannschaft beisammen zu halten gezwungen war hohe Gehälter zu zahlen (Wiese, Merte, Naldo, Fritz, Boro, Frings, Özil … verdienen mit Sicherheit weit über Ligadurchschnitt). Wäre dies nicht der Fall hätte KA bereits in der Winterpause reagiert und die Defensive verstärkt.

    Zum Thema DM: Ich denke nicht, dass Boro per se ein nur durchschnittlicher 6er ist. Sondern es kommt entschieden darauf an wie er die Rolle interpretiert bzw. interpretieren kann. Doppelsechs mit Frings und Boro wird nie was, weil beide zu langsam sind. Punkt! Aber ich kann mir Boro gut in einer Rolle vorstellen wie sie beispielsweise von Ballack bei den Bayern in der Doppelsechs gespielt wurde. Dazu braucht er aber einen entsprechenden Partner (weikampfstark, schnell und passsicher).
    Nächstes Problem ist dann. Und eigentlich verstehe ich nur deshalb die Verpflichtung von Boro nicht. Wohin mit Frings. Der hat schon Probleme damit zu akzeptieren, dass sein Zug in der Nationalmannschaft abgefahren ist. Was macht der erst, wenn er in Bremen auf die Bank muss. Da ist doch der Ärger vorprogrammmiert. Marin und Özil und Boro dürften normal gesetzt sein. Für den RV wie früher mal ist Frings auf Dauer auch zu langsam …
    Ich würde die Doppelsechs mit Naldo und Boro ausprobieren. Ein guter IV ist leichter zu bekommen wie ein DM der Werder weiterbringt. Und z.B. im Pokalfinale hat der Naldo phasenweise vor der Abwehr gespielt … Ein Versuch wärs wert …

    Noch kurz zum Thema Einstellung auf dem Platz. Es war das erste Saisonspiel. Punkt! Abwarten! Und Mannschaft bedingungslos unterstützen wäre angebracht gewesen. Vielleicht wär mit dem Stadion im Rücken ein Punkt drin gewesen. Und der kann noch wichtig sein. Frankfurt hat gut gespielt und war perfekt auf Werder eingestellt …

  • TheBigEasy sagt:

    @Johannes
    Fast perfekt analysiert. Nur mit „Ihr werdet die Bayern schlagen.“ liegst du leider voll daneben. Nix für ungut. ;-)

  • www.unsere-bundesliga.de sagt:

    Die Frankfurter haben die Fehler genutzt, nun beginnt für Bremen eine schwere Phase. Die Bayern werden Bremen schlagen und nach 2 Niederlagen wird es schwer in Fahrt zu kommen. Die internationalen Plätze sollen ja schon das Ziel der Bremer sein. Schaun mehr mal . . .

  • Gähnende Langeweile im Nord-Süd-Duell | Werderblog.net sagt:

    […] nicht sicher, wie ich das 1 zu 1 gegen die Bayern bewerten soll. Nimmt man Werders Auftritt gegen Frankfurt als Maßstab, ist eine deutliche Steigerung zu verzeichnen und sind die Erwartungen übertroffen […]

  • Stephen sagt:

    @anfaenger: Es ging mir damals auch gar nicht darum, viel Geld in die Hand zu nehmen, nur weil andere Vereine das machen. Mir ging es viel mehr darum, dass bestimmte Schwachstellen der Mannschaft schon länger bekannt waren. Zum einen das DM. Warum hat man im Winter Tziolis geholt, wenn man dort nicht Bedarf gesehen hat? Und Baumann wird seinen Abschied intern sicher frühzeitig angekündigt haben. Damit war klar, dass man agieren muss und das ist leider nicht geschehen. Ja, Boro kann den offensiveren 6er geben, aber das kann Frings auch. Und beide brauchen dann einen neben sich, der sich vor allem auf das Zerstören verlegt.

    Der zweite Schwachpunkt waren die Außenverteidiger. Links hat sich nix getan. Boenisch bleibt gesetzt, da Tosic komplett unfähig ist. Ich hoffe, dass Boenisch noch einen Schritt nach vorne macht, wenn er wieder voll fit ist. Rechts hat man Harnik erzählt, dass er jetzt Tore verhindern und nicht mehr schießen soll. Mag sein, dass er sich irgendwann einmal in der Rolle zurecht findet, aber momentan macht er dem Fritz auch keinen Druck.

    Zuletzt der Sturm. Rosenberg außer Form, Sanogo ebenfalls und Pizarro wech. Das war die Situation nach der letzten Saison. Moreno ist gekommen und sicherlich ein Talent, aber mir scheint, dass er auch nicht so hundertprozentig fit ist. Bleibt Hugoal, der auch ganz gerne mal längere Auszeiten nimmt. Da fehlt einfach ein Sturmführer, der 15 plus x Tore macht. Das kann Pizarro sein, aber es hätte auch ein anderer sein können.

    Natürlich ist es schwierig, Spieler zu verpflichten, die der Mannschaft sofort weiterhelfen und dabei nicht allzu viel kosten. Doch ich frage mich, ob es nicht trotzdem möglich gewesen wäre, da man ja nicht im Sommer von den Abgängen diverser Spieler überrascht wurde. Darum geht es mir primär.

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