Abenddämmerung

Karsten 26. Mai 2009 47 Kommentare Drucken

Nach Stephen möchte jetzt auch noch der treue Werderblog-Leser Andre seine persönlichen Impressionen vorstellen. Dabei handelt es sich weniger um einen Saisonrückblick, sondern vielmehr um einen Rückblick auf die Ära Schaaf. Ich finde den Text sehr gelungen und absolut lesenswert. Zwar stimme ich nicht mit allen Aussagen überein, dennoch enthält er sehr interessante Gedankengänge. Viel Spaß beim Lesen und Diskutieren. Euer Karsten.

Um mein Fazit vorwegzunehmen: eine Ära geht zu Ende. Es ist die Ära Schaaf, die Ära Allofs und die Ära Champions League. Mit Offensivwirbel und Kurzpassspiel, vielen Toren und einer darunter leidenden Abwehr.
Doch langsam. Begonnen hat alles in (mehr oder weniger) dunkler Nacht, mit dem Abgang von Felix Magath, kurz vor dem Abstieg, und mit der Amtsübernahme durch Thomas Schaaf. Und gut ging es los, ein erster greller Sonnenstrahl quasi, mit dem Gewinn des DFB-Pokals.

Es folgten, um im Bild zu bleiben, die zunächst noch wenig ereignisreichen Morgenstunden, in denen sich alles erst finden, sich alles ordnen und aufwachen musste. Doch kontinuierlich ging es aufwärts, wuchs etwas. Im Jahr 2004 dann – die Sonne im Zenit, Double! Mit einer Mannschaft aus wenn auch nicht Namenlosen, dann doch zumindest Spielern, denen man wohl vom Papier her nicht die Fähigkeit die Liga zu dominieren zugeschrieben hätte. Jedem Bremen-Fan wird der verdiente und souveräne und überragende 3:1-Sieg gegen die Bayern, mit dem der Titel perfekt gemacht wurde, wohl für immer im Gedächtnis bleiben. In den folgenden Jahren schaffte es die Mannschaft, regelmäßig um den Titel mitzuspielen und auch die fünfmalige Qualifikation für die Champions League sei an dieser Stelle nicht unerwähnt. Titel jedoch sprangen keine mehr heraus.

Insofern sei an dieser Stelle auch die Kritik angesetzt, die mich zu meinem Fazit führen wird. Im Prinzip war Werder im Jahr 2004, ähnlich der erwähnten Mittagssonne, im Zenit. Auch wenn das Spiel der Mannschaft danach noch verfeinert wurde, so konnte man die Klasse nie mehr in Zählbares umsetzen. Nicht dass daran allein der Erfolg gemessen sein soll, allerdings wirft dies doch auch Fragen auf. Betrachtet man die vergangenen 10 Jahre als eine in sich geschlossene Ära, so kommt man als Fan nicht umhin, etwas enttäuscht von der Ausbeute zu sein, zumindest wenn man bedenkt, welcher Fußball in dieser Zeit gespielt wurde, oder auch welche Spieler hier prägend waren. Ich denke da etwa an Miroslav Klose, der zusammen mit Ivan Klasnic ein Sturmduo bildete, welches erst in diesem Jahr von Wolfsburg in vergleichbarer Gefährlichkeit aufgeboten werden konnte. Einen Titel jedoch hat uns dies nicht beschert. Ebenso wenig wie die Anwesenheit von Diego, der uns nun verlassen wird, wohl auch weil er mit Werder eben nicht allzu viel gewinnen könnte.

Bei dieser Kritik sei aber auch der Trainer nicht ausgespart. So ist es ihm zwar gelungen, Werder ein unverwechselbares Konzept einzuimpfen, welches viele überragende Siege erzielen konnte. Es ist ihm aber nicht gelungen, dieses Konzept entsprechend den Entwicklungen der Bundesliga anzupassen und auszubauen. Im Prinzip hat auch die Wirkung von Thomas Schaaf ihren Zenit im Jahr 2004 erreicht, konnte das Niveau dann noch eine Zeit halten und wurde dann mehr und mehr von anderen Mannschaften in den Schatten gestellt. Sicher ist dies auch auf den Mechanismus zurückzuführen, dass Bremen in zunehmendem Maße eine besondere Motivation bei seinen Gegnern auslöste, jedoch wurde hier kein Konzept gefunden, dem zu begegnen. So setzte es immer wieder und gerade in entscheidenden Situationen Niederlagen gegen Gegner, die nach dem gewachsenen Selbstverständnis aus dem Stadion geschossen hätten werden müssen. Symbolhaft dafür steht das Jahr 2007, welches in Stuttgart einen Meister fand, der so nur durch dilettantische Niederlagen Bremens möglich wurde. Dieses Schicksal teilte man sich zwar mit Schalke 04, aber hier macht sich auch ein deutlicher Kontrast fest. Während Bremen gewissermaßen stetig arbeiten konnte, war dies in Gelsenkirchen nur unter größten Einschränkungen und zahlreichen Trainerentlassungen möglich. Jedoch – diese Stetigkeit drückt sich wiederum nicht in Titeln aus.

Sicher musste man immer wieder schwerwiegende Abgänge ersetzen, ein Umstand, der nicht wegzudiskutieren ist und was etwa im Fall von Miro Klose nicht gelang. Aber dennoch muss man festhalten, dass Bremen nicht zählbar von seiner ruhigen Atmosphäre und Konstanz in Personal und Philosophie profitiert hat. So kann man auch am Kader einen Zenit festmachen, der meiner Meinung nach mit der Verpflichtung von Miro Klose erreicht wurde, und stark durch die Anwesenheit von Johan Micoud geprägt war, auch wenn er nach der Doublesaison nicht mehr in dem Maße erfolgreich war. Zwar gelang später noch der unproblematische Austausch von Micoud durch Diego, jedoch begann zu dieser Zeit und mit seiner zunehmenden Dominanz auch der Abstieg etwa im Hinblick auf Variabilität im Angriffspiel, da man sich immer stärker nur an Diego orientierte. Ein Umstand, der sich bis heute verschärft hat, gerade wenn es mal nicht gegen Real Madrid geht (eine grandiose Ausnahme im Jahr 2007, die wahrscheinlich auch vielen im Gedächtnis bleiben wird).

Dies leitet dann auch zu meinem am schwersten wiegende Kritikpunkt über – dem Zustand der Mannschaft, insbesondere was ihre Möglichkeiten ein Spiel zu gestalten anbelangt, was aber auch eine Frage der Kaderzusammenstellung ist. Werder hat über die Jahre an Potenzial eingebüßt was das Angriffspiel angeht. Über die außen geht fast nichts mehr, was an eklatant schwachen Flanken liegt. Des Weiteren haben wir eigentlich keinen Spieler, der durch Dribblings eine Abwehr überwinden kann und souverän abschließen könnte. Pizarro deutet so etwas ab und zu an, ist jedoch nicht wirklich solch ein Typ, eher ein Schlitzohr oder Strafraumstürmer und eventuell nächste Saison nicht mehr bei uns. Bleibt die Abhängigkeit von klugen Pässen und auch hier sieht es in zunehmendem Maße mau aus. Nachdem Baumann und Frings nun eine gesamte Saison eher unterdurchschnittliche Leistungen abgeliefert haben, kann man behaupten, dass dafür eigentlich nur Diego und Özil in Frage kommen, die Abwehr scheidet eigentlich komplett aus. Offensive Kraft kann so nur noch über eine sehr riskante weil insgesamt nach vorne verlagerte Spielweise entwickelt werden, welche die ohnehin schon genug geforderte Abwehr noch mehr entblößt.

Diese Abwärtsentwicklung oder dieser Ist-Zustand ist eine Verfehlung des Trainers, da er mit der Mannschaft keine Alternativen entwickeln kann, und des Managers, da er kein geeignetes Personal zur Verfügung stellt. Es gibt in dieser Mannschaft keinen Spieler, der zuverlässig Flanken schlagen kann! Es gibt eine offen zu Tage tretende Schwäche bei Standards, insbesondere Ecken, sowohl was die Verwertung in Tore als auch die Verteidigung bei daraus resultierenden Gegenstößen. Dies alles kann man trainieren und macht sich nur zum Teil an mangelnden Talenten fest. Aber auch dass es an in dieser Hinsicht talentierten Spielern fehlt, ist meiner Meinung nach fatal. Auch tritt immer mal wieder eine Unsicherheit beim einfachen Passspiel auf, die teils schockierend ist. Und das schlimmste – eine Besserung ist nicht in Sicht.

Bremen vereint in meinen Augen momentan vier sehr gute Spieler in seinen Reihen, namentlich Tim Wiese, Per Mertesacker, Diego und Pizarro. Darüber hinaus sind auch noch Naldo, Clemens Fritz und Mesut Özil zu nennen, die allerdings nicht an das Niveau der ersten vier heran reichen. Diego und eventuell Pizarro werden uns verlassen, Özil ist ohne Diego über- oder zu stark ge-fordert. Es fehlt an einem guten LV, einem RV der Fritz Druck macht wie einst Owomoyela, einem oder eventuell sogar zwei erstklassigen Stürmern, einem Diego-Ersatz, einem Sechser (der seine beste Zeit noch nicht hinter sich hat) und an Backups im Mittelfeld, die dem Spiel Varianten hinzufügen, insbesondere ein Flügelspiel. Leider lassen die Zugänge der jüngeren Vergangenheit keine Hoffnung in mir aufkommen, dass auch nur die Hälfte der Positionen adäquat besetzt werden kann. Zwar hat man wohl viel Geld aus dem Diegoverkauf zur Verfügung, und eigentlich hat man auch eine an Einnahmen sicher nicht arme Europapokalsaison hinter sich, jedoch sind zumindest Einnahmen der letzteren Art immer wieder nicht reinvestiert worden, sondern wohl in Gehältern von Spielern verschwunden. Dieser Umstand wird auch dieses Jahr wohl die Summe, die zur Verpflichtung neuer Spieler da ist, dezimieren. Eventuell können weitere Reserven angezapft werden, indem man sich von (ewigen) Talenten wie Hunt, Harnick, Tosic trennt, in gewisser Weise ist dies ja schon im Laufe der enttäuschenden Bundesligaleistungen angekündigt worden. Dennoch, die Hoffnung auf vergleichbar erfolgreiche Spielzeiten in mir geht gegen null, da Mannschaft, Trainer und Manager seit Jahren auf dem absteigenden Ast sind. Um zu meiner anfänglichen Metapher zurückzukehren: die Sonne geht unter über Werder, die letzten Sonnenstrahlen bringen uns eventuell am Samstag noch einen letzten Titel, doch ich richte mich schon auf die anschließende Nacht ein.

Man soll, so sagt man, den Tag nicht vor dem Abend loben. Da dieser Abend in meinen Augen nun gekommen ist, sei dies an dieser Stelle getan. Es war eine geile Zeit. Dies macht sich nicht nur an Titeln oder guten Platzierungen oder Champions League-Teilnahmen fest, auch die Art und Weise wie der Verein als Gesamtgebilde sich über die Jahre entwickelt hat kann einen nur stolz machen. Dies macht sich zum einen wieder an Thomas Schaaf fest, der sicher einer der sympathischsten seiner Zunft ist und immer noch keine Spur von Abgehoben-Sein offenbart, auch wenn sein Fell (etwa gegenüber den Medien) etwas dünner als früher scheint. Hinzu kommt wahrscheinlich auch, dass Bremen als ernsthafter Widersacher der Bayern oder Schalke schon allein dadurch aus allen Teilen der Republik Sympathien zuflogen. In Kombination mit dem überaus ansehnlichen, mitreißenden Fußball den man über Jahre gezeigt hat, ergibt sich eine Erfolgsgeschichte die so vielleicht einzigartig ist. Einzigartig zumindest im Hinblick auf den Anteil, den Sachverstand und ein Konzept an diesem Erfolg hatten. Auch wenn an dieser Stelle Hoffenheim ins Feld geführt werden könnte, so kommen hier doch meiner Meinung nach zu viele andere Faktoren hinzu, die eine Vergleichbarkeit erschweren, wobei Geld sicher nur die Vordergründigste ist. Ich denke auch die Abgeschiedenheit und Provinzialität, in der die Basis dieses Projekts gebildet werden konnte, stellt im Gegensatz zum Bundesliga-Alltag mit anfänglich mäßigen Ergebnissen einen weiteren und schwerwiegenderen Unterschied dar. Doch genug abgeschweift.

Wenn sich auch in einigen Zeilen Enttäuschung oder harte Kritik Luft macht, so bin ich doch sehr dankbar für die vergangenen Jahre. Dankbar insbesondere gegenüber Thomas Schaaf und Klaus Allofs, aber auch zahlreichen Spielern (Bode, Ailton, Krstajic, Micoud, Klose, Klasnic, Reinke, Baumann, Frings, Diego, etc. pp). Deshalb wünsche ich mir, dass Thomas Schaaf nicht weiter Gelegenheit bekommt an seinem (imaginären) Denkmal zu kratzen – und nach einem Titel am Samstag seinen Rücktritt erklärt. Auf dass er woanders mit neuer Motivation seine Kompetenzen einbringen kann, und nicht irgendwann auf Grund von Erfolglosigkeit entlassen werden muss. Auf dass er uns zu einem Zeitpunkt verlassen kann, wo Dank noch die dominante Gefühlsregung ist, nicht etwa Frust oder Erleichterung über seinen Abschied. Auf dass Stimmen wie die ewig nervige von Tom007 nicht noch mehr an Gewicht gewinnen. Für die Mannschaft wünsche ich mir, dass sie nach alter Bremer Art aufgefrischt und verjüngt wird, dass alter Ballast wie Baumann oder Frings, auch Vranjes oder Hunt abgeworfen wird, auch um neue Hierarchien wachsen zu lassen, die zuletzt eher einschnürend wirkten. Aufgefrischt wird auch gerne mit Leuten wie Boenisch, gerne auch mal wieder mit Spielern aus der eigenen Jugend, was so schon lange nicht mehr der Fall war. Ein frischer Start in einen neuen Tag eben…

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47 Kommentare »

  • borttronic sagt:

    Da steckt tatsächlich viel Wahres drin, wobei ich nicht alles so schwarz sehe wie Andre. Neue Hierarchien müssen definitiv her, ich würde mich auch freuen, dass wieder mehr Spieler aus der zweiten Mannschaft eingebaut werden und dass dadurch Talente wie Diekmeier und Kruse in Zukunft Werder erhalten bleiben. Das kann und sollte auch mit Schaaf klappen. Ich will ihn eigentlich nicht woanders sehen als in Bremen. Das Problem könnte sein, dass Werder dann wieder in so ein Loch fällt, wie nach der Rehhagel-Zeit und das will ich definitiv nicht. Lieber mal eine solche Saison und ansonsten knapp an Titeln vorbei, als wieder jahrelang Mittelmaß.

  • Tom007 sagt:

    Naja borttronic du hast schon teilweise reht.Aber nun seh es doch mal so wenn Bremen nun Samstag enen aufn sack bekommt(was ich mir nicht wünsche)dann kannst du TS schon fast nicht mehr halten.Und wenn nen neuer Trainer komtm dann muss auch nen erfahrener kommen wie Schuster zum beispiel der hat schon dfast alles gewonnen.Dann läuft es auch garantiert bsser als nach ottos zeit,nämlich da haben sie auch ein paar deppen gehabt als Trainer,sieh Dixi Dörner.Kann mich noch genau erinner als ich da zum Parklatz ging nachm spiel fiel die Ostkurve bald zusammen weil alle Dixi raus schrien!

    Ne also wenn neuanfang dann bitte auch richtig.

    Und für TS ist doch nun wieder nen platz frei geworden beim HSV :-) die können von mir aus ruhig so ne BL Saison spielen wie wir dieses jahr :-)!

  • borttronic sagt:

    Tom, ich seh das gerade als große Stärke und auch als Sympathiefaktor bei Bremen an, dass man nach einer mehr oder weniger verkorksten Saison den Trainer nicht in Frage stellt. Das macht Werder zu etwas besonderem im Fussballgeschäft. Das finde ich einfach toll. Den Schaaf will ich einfach nicht in Hamburg oder sonst wo in Deutschland auf der Bank sehen. Da würde mir einfach das Herz bluten. Werder ist für mich etwas ganz Spezielles. Ich will keine Erfolge am laufenden Band und koste was es wolle (auch wenn ich mich über Titel freue). Ich will Titel feiern und nicht irgendwann abstumpfen (wie ich es schon bei einigen Bayern-Fans erlebt habe). Ich will mich mit dem Verein identifizieren, mich mit der Mannschaft über Siege freuen und über Niederlagen ärgern. Ich bin gegen diesen Erfolgsanspruch, der sich gegenüber Werder aufgebaut hat. Es war doch klar, dass irgendwann mal ein Jahr kommen wird, wo es nicht so rund läuft. Das Jahr haben wir jetzt. Es gibt einen Umbruch in der Mannschaft – notwendig. Wenn Werder nächste Saison wieder international spielt, bin ich zufrieden. Wenn Werder nächste Saison wieder oben angreift, bin ich zufrieden. Und das am Liebsten mit einem Trainer Thomas Schaaf.

  • Tom007 sagt:

    Naja sry wenn ich es so sagen muss aber glaube zu solchen erfolgen kann er die Mannschaft nicht mehr ringen.Da muss irgendwa hinter denn kulissen los gewesne sein was nicht nach außen gekommen ist.Denn ic kann nciht von jedem absolvirten Spiel diese Saison sagen das die hundert prozentig für denn Trainer gespielt haben!

    Naja sorry ich glaube nicht das TS nächste Saisonnoc bei Werder ist!Er hat tolle arbeit gemacht in denn 10 Jahren keine frage.Aber so ist nun mal das Geschäft.Auch ein KA kann es sich nicht erlauben immer an ihn festzuhalten.

  • lars sagt:

    Danke, borttronic! Das kann ich nur voll und ganz unterschreiben.

  • Hellraizer Kaizer sagt:

    Interessantes Fazit, fast ein bißchen zu trübe? Aber ich muß zugeben, dass der Gedanke an dieser Stelle das Pferd von hinten aufzuzäumen und eine Ära in der Rückschau zu betrachten, die noch gar nicht zu Ende ist, schon etwas hat.
    Warum nicht mal das – für uns Bremer – Undenkbare denken, warum sich nicht mal fragen, ob vielleicht die Mannschaft, der Fußball den sie spielt und damit auch der Trainer und sein Konzept irgendwie stagnieren und den gewachsenen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden. Ich weiß es natürlich auch nicht, aber hilft uns ein Ewiges „weiter so“? Allofs scheint, wenn man sein heutiges Interview („Ausbildungsverein“) liest, eigentlich beim „weiter so“ zu sein.
    Aber was soll unser Ziel sein? Irgenwie kann und will ich nicht glauben, dass ein Club nach fünf Jahren Champions League, nach eher positiver Transferbilanz, nach Vorrücken unter die TOP 20 der UEFA-Liste jetzt plötzlich mit dem im Vorpost genannten Ziel „mal gewinnen, mal verlieren, irgendwann mal den Ligapokal holen“ oder so zufireden sein kann. Wenn man so lange immer knapp oben dran ist, dann muß es das Ziel sein und dann müsste man doch eigentlich auch die Mittel haben, das zu realisieren.
    Oder haben wir auf Dauer wirklich keine Chance gegen auf Pump zusammen gekaufte italienische und spanische Mannschaften oder Teams, denen ein osteuropäischer Oligarchen-Gangster die Kohle reinstopft?

    Wie komme ich jetzt wieder zu Thomas Schaaf? Keine Ahnung, aber sein wir doch lieber sentimentale Bremer Gutmenschen – er soll bleiben.

  • lars sagt:

    Dass diese Saison eine absolute Enttäuschung war, ist wohl jedem klar. Aber genau darin liegt auch die Chance, die wir meiner Meinung nach auf jeden Fall mit Schaaf nutzen sollten.

    Jetzt ist die Chance, etwas zu ändern, nachdem, da stimme ich Andre zu, in den letzten Jahren doch mehr oder weniger Stagnation war; allerdings Stagnation auf hohem Niveau, womit HSV, Schalke oder Leverkusen schon sehr zufrieden gewesen wären. Egal, wer grad Meister war, Werder war Zweiter oder Dritter. Die Bereitschaft bei Vereinsführung sollte jetzt, nach so einer Grottensaison, doch groß sein, Neues zu probieren, nicht nur einzwei Ergänzungen zu holen, sondern den Kader wirklich umzukrempeln und auch taktisch Dinge zu ändern, variabler zu sein und so weiter. Und warum sollte das mit Schaaf nicht möglich sein?

    Ich bin gar nicht jemand, der sagt, Schaaf soll unbedingt bleiben, weil er nunmal zu Bremen gehört. Natürlich kann es auch auf der Trainerposition Änderungen geben. ich bin allerdings von der grundsätzlichen Spielauffassung und Herangehensweise unseres Trainers absolut überzeugt. Und mit den richtigen Spielern, die von mir aus auch jung und hoffnungsvoll anstatt erfahren und bewährt sein können, geht es wieder aufwärts. Allerdings ist genau das die Voraussetzung: Die richtigen Spieler.

    Auf den ersten Blick würde mir ein Jadson zum Beispiel auch gefallen. Auch wenn er uns den UEFA Pokal weggeschnappt hat.

  • Hellraizer Kaizer sagt:

    Klingt sehr vernünftig. Doch der springende Punkt, nämlich die richtigen Spieler zu bekommen, ist ja sicher auch bisher versucht worden. Mit dem aktuellen Ergebnis; Vielen – mitunter auch ohne Diego – schönen Spielen, aber nicht der erforderlichen Konstanz über eine ganze Saison. Und oftmals auch nicht den notwendigen Ergebnissen, gerade gegen Teams, gegen die man sich mehr erhoffen durfte.
    Also wieder von vorne? So wird es wohl werden, obwohl man sich doch irgendwie gewünscht hätte, auf Dauer mal an die Bayern ran zu kommen. Das wiederum haben allerdings schon viele probiert, und besonders auf Pump, wie damals in Dortmund, haben es die Verantwortlichen in Bremen zum Glück nicht gemacht.
    Was ich sagen wollte ist, dass ich schon gedacht hätte, dass nach fünf Jahren CL und den genannten Erfolgen Kader und Strukturen für mehr Konstanz sorgen würden.

    Hoffen wir also auf die „richtigen Spieler“ für die nächste Runde. Vielleicht zaubert Allofs ja noch mal einen Leader wie Micoud aus dem Hut? Vielleicht finden wir mit Marin (oder so) zum (klar: von Thomas Schaaf eingeführten) one-touch-Spiel zurück. Vielleicht kommt noch die notwendige Stabilisierung der Defensive, zum Beispiel durch die Doppel-6 (aber mit Vranjes? Tziolis?).

    Hoffen wir´s. Und drücken wir die Daumen für die anstehende Transferperiode.

  • Stephen sagt:

    SChöner Artikel. Doch eins fehlt mir in all diesen Betrachtungen: Der Standort Bremen. Eigentlich war es schon ein mittelschweres Wunder, dass man sich mit den Rahmenbedingungen fünf Mal in Folge für die CL qualifizieren konnte. Das Einzugsgebiet ist relativ klein, das Stadion keine 65000 fassende Arena und die Sponsoreneinnahmen waren allenfalls Mittelfeld. Wenn man sich diese Rahmenbedingungen anschaut, weiß man auch, wohin die Kohle oft fliesst: nämlich auf die Konten der Spieler, die mit zunehmendem Erfolg auch mehr vom Kuchen haben wollten. Ich weiß noch, wie der Fringser damals beim ganzen Hickhack um Miro Klose mal einen „spontanen“ Turin-Besuch abstattete und dafür mit einem neuen Kontrakt samt erhöhtem Salär belohnt wurde. Das soll nicht als Entschuldigung für diese Saison dienen und nur veranschaulichen, was hier aus den Möglichkeiten gemacht wurde. Und Hellraizer sagt es ja: „Auf Pump haben wir es hier nie versucht“. Gut so.

    Ich sehe es auch so wie meine Vorredner. Wir haben einfach kein Abo auf Erfolg. Man wird sehen, was die Sommerpause bringt, wie der Kader nächste Saison aussieht. Dann kann man vielleicht(!) eine Prognose abgeben. Kann schon sein, dass die Mannschaft wieder zurück auf „Los“ geht ohne das dicke Geld einzuziehen.

    Ich finde es komisch, dass man so tut, als habe man die letzten Jahre schon gesehen, dass das nix wird, aber die Erfolge dennoch feiert. Und nun ist das erste schlechte Jahr da und man redet vom Ende einer Ära. Ich halte nix davon, dass man einerseits immer stolz darauf war, dass man in Bremen nicht bei jeder Mißerfolgsserie den Coach schmeißt und nun aber dessen Demission will. Vor allem zählt bei mir das Argument nicht, eine Entlassung Schaafs würde den ewigen Nörglern nicht noch mehr Wasser auf die Mühlen geben. Das stimmt, denn es wäre eine Kapitulation.

  • borttronic sagt:

    Stephen spricht es aus, was Bremen eigentlich permanent immer ein wenig ausbremst: die Standortnachteile. Der Einzugsbereich ist tatsächlich überschaubar, das Stadion mit knapp über 40.000 mittelprächtig und auch keine der modernen Arenen. Dazu kommt, dass Bremen und umzu auch noch eine arg strukturschwache Gegend mit einer hohen Zahl an Arbeitslosen ist. Das macht die Sache nicht einfach. Was Werder allerdings seit Jahren daraus macht, ist sensationell. Erfolge wurden erreicht mit einem Kader, der selber finanziert war. Das Stadion wurde und wird ausgebaut mit Mitteln, die auch von Werder kamen. Andere Standorte wurden ordentlich vom DFB bezuschusst wegen der WM – Bremen nie. Und doch schafft es der Verein im Gegensatz zu fast allen anderen Vereinen in der Bundesliga, noch im WESERSTADION zu spielen und nicht in irgendeiner Arena. Und das finde ich beeindruckend. Man wirtschaftet gut und mit Verstand, verkauft nicht das Tafelsilber und hat dennoch einen nicht zu unterschätzenden Erfolg. In den vergangenen Jahren waren (bis auf Bayern) alle Teams, mit denen sich Werder in der Regel misst, mindestens einmal in Abstiegsnot und zum Teil auch in finanziellen Schwierigkeiten. Und ich bin froh, so etwas in Bremen nicht mit erlebt zu haben.

  • Leuchtturm sagt:

    Weder sehe ich das Ende einer Ära, noch großen Bedarf für große Umstrukturierungen und schon gar nicht sollte bei Werder irgendwelche „großen Würfe“ auf Pump gemacht werden.

    Wenn wir uns den beschränkten Etat von Werder im Vergleich zu mindesten fünf bessergestellten Teams ansehen und mit bedenken, dass es mindestens zehn weitere Teams gerne unter den ersten Fünf in der BL schaffen wollen – und ja, da steht beim Spiel auch ein Gegner auf dem Platz – dann hat Werder in den letzten Jahren viel richtig gemacht !
    Und das soll jetzt alles falsch sein?
    Haben die anderen Vereine das Spiel neu erfunden?
    Haben schlaue Hacker ein paar Zusatzfeatures freigeschaltet?

    Nein.

    Wir haben einen guten Kader und einen guten Trainer, beide werden in dieser Saison eine Menge gelernt haben – und darauf vertraue ich.
    Und offensichtlich haben wir gar nicht die 20Mio über um „fertige große Spieler“ kaufen zu können. Ich interpretiere die Aussagen von KA mit dem Ausbildungsverein so, dass keine Stars gekauft werden sollen, da wir vielleicht ein oder zwei Spielern Top-Gagen zahlen könnten, aber das Gehaltsgefüge bei Werder jetzt schon am Limit ist – zudem wollen dann gleich alle mehr Geld … erst dann würde ich eine Abwärtsspirale sehen: Wenn man finanziell in der Klemme und damit zu Erfolgen verdammt ist …
    Sicher brauchen wir ein paar neue Spieler, denn wir haben ja gesehn, wie dünn unser Kader zum Schluss der Saison war. Auch richtig ist es, sich von Spielern zu trennen, die uns nicht weiterhelfen können. Aber ein Kahlschlag sehe ich nicht. Auch sehe ich nicht, dass wir uns von Spielern trennen sollten, die in dieser Saison oft gespielt haben und eine Menge dazugelehrt haben (Bönisch, Fritz, Tziolis, Niemeyer, Frings).
    Eher sehe ich ein paar Kandidaten auf der Bank, die sich umorientieren sollten.

    Ich bin mir sicher, dass TS mit Werder ohne Diego variabler spielen kann und wird. Ich hoffe, dass es auch Auswärts wieder Spaß machen wird im Stadion zu sein (da ich zu Heimspielen, wegen der Entfernung eher nie kommen kann).

    Unser nächstes Saisonziel sollte sein: Platz fünf
    Da, wo Werder eigentlich hingehört, nicht mehr und nicht weniger, alles weiter war und wäre sensationell !!!

  • Abenddämmerung « hotlinks! sagt:

    […] WERDERBLOG […]

  • Tobias (Meine Saison) sagt:

    Zunächst mal kann ich verstehen, warum du zu dem Fazit kommst. Die meisten deiner Kritikpunkte kann ich nachvollziehen, einige nicht. Was ich aber nicht ganz verstehe, sind die Schlüsse, die du daraus ziehst. Wenn ich dich richtig verstehe, sollte Werder den Trainer und gut 3/4 der Mannschaft austauschen. Es sollte eigentlich klar sein, dass das finanziell kaum zu stemmen ist, außer man stellt sich auf drei Jahre Aufbauarbeit mit einer jungen, neuen Mannschaft ein. Aber gute Jugendspieler wachsen auch nicht auf Bäumen. Selbst ein junger Mann, der keine 30 Bundesligaspiele gemacht und nur noch ein Jahr Vertrag hat soll knapp 10 Millionen kosten.

    Die heute etwas verklärte Mannschaft von 2004 kam auch durch viele Glücksfälle zustande. Spieler wie Micoud oder Ismael praktisch für lau zu bekommen war toll, kann aber nicht jedes Jahr wiederholt werden. Zudem profitierte Werder auch von der schwäche der Liga. Man wurde zu einer Zeit groß, als ein Großteil der Konkurrenz vor sich hin dümpelte und es neben den Bayern eigentlich keine Spitzenmannschaften mehr gab. Nun sind aber viele Mannschaften aufgewacht, vielleicht auch, weil man gesehen hat, dass auch mit wenig Geld etwas möglich ist. Wenn nun finanzkräftige Vereine wie Schalke, der HSV, Wolfsburg oder Hoffenheim ähnlich gute Arbeit leisten wie Werder ist es doch ganz klar, dass es eng wird.

    Ich will nicht sagen, dass Werder keine Fehler gemacht hat, denn das hat man ganz sicher. Aber einen so radikalen Umbruch halte ich nicht für sinnvoll (Mittelfeld soll komplett ausgetauscht werden, bis auf Özil und Jensen???). Personell gab es bei Werder ja kaum Stillstand in den letzten Jahren und mit den Abgängen von Baumann und Diego ist sowieso schon ein großer Schnitt da.

    @borttronic: Die Strukturschwäche sehe ich als kleineres Übel an. Viele Arbeitslose wirken sich nicht unbedingt negativ auf einen Verein aus (siehe Gelsenkirchen, Dortmund oder auch Manchester). Bremen liegt beim pro Kopf Einkommen und der Millionärsdichte in Deutschland weit vorne. Das kleine Einzugsgebiet sehe ich dagegen als großes Problem, denn für Sponsoren / Investoren wirkt das doch etwas abschreckend. Ansonsten stimme ich dir eigentlich zu.

  • Andre sagt:

    Um nochmal kurz auf die Kommentare einzugehen: ich will eigentlich nicht den Trainer rausschmeißen und 3/4 der Mannschaft vom Hof jagen, schon gar nicht auf Grund der aktuellen Saison. Ich denke aber, die Mannschaft ist am Ende einer langfristigen Entwicklung angelangt, was ich zum einen an der Wirkkraft von Thomas Schaaf als „Trainierendem“ (Flanken, Standards) und Motivator (Niederlagen gegen Kleine) festmache. Dies liegt natürlich auch am Kader , welcher mMn nicht genügend Variantenreichtum auf den Platz bringen kann, um weiter erfolgreich zu sein und der von der Hierarchie in einer Sackgasse zu stecken scheint, denn nach Frings lange nichts. Da der aber wohl seinen Zenit überschritten hat, dürfte dies seiner Akzeptanz eher abträglich sein. Zum anderen ist da das Problem rund um das Management, zu vorderst Klaus Allofs. Er stellt die Spieler zur Verfügung, was in den letzten drei Jahren (?) nur noch reparierend, nicht aber ausbauend gelungen ist. Dies ist denke ich keine Frage der Kompetenz, sondern vor allem der Rahmenbedingungen um den Verein herum (wahnsinnig hohe Preise für Stürmer, verbesserte Scoutings durch Konkurrenten, begrenzte finanzielle Mittel). Weiteres Problem dieser Kategorie: der gescheiterte Stadionausbau, der uns glaube ich sehr teuer zu stehen kommen wird.
    Ich würde mir halt daraus schlussfolgernd wünschen, dass man diese sehr erfolgreiche Episode im Guten für beendet erklärt, auch wenn man dies vielleicht als Kapitulation bezeichnen kann und was auch denke ich nicht realistisch ist. Aber warum warten, bis Schaaf an den durch die Erfolge gewachsenen Ansprüchen kaputt geht, wie es ja teilweise (wenn auch nur durch offensichtlich kurzsichtige Fans) schon geschieht? Warum den Weg von Leverkusen (Toppmöller – CL-Finale, dann entlassen), Hamburg (Doll – Abstieg verhindert, CL (?), dann entlassen) und so vielen anderen gehen? Es muss ja nicht mal in der Entlassung enden, aber es deutet mMn vieles darauf hin, dass uns ein mittelfristiges Tal bvevorsteht, in dem die Reputation der momentanen Belegschaft eigentlich nur leiden kann. Und da ist halt die Frage, ob man das (riskieren) will.

  • borttronic sagt:

    Sehe das immer noch etwas anders.
    Hierarchie: Frings und Baumann waren die absoluten Leader, aber mittlerweile ist auch ein Mertesacker in diese Rolle reingewachsen und kann führen. Auch ein Naldo wird immer „führender“ und ein Pizarro eigentlich auch. Der Rest ist nicht nur von den Leistungen her zu schwankend, auch vom Alter her nimmt man denen den Leader nicht ab. Du kannst halt nicht immer jemanden einkaufen und sagen: „Du bist jetzt der Leader“. Das hat bei einem Micoud und auch bei einem Ismael geklappt, aber das geht halt nicht immer.
    Natürlich hat Allofs in den letzten Jahren eher „reparierend“ eingekauft, aber warum denn? Erst einmal war und ist die Mannschaft schon auf einem sehr hohem Niveau, so dass man für echte Verstärkungen richtig Geld bezahlen muss. Und da muss sich Werder mit Vereinen auseinander setzen, die ganz andere Voraussetzungen haben. Da haben die anderen Mannschaften, die in den letzten Jahren aufgeholt haben, einfach noch den Vorteil, dass sie das Werder-Niveau noch nicht hatten und mit überschaubaren Einsatz den Rückstand aufholen konnten. In der Volkswirtschaft heißt dieser Effekt übrigens „catch-up“ – das passt hier auch perfekt.
    In den letzten 2-3 Jahren sind eben die Preise auch massiv nach oben gegangen, gerade was die Baustellen angeht, die Werder schließen muss. Es ist doch schon seit Jahren jeder große Verein auf der Suche nach guten Außenverteidigern (und da eher Links als Rechts) und nach guten Stürmern. Und wenn da einer aufgetan wird, dann stürzen sich alle darauf und dann ist der Preis halt hoch.

  • Tom007 sagt:

    Einige begreifen es hier anscheinend immer noch nicht!Werder muss nun dieses Jahr 20-35 Mio locker machen will man nicht so enden wie Bochum oder Hannover die immer nur im Mittelfeld rumschwimmen!
    NächstesJahr muss das ziel lauten direkte CL Qualifizierung,ohne wenn und aber!
    Also man kann schon so sage Werder muss 5-7 neue spielen holen und darunter muss Quälität sein.Wie viele auch hier schon wissen wäre es auch mein wunsch wenn ein neuer Cheftrainer die neue Mannschaft zusammenstellt und einstellt!

  • borttronic sagt:

    Ich frage mich bloss aktuell, woher 20-35 Mio her kommen sollen? Willst Du demnächst die Spiele von Werder in irgendeiner Arena schauen? Ich nicht. Soll Werder sich dafür verschulden? Doch bitte nicht. Soll Werder so enden wie Schalke, Hamburg oder Dortmund, die am Tropf von Investoren hängen und sogar ihre Cateringeinnahmen verpfändet haben wie Hamburg oder die Zuschauereinnahmen bis zum Sanktnimmerleinstag wie Schalke? Ganz ehrlich? Das will ich nicht. Das geht nämlich mittel- und langfristig in die Hose. Dann ist man tatsächlich dazu gezwungen, jedes Jahr Champions League spielen zu MÜSSEN, um genug Kohle aufzunehmen, um einen solchen Wahnsinn zu finanzieren. Überlege bitte mal, was damals in Dortmund passiert ist, als man gegen Brügge in der CL-Quali ausgeschieden ist? Da stand der Verein kurz vor dem Ruin und musste sogar das Stadion verkaufen. Ist es das, was Du willst? Ich hoffe doch ganz schwer, dass das nicht Dein Ziel sein kann.
    Dann nehme ich lieber mal 1-2 oder 3 Jahre Mittelmaß in Kauf und weiß, dass der Verein finanziell gesund ist. Über kurz oder lang setzen sich die solide wirtschaftenden Vereine durch und nicht die, die schnellstens die Bayern einholen und überholen wollen. Das sieht man, wenn man sich so die letzten 20 Jahre mal anschaut. Hamburg? Haben seit 20 Jahren nix mehr geholt und standen auch mehr als einmal sportlich am Abgrund. Schalke? In dem Zeitraum eigentlich keine Konkurrenz. Mal 2-3 Jahre, wo sie was gerissen haben, aber sonst? Dortmund? Auch hier nur 4-5 Jahre wirklich oben mit dabei. Leverkusen? Das gleiche. Der einzige Verein, der mit einer Durststrecke von 5-6 Jahren Bayern wirklich Paroli bieten konnte, war? Genau. Werder.

  • Jens sagt:

    genau, mehr ist dazu nicht zu sagen

  • Tom007 sagt:

    Naja aber nun in Wirtschaftlich schlechteren zeiten ist es nötig international zuspielen jedes jahr weil Sponsoren gelder auf kurz oder lang fehlen werden.Überring müßte Werder das geld 20-35 Mio haben.1.Digo Verauf 2. Neuer Nike Vertrag.Und wenn nun der Stürmer kommt und Marin dann sind es ja auch shcon 20 Mio ohen das neue leute für die Abwehr da sind.Also unter 25 Mio kommen wir nicht bei weg.Es sei denn KA will es riskiren noch eine Saison mit solchen spieler wie Boenisch,Tosic oder Pasanen zu spielen.

  • borttronic sagt:

    Tom, das sehe ich nicht so. Gerade in wirtschaftlich schlechteren Zeiten sollte auch solide gewirtschaftet werden. Du siehst oder merkst doch, was in „schlechten“ Zeiten für Preise herrschen. Da wird Gomez für 30 Mio verkauft, Diego für 24. Jeder andere Verein, mit dem Werder jetzt verhandelt, weiß doch, dass Geld da ist und will natürlich was ab haben. Ausserdem ist es ja nun leider auch nicht damit getan, dass man 8 Mio für Marin bezahlt, sondern da kommen noch Handgeld und Gehalt mit dazu. Das wird zwar geringer sein als das, was Diego verdient hat, aber die Differenz wird wahrscheinlich dazu genutzt, einen Naldo weiter zu halten. Wenn ein Allofs sagt, dass 10 Mio für einen Spieler nicht realisierbar ist, dann hat das schon seinen Grund, weil die Ablöse alleine ist es bekanntlich nicht.
    Von den drei Beispielen Boenisch, Tosic und Pasanen sehe ich übrigens nur einen, der wirklich auf der Streichliste steht, nämlich Tosic. Einen Pasanen werden Schaaf und Allofs niemals freiwillig hergeben, weil der a) flexibel einsetzbar ist (was Schaaf über alle Maßen schätzt (zurecht)), b) defensiv wirklich gut steht und c) die Klappe hält, auch wenn er nicht spielt.
    Ein Boenisch ist erst 21 Jahre alt, was erwartest Du von dem? Dass der so spielt wie ein Srna oder ein Rat mit Ende 20 bzw. Anfang 30? Lass dem mal noch ein Jahr, dann wird der ganz stark.
    Ich habe den Eindruck, als ob Du Erfolg sehen willst, egal um welchen Preis und egal, welche Konsequenzen das haben kann. Da sind wir einfach zu verschieden. Ein gesundes Werder im oberen Mittelfeld (obwohl ich Werder jetzt immer noch und schon stärker sehe) ist mir tausendmal lieber als ein finanziell wackeliges Werder, was zum Erfolg verdammt ist. Letzteres hat es in Bremen schon gegeben und das ist bekanntlich nicht gut ausgegangen.

  • Tom007 sagt:

    LOL also mit Pasanen sicher naja das lassen wir mal im Raum stehen haste nicht das 1-0 gesehen für Wolfsburg :-)!Was er da für nen bock geschossen hat.Naja also für mich wäre Boenisch auch gut als ersatzspieler das ist richtig.Aber für die erste 11 brauchen wir erfahrene leute grade in der Abwehr.Wie gesgt Werder muss nun 3-4 Fertige Spieler verpflichten,die auch ergahrung haben und schon zb 100 BL Spiele gespielt haben.Mein Favorit wäre aja auch noch immer der Helmes von Bayer Leverkusen.Dr würde auch gut passen.Und wenn erder denn TS vielelciht nach Leverkusen abgibt könnte er ja billiger im Tausch an die Weser kommen :-)!

  • borttronic sagt:

    Beim Helmes gebe ich Dir Recht. Da ich den Kerl noch aus seiner SFS-Zeit kenne – aber ich verstehe nicht, wo Dein Problem mit Schaaf herkommt. Und an welche „gestandenen Spieler“ hast Du denn gedacht, die der Mannschaft wirklich weiterhelfen UND auch noch bezahlbar sind UND die man auch mit einer Perspektive nach Bremen holen kann?

  • Tobias (Meine Saison) sagt:

    @Tom007: Erstmal zu Helmes: Das ist kein fertiger Spieler und der hat auch noch keine 100 BL-Spiele gemacht. Aber er ist sicher jemand, der Werder weiterhelfen würde. Nehmen wir mal an, Werder würde ihn verpflichten wollen. Der Junge hat bis 2013 Vertrag und Leverkusen hat keinerlei Bestrebungen ihn zu verkaufen. Wenn man einen solche Spieler kaufen will, muss man ihm entweder eine klar bessere sportliche Alternative bieten (sprich: jedes Jahr ziemlich sicher Champions League und die Chance auf Titel), was Werder nicht kann oder ihn alternativ mit Geld zuschmeißen. Also neben hoher Ablöse und hohem Grundgehalt auch ein hohes Handgeld. Was meinst du wohl, was dieser Transfer in der Summe kostet? Und davon möchtest du 3-4 in einer Saison, in der Werder durch das verpassen der CL weniger Einnahmen bevorstehen? Sorry, aber das ist das GEGENTEIL von solidem Wirtschaften! Da kommst du mit 25-30 Millionen nicht ansatzweise hin.

    Schau dir doch mal Werders Transferausgaben der letzten Jahre an. Letzte Saison waren es 27 Mio. €, im Jahr davor 15 Mio. €, im Jahr davor ebenfalls. Es ist nicht so, als würde Werder kein Geld in die Hand nehmen. Es wird schon seinen Grund haben, dass Werder in der laufenden Saison eher sparsam war und keine teuren Transfers getätigt hat. Wenn man nun Marin kauft und Pizarro hält, wie viel Geld steht dann wohl noch zur Verfügung? Und wie viele Spieler, die deinem Anforderungsprofil entsprechen, könnte man sich dann noch leisten, inkl. Handgeld und Gehalt?

    Ich finde es toll, dass Werder inzwischen einen heftig umworbenen, hoch talentierten, jungen deutschen Nationalspieler kaufen kann. Das ist für Werders Verhältnisse fast schon eine Sensation. Klar, mir wäre es auch lieber, wenn Werder wie die Big Four in England einen Kader hätte, der problemlos den Ausfall von 10 Stammkräften kompensieren kann. Hat man aber nicht. Da kann man jetzt drüber weinen, den Trainer rausschmeißen und sich über beide Ohren verschulden. Und dann?

  • vicco47 sagt:

    Nun ja Ich kann da nur wieder einmal wieder einmal das Beispiel Milas Baros anführen.Der geht halt lieber zu Mittelklasseclubs in England weil es da mehr zu verdienen gibt.Und genau das ist Werders Problem.sollte eigentlich jedem klar sein.Ist leider so.

  • Tom007 sagt:

    @Tobias

    Zum beispiel beim VFB istHelmes auch im gespräch also wäre er bereit fü nen Wechse.
    Sage ja das Werder ne menge ausgeben muss um sicher in der CL zu sein über nächste Saison.Das wird das Ziel von KA sein schon alleine wegen des geldes.Ja klar Piza halten und Marin müss sie holen und noch welche für die Abwehr.Aber bitte keine unfertigen Spieler wieder wie Boenisch oder Prödl.
    Ich bin mit 100% icher das Werder hätte noch die internationalen Plätze erreichen können wenn KA im Winter noch mal anständig eingekauft hätte und nicht denn griechen(der hoffentlich geht).Schau dir doch mal alleine an wo zum beispiel VFB Suttgart und Wolfsburg in der Winterpause gestanden haben und wo am ende.Und wir hatten ja so ziemlich denn selben Kader wie in der etzten Saison wo wir 2 geworden sin.Und deshlb finde ich auch das TS gehen sollte denn er hat zu wenig drauß gemacht.Da wäre mehr drin gewesenmit der richtigen einstellung.

  • vicco47 sagt:

    Ist halt immer die Frage,was bin Ich bereit zu zahlen und was erwarte ich dafür.Ich wäre wirklich für einen wirklich radikalen Neuaufbau der Mannschaft.Es darf keine Tabus bei Spielerverkäufen geben solange es die Vereinskasse ordentlich auffüllt und das Geld vernünftig reinvestiert wird.
    Ich vertraue da auf das Urteilsvermögen der bewährten Personen.

  • Nordlicht sagt:

    Ich denke mal Morgen wird der Tag sein, an dem sich entscheidet wie die Zukunft – auch personell – bei Werder aussehen wird.

    Gewinnt Grün-Weiß den Pokal wird wohl auch Marin seinen Weg an die Weser finden, weil Bremen dann für die Playoff-Spiele der Europa-Liga qualifiziert ist. Falls es Morgen nicht glücklich laufen sollte, führt Marins Weg bestimmt an die Elbe.

    Mir ist es übrigens auch lieber vernüftig zu wirtschaften und einen gesunden Verein zu haben. Dann ziehe ich lieber einige wenige Erfolge, über die man sich richtig freuen kann, vor als ein Verschulden und das Verdammtsein zum Siegen.

    Und wenn man zurückblickt ist an der Weser auch in dieser Saison attraktiver und fanfreundlicher gespielt worden als an der Elbe.

  • Tom007 sagt:

    Wenn Werder in der Türkei vernümpftig gespielt hätte könnten sie sich die Playoff-Spiele sparen!

  • Leuchtturm sagt:

    Wenn … dann …
    hätte … sicher …
    jetzt MUSS …
    Trallallallala

  • callicamp sagt:

    oh je. tom bond hat den maoisten aus münchen überholt und ist in die top3 der kommentare aufgestiegen.
    das war es dann für mich, werderblog. war schön, adios.

  • Tom007 sagt:

    Ja sorry mir stößt es immer auf wenn ich an das Spiel da in der Türkei denke sry.Aber so kann und darf man nciht auftreten in einem UEFA CUP Finale!

  • Kristijan sagt:

    Was bedeutet folgende Zahlenfolge?
    1,3,7,3,9,1,8,2
    .
    .
    .
    Das waren die letzten 8 Platzierungen unter Otto Rehhagel.
    Also auch in der goldenen Zeit unter OR gab es verkorkste Jahre, warm also nicht auch mal bei TS?
    Wir sind noch weit weg vom Mittelmass. Man sollte nicht ausser acht lassen, dass wir den HSV 3 mal in 4 Spielen geschlagen haben, obwohl sie zu dem Zeitpunkt zu den Top 3 der Liga gezaehlt haben.

  • Jens sagt:

    Tom, sag mal, hast Du vielleicht irgendwann einmal selber Mannschaftssport betrieben.
    Ich kann aus eigener erfahrung sagen, dass es einem ohne Endspielerfahrung wahnsinnig schwer fällt, ein vernünftige Spiel hinzubekommen.Man glaubt, Blei in den Beinen zu haben und ist immer eine Zehntel Sekunde langsamer.
    Dieses „Endspielgefühl“ konnte man in Istambul bei fast der Hälfte der Mannschaft sehen – übrigends bestimmt auch bei Spielern aus Donezk, aber die kenne ich nicht so genau.

    Aus diesem Gefühl werden die Spieler aber lernen, was mich wiederum positiver stimmt.

    Und falls Du jetzt wieder sagst, der Trainer habe dann die Mannschaft falsch eingestellt, bitte ich Dich den Anfang meines Beitrages noch einmal zu lesen. So etwas kann man nämlich m.E. nicht trainieren, das muss man durchmachen.

  • Tom007 sagt:

    @jens

    Ja klar habe über jahre selber Fussball gespielt.

    @Kristijan

    Das mag wohl sein aber trotzdem kann es nicht sein.Das zb gegen KSC denn letzten so untergehst angeblich zum schonen und dann Mittwochs vergeigen die das Finle.Als dann kann esja nix gebracht haben das „schonen“.Werder hat mit der Mannschaft viel zu wenig erreicht darüber braucen wir glaubich alle nicht zu diskutieren.HSV wid bestimtm auch nciht mehr 3 mal gegen uns verlieren nächste saison wiel TS dahin geht ;-)!

  • Tobias (Meine Saison) sagt:

    @Tom007: Du widersprichst dir. Einerseits willst du Schaaf weghaben, weil er zu wenig aus der Mannschaft holt, andererseits hältst du den aktuellen Kader für nicht gut genug. Müsste dann – um deiner Logik zu folgen – nicht eher Allofs den Hut nehmen?

    Es kann schon sein, dass Werder mit mehr Verstärkungen in der Winterpause noch in die Champions League gekommen wäre. Wie sicher bist du dir denn? So sicher, dass du einen Kredit über 10.000 € aufgenommen und darauf gewettet hättest? Also sicher genug, dich für den Fall, dass es nicht klappt ordentlich zu verschulden?

    Ich kann ja verstehen, dass du enttäuscht bist über die Bundesligasaison. Ich bin auch enttäuscht, aber eine schlechte Saison in sechs Jahren sollte man doch irgendwie wegstecken können, ohne gleich in totale Panik zu verfallen. Vor allem, wenn man im Pokalfinale steht und gerade den größten internationalen Erfolg des deutschen Vereinsfußballs seit 2002 eingetütet hat. Und weißt du was? Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass Werder nicht das macht, was du sagst, denn genau DAS unterscheidet unseren Verein von so vielen anderen: Dass wir nicht bei der ersten Krise den Trainer entlassen, dann nach fünf Jahren (und ebenso vielen geschassten Trainern) merken, dass wir überhaupt kein Konzept haben, deshalb meinen, nun mal „richtig Geld in die Hand nehmen“ zu müssen und damit den Verein auf viele Jahre hinweg zu verschulden.

    Werder wird mehr investieren als in dieser Saison, schon allein, weil man hohe Transfereinnahmen hat und das Gehalt von Diego wegfällt. Aber um gute, erfahrene UND bezahlbare Spieler zu verpflichten braucht man unter anderem auch eine Menge Glück.

  • Tom007 sagt:

    Naja du hast schon mit vielen recht mit verschulden usw.Aber ich glaube die Tage von TS sind gezählt sonst hätte er ja schon längst mal nach denn gerüchten nun sich klar bekundet zu Werder.Und gesagt werde nächstes jahr aufjedenfall zu 1000% Trainer sein bei Werder.Dann wäre doch mehr ruhe.

  • Lars sagt:

    Wobei ich Dir recht gebe Tom, dass es schon etwas seltsam ist, dass Schaaf so gar nichts zu seiner Rolle in der nächsten Saison sagt. Vielleicht ist es für ihn aber auch einfach so klar, dass es für ihn keiner Klarstellung bedarf…

  • Tobias (Meine Saison) sagt:

    Mal ganz unabhängig von der Diskussion hier:

    Ich wünsche uns alles ein tolles Finale morgen und hoffe, dass es am Sonntag auf dem Marktplatz etwas zu feiern gibt!

  • Conti sagt:

    @Tom:

    Fussball spielen und Final-Erfahrung sind zwei Paar Schuhe, merkste selber?

    Meine Vorredner haben dir doch oben eigentlich recht dezidiert dargelegt, dass Werder nicht das Geld haben wir, um dir deinen Wunsch nach „3-4 gestandenen Spielern“ erfüllen zu können. Du erzählst was von CL-Direktqualifikation, Geld in die Hand nehmen und TS an den Rhein schicken. Bevor du mir das alles erzählst (was ich ja eh in jedem deiner Beiträge lesen kann), erzähl mir doch bitte zunächst, was du über die o. g. Problemen (Geldmangel, Handgeld, Ablöse ist nicht das einzige, Perspektive, Gehaltsstruktur, Standortnachteil etc) denkst. Das würde mich dann auch interessieren – deine Ansichten über TS kennen wir ja.

  • Conti sagt:

    TS hat vor knapp 2 Wochen doch im Sportclub gesagt, dass er an der Weser bleibt (hab mir nämlich eben noch zufällig die Aufzeichnung angesehen)

  • Lars sagt:

    Danke, Conti. Das ist doch ein Wort! :-)

  • jetzt MUSS… » WERDERBLOG.NET sagt:

    […] Abenddämmerung (26.05.2009, 15:41) […]

  • vicco47 sagt:

    TS bleibt und nächste Saison machen wir alles platt.Wir werden aufsteigen wie Phoenix aus der Asche.Und Weltmeister werden wir auch.
    Überhaupt :die Anderen können einpacken.
    Gegen KA und TS haben die gar keine Chance.
    Unsere 2 Meter Mannschaft überrollt sie alle.

  • Conti sagt:

    Nochmal ein Wort zum schwachen Kader (wo wir gerade bei RÜckblicken sind).
    Wie von Lars (?) (siehe link) angedeutet, haben wir gegen die Top-Teams reichlich Punkte geholt.

    Bayern einmal aus ihrer Arena geschossen, insgesamt 4 Punkte, +3 Tore.
    Den HSV 3x (knapp) geschlagen. Hertha aus dem Weserstadion geballert (5:0), wie ging das Rückspiel aus? 1899 1x geschlagen und unentschieden.
    Viele große Mannschaften in den Pokalen geschlagen als es drauf ankam (Milan, Wolfsburg, Inter, Leverkusen, HSV, BVB …)
    Als es drauf ankam waren wir (fast) immer da, lediglich im UEFA-Cup Finale nicht, aber das hat viele Spieler wohl einfach überfordert. DFB-Pokal-Finale haben wir hingegen dominiert.

    Insgesamt kann man finde ich nur bedingt sagen, dass der Kader zu schwach ist. Wenn die meisten fit und motiviert (!) sind, sind wir schwer zu schlagen. Den 10. Platz haben wir uns gegen Abstiegs- und Mittelfeld-Kandidaten eingehandelt – genau wie die Niederlagen in der CL-Gruppenphase.

    Ist vielleiht etwas einfach dargestellt – aber so ganz falsch sicher nicht.

    http://www.werderblog.net/2009/05/25/wettbewerbsverzerrung/

  • Andre sagt:

    Klar hat man in der Buli irgendwann aufgegeben und nur noch mit halber Kraft gespielt, aber im Prinzip hat man nie Normalform erreicht. Auch nicht etwa nach der Winterpause, als man nochmal angreifen wollte und sich eigentlich auch schon hätte bewusst sein müssen, dass man alles mobilisieren muss um einen Schritt nach vorne zu machen. Und nicht etwa 90 % gehen kann, auch wenn der Gegner Bielefeld oder Gladbach heisst. Zumal damals noch absolut in den Sternen stand, dass man über zwei Pokalfinals die Saison retten kann. Gegen Dortmund und Mailand hätte man wenn ich mich recht erinnere auch leicht rausfliegen können. Dann wäre die Buli die einzige Chance auf Quali für Europa gewesen, da legte man aber gerade eine Serie von sechs sieglosen Spielen hin…
    Was ich damit sagen will: Das Bild der in der Buli abgeschenkten Saison mit den zwei erfolgreichen Pokalen sieht eventuell im Rückblick noch ganz gut aus, ist aber nur der mit Glück aufgehübschte Deckmantel für eine insgesamt schlechte Saisonleistung.
    (Was natürlich die Freude über den Titel nicht trüben soll, aber von einer sehr guten Saison zu sprechen ist doch mehr PR als Realitätsnähe)

  • Mal was völlig anderes » WERDERBLOG.NET sagt:

    […] Abenddämmerung (26.05.2009, 15:41) […]

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