Arrogant in Gladbach

Andreas 30. August 2008 10 Kommentare Drucken

Also gut, die 600 km, die ich gefahren bin, um auch das zweite Auswärtsspiel meiner Mannschaft in dieser Saison zu erleben, die nehme ich auf meine Kappe. Ich wollte es ja so.

Die 30 Euro für die Karte, dank‘ doppelter Versandkosten, die muß ich auch auf abbuchen, kein Problem, man macht’s ja für Werder.

Aber, das was sich UNSERE Mannschaft da heute geleistet hat, das sollten sich die Herren Fritz, Baumann, Frings und Diego doch nochmal sehr deutlich durch den Kopf gehen lassen.

Wo steht geschrieben, das der Spieler auf der 6 jeden zweiten Pass zum Gegenspieler spielen muß ?

Oder wer hat Diego gesagt, das er gefühlte 10 km mit dem Ball am Fuß von links nach rechts laufen soll, nur um dann doch nichts zustande zu bringen ?

Warum hat Herr Rosenberg überhaupt keine Ahnung wo Herr Pizzaro steht, wenn er den Ball ablegt ?

Muß sich heutzutage der Aussenverteidiger ständig überlaufen und übertöpeln lassen ? Ist das der neue Trend und wir haben das nicht mitbekommen.

Nein, Jungs, so nicht. So werdet ihr nicht um Topplätze mitspielen und schon garnichts zum Hochhalten haben, diese Saison.

Ach ja, an die Gladbachfans: Schönes Stadion, nur leider ist die Gegend so sehr vermüllt, das man sich fragt, ob die Taler nicht mehr für ein paar Mülleimer gereicht haben.

Keine Tags zu diesem Beitrag vorhanden.
gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 5, Durchschnitt: 4,60 von 5)
Loading...

10 Kommentare »

  • Moritz sagt:

    Zum Glück musste ich mir diese Fahrt nicht antun!
    Mein Beileid dafür ;)
    Ich bin sowas von enttäuscht von diesem Spiel und der Einstellung!
    Bei aller liebe und Respekt für unseren Trainer aber langsam wirds Zeit das System umzustellen den immoment ist diese Manschafft nicht geschaffen dafür.
    Verstehe auch nicht warum er Fritz wieder gebracht hat denn der ist völlig ausser Form und Pasanen hat sehr gut gespielt gegen Schalke.
    Muss aber auch zugeben das ich nach dem 0 zu 2 nicht mehr weitergeguckt habe um genau das Spiel zu analisieren.
    Ich hoffe das doch noch ein oder am besten zwei Spieler für die defensive kommen aber das wird wohl nur bei der Hoffnung bleiben…
    Bin eigentlich sonst gegen diese pesimistische Einstellung aber sowas darf einfach nicht passieren und die Gegner werden auch nicht mehr viel leichter!

  • Conti sagt:

    Tja, die Qualität bei Petri, Boenisch, Fritz und Tosic ist ja eigentlich da. Genau wie in der IV. Vielleicht brauchen wir nen neuen DM… ich hab das Spiel nicht gesehen, aber oft sieht die Abwehr ja auch schlecht aus, weil das DM nicht gut arbeitet.

    Ansonsten kann man aber nur hoffen, dass die KATS-typische Ruhe den Laden wieder/endlich ans laufen bringen!

  • Andre sagt:

    Zum DM: Baumann war so schlecht wie nie! Absolut indiskutabel! Nie am Mann, keine Zweikämpfe angenommen, meist schlenderte er durch den freien Raum. Hab ich so noch nie gesehen. Sein Kredit bei mir ist annähernd aufgebraucht, zumal wieder Fehlpässe ohne Ende. Und wo ist er als Mannschaftskapitän/Leitfigur/Autorität?
    Zur Qualität bei Pasanen, Boenisch, Fritz und Tosic: Pasanen ist ein guter Backup, wenn sich mal jemand verletzt, Boenisch und Tosic Talente, die immer wieder Ausreißer produzieren, Fritz wenn er in Form ist ein guter Spieler. Aber Internationale Klasse ist keiner von denen. Fritz ist nicht defensivstark genug, hat seine Stärken eher im Spiel nach vorn. Das geht gut, wenn genau diese Qualität zum Tragen kommen kann, Fritz also nicht zu sehr in Abwehr gefordert wird und sich in den Angriff einschalten kann. Wenn allerdings im Mittelfeld kein Angriff des Gegners unterbunden wird und wie gestern oftmals drei Mann ungebremst und -gehindert auf die Abwehr zulaufen, dann ist Fritz überfordert.
    Ich schrieb das neulich schon mal: Es fehlt im Mittelfeld an Substanz. Frings gehört auf die 6, meinetwegen unterstützt von Baumann, wenn es einen Vorsprung zu verteidigen gilt. Außerdem gibt es im Mittelfeld keinen Flügelspieler als Flankengeber, was dann von den AVs kompensiert werden müsste, dabei aber die Abwehr schwächt. Hier kommt der Weggang Borowskis schmerzlich zum Tragen, da er ein Repertoir von der zentralen über die Halb- bis hin zur Außenposition hatte. Kein anderer Spieler im aktuellen Kader kann dort mithalten, am ehesten noch Hunt.
    Das war gestern auch gut zu sehen. im zentralen Mittelfeld wurden sich die Bälle zugeschoben, allerdings verteidigte Gladbach meist mit 7 Mann am und im Strafraum, hier gab es also kaum Möglichkeiten. Darauf wichen wechselnde Spieler auf die Flügel aus. Boenisch und Fritz haben glaube ich bis zur 70. Minute gar keine Flanke in angemessener Höhe ins Zentrum gebracht, Frings hatte hier nur Alibiballkontakte, Diego zog nach innen um zum Abschluss zu kommen. Am besten machte sich noch Pizarro, der dann aber im Zentrum fehlte und Rosenberg fiel als Abnehmer total aus (16 Ballkontakte!!).
    Dieses Spiel gestern war ein (neuer) Tiefpunkt. Es stellt sich ob dessen die Frage, worin die Weiterentwicklung der Mannschaft in den letzten zwei Jahren besteht. Etwas breiter aufgestellt, vor allem in der Offensive, ansonstens nichts. Keine Routine, keine Souveränität. Immer noch muss man Angst haben, dass man gegen Bochum oder Bielefeld verliert, erst ab einem 3-Tore-Vorsprung kann man sich eines Sieges halbwegs sicher sein. Hat sich da irgendwas verändert in letzter Zeit? Nein. Das müssen sich auch Allofs und hauptsächlich Schaaf vorwerfen lassen. Vor jeder Saison denk ich mir, dass man die Mannschaft ja weitestgehend beisammen gehalten hat, das also mit dem Mehr an Erfahrung und Eingespieltheit eine bessere Mannschaft auflaufen wird. Falsch gedacht…

  • Stephen sagt:

    Tja, ist es nicht schon immer so in den letzten Jahren gewesen, dass Bremen gerne pomadig und arrogant gegen die kleinen auftritt? Entweder der Gegner ergibt sich und lässt sich überrollen oder er wehrt sich nach Kräften und lässt Bremen alt aussehen. Gerne auch einfach mal einen langen Ball nach vorne schlagen und zack ist die ganze Defensive ausgehebelt.
    An der Qualität der Mannschaft zu zweifeln halte ich für absolut verfehlt, vielmehr sollte man mal die Einstellung in Frage stellen. Denn wenn die Mannschaft die Qualität nicht hätte, wären die beiden Treffer nicht gefallen. Aber warum guckt der Prödl beim 0:2 in aller Seelenruhe zu, wie der Friend sich in den Ball wirft. Die Szene war meiner Meinung nach bezeichnend für das Spiel. Während die Gladbacher sich in jeden Zweikampf geworfen haben, hatten die Bremer Angst, sich die Stutzen dreckig zu machen. Vielleicht hat man auch erwartet, dass sich die Gladbacher auf die Seite rollen und einfach sterben, wenn der ach so tolle SVW um die Ecke kommt.

  • Andre sagt:

    Ich würde es irgendwie nicht (nur) an der Einstellung festmachen. Die ersten Minuten (vielleicht 5 bis 7) gehörten eindeutigst Bremen. Von Gladbach nix zu sehen. Auf einmal steht es 1:0 wegen individueller Fehler. Das spielte Gladbach nactürlich massivst in die Karten. Ab diesem Zeitpunkt ist es einfach eine Frage der der Mannschaft noch verbleibenden Optionen. Da hatte Bremen gestern nur: durch die Mitte durchwühlen. Flanken waren nicht, Fernschüsse auch nicht… Bei ein solch massierten Abwehr war man da mehr oder weniger aufgeschmissen.
    Zu den beiden Bremer Toren: eine reingewürgte Ecke und ein Freistoß gegen nur noch rausbolzende Gladbacher sagen nix aus, zumindest nicht über die Qualität der Mannschaft. Das sagt einfach nur, dass da ein guter Freistoßschütze am Werk war und das man Glück hatte.
    Man muss zugeben, dass Gladbach das alles auch sehr gut gemacht hat und Bremen nen schlechten Tag hatte. Dennoch: Solche Spiele gibt es oft, bzw. oftmals schrammt man knapp daran vorbei und die Angst spielt immer mit. Bei Schalke z.B. ist das anders, die machen nicht immer ein Tor und verschenken so Punkte, aber wenn dann gewinnen sie viel häufiger, weil sie den Vorsprung dann besser verteidigen können.

  • Stephen sagt:

    Tja, da sehen wir die Sache anders. Ich glaube nicht unbedingt, dass an der gestrigen Niederlage eine verfehlte Politik seitens der Führungsetage Schuld ist. Für mich ist z.B. der Ballverlust von Frings vor dem 0:1 und die Schläfrigkeit von Prödl vor dem 0:2 einfach eine Sache von geistiger Frische und dem Willen, 90 Minuten lang voll da zu sein.
    Wo ich Dir voll recht gebe, ist die schon seit Jahren bei Bremen offensichtliche Unfähigkeit, auch mal einen knappen Vorsprung zu verteidigen. Entweder Klatsche für den Gegner oder Zitterpartie. Da wäre mal ein anderes System, welches defensiver ausgerichtet ist, nicht schlecht. Einfach mal sich zurückziehen, in den letzten 20 Minuten ohne dass der Gegner mit einem langen Ball die ganze Abwehr auseinanderhebelt.

  • Conti sagt:

    Frings auf die 6 ist aber mit dem offensiv ausgerichteten System auch recht gefährlich… Jensen, Diego, Özil/Hunt vor Frings (der ja auch gerne nach vorne geht)… da haben wir Spieler die fast nur offensiv denken. mMn brauchen wir eher einen der hauptsächlich defensiv denkt, wenn wir weiterhin Raute spielen.

  • Moritz sagt:

    Ich würde Jensen auf die 6er Position stellen.Da hat er bisher immer seine besten Spiele für Werder gebracht!
    Oder mit Frings zusammen als doppel 6 und davor Diego und Özil könnte ich mir auch gut vorstellen…

  • Duff-Bier sagt:

    Jensen sollte nur gegen defensive schwächere Mannschaften auf der Sechs spielen.
    Man halt es wieder verpennt einen Mann für Baumann zu holen. Baumann würde bei mir kein Spiel mehr machen. Das muss er doch bald selber sehen. Zeine Zeit ist um. Wir brauchen auf der Sechs einen aggressiveren Spieler. So ein Typ wie Jones. Der auch mal hohes Tempo gehen kann und nicht wie Baumann immer zu spät kommt. Selbst mit Petit hätte ich mich zufrieden gegeben.
    Das Spiel in Gladbach ist auch ein Ergebnis der miesen Transferpolitik. Baustellen wurden nicht geschlossen. Wir haben in den letzten zwei Sommers fast nur teuren Durchschnitt gekauft. Leute wie Tosic, Prödl, Boenisch, Sanogo. Dazu kommen nach Baumann und Vranjes. Mit solchen Leuten kann ich nichts gewinnen. Für das Geld was wir dem HSV und Schalke für Sanogo und Boenisch gegeben haben kaufen die sich ihre Stars. Gute Nacht Werder.

  • Fussball News sagt:

    Das letzte Spiel gegen Bor. Mönchengladbach am dritten Spieltag der Saison, das mit einer 3:2 Niederlage endete, hat nicht gerade die Stärken des Teams von der Weser unter Beweis gestellt. Aber das hatte ich geahnt und mir u.a. auch deshalb die weite Reise erspart. Bis Februar haben die Werderaner jetzt Zeit mit einer guten Strategie an Tempo und Stärke zuzulegen. Ich denke, Jones ist der richtige Mann in der Mitte. Das bevorstehende Spiel gegen Bayern München wird nicht viel einfacher.

Kommentar hinterlassen

Kommentar hier hinterlassen, Trackback auf Ihrer Seite einfügen oder Kommentare als RSS abonnieren.

Um zu Ihrem Kommentar automatisch ein Bild einzufügen, registrieren Sie sich bei Gravatar.