Fußball-Lehrgang: So schießt man ein Tor gegen Werder Bremen:

Lars 17. August 2008 5 Kommentare Drucken

Man nehme:

1. Zwei Bremer Spieler, die den Überblick komplett verloren haben.

2. Neun Bremer Statisten, die das tun, was sie am besten können: Statist sein.

3. Ein Gegenspieler, der nach Fehlpass von Werder-Spieler #1 aus Kategorie 1  den Ball mehr oder weniger planlos nach vorne schlägt, wobei er von drei bis acht Bremern aus Kategorie 2 nicht gestört wird.

4. Ein weiterer Gegenspieler, der auf den Fehler von Werder-Spieler #2 aus Kategorie 1 wartet, welcher so sicher kommt wie der direkte Wiederabstieg der Kölner; dieser Gegenspieler #2 wird von drei bis acht Bremern aus Kategorie 2 ebensowenig gestört wie sein Kollege #1.

5.  Schließlich Gegenspieler #3 der von all dem profitiert und den Ball ins Tor schiebt, wobei er ebenfalls von niemandem gestört wird, auch nicht von Bremern aus den Kategorien 1 und 2.

Tipp: Am einfachsten klappt dies, wenn man kurz vorher ein Gegentor bekommen hat.

Zusatz: Namen der jeweiligen Spieler von Werder und gegnerischer Mannschaft unerheblich, da austauschbar.

Das Ganze in Perfektion zu beobachten beim gestrigen Spiel der Arminia gegen unsereMannschaft.

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 6, Durchschnitt: 3,17 von 5)
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5 Kommentare »

  • Stephen sagt:

    Sehr schön zusammengefasst. Gerade vermeintlich schwächere Mannschaften fahren mit der Taktik: „Ball nach vorne dreschen und dann mal schauen!“ ganz gut, denn irgendeiner findet sich immer, der über den Ball schlägt oder gerade schläft. Ich verstehe nicht, warum Bremen nicht auch mal ein Ergebnis verwalten kann. Denn die Abwehr besteht ja nicht aus Orgelpfeifen, sondern da ist ja Qualität durchaus vorhanden. Vielleicht sollte man es a) einfach als gottgegeben hinnehmen oder b) vielleicht auch mal seine Taktik ein bißchen anpassen. Aber das letzte Mal, als ich angedeutet habe, zur Ergebnisverwaltung (und Schonung unser aller Nerven) tiefer und kompakter zu stehen wurde mir ja Hochverrat am Offensivfußball vorgeworfen. Doch wenn ich sehe, wie man zehn Minuten vor Schluß in Bielefeld in Führung geht und dann noch so eine Murmel fängt, dann weiß ich auch nicht.

  • Lars (Autor) sagt:

    Was mich wirklich erstaunte, war, dass sogar nachdem man so ein blödes Gegentor bekommen und dann wieder das Tor gemacht hat, die Bälle immer noch so völlig unmotiviert nach vorne gedroschen wurden. Die Jungs können doch alle Fußball spielen, da sollte man einen Ball auch mal über einen längeren Zeitraum halten können

  • Karsten sagt:

    Aus meiner Sicht waren die Gegentore nur der Gipfel der Frechheit. Das ganze Bremer Spiel war geprägt von Lustlosigkeit und fehlender Inspiration. Dass wir überhaupt zwei Buden gemacht habe, grenzt schon an ein Wunder…

    Andererseits sehe ich das nicht so negativ. Saisonauftakte waren nie unsere Stärke. Und Bielefeld ist ja nun wahrlich auch kein dankbarer Gegner. Durch ihre destruktive Spielweise (die sich übrigens auch in ihren Fans widerspiegelt) tragen sie nicht unbedingt dazu bei, dass die große Freude am Sport entsteht. Also, Kopf hoch! Gegen Schalke wird alles besser.

  • Verbesserung » WERDERBLOG.NET sagt:

    […] Fußball-Lehrgang: So schießt man ein Tor gegen Werder Bremen: (17.08.2008, 12:05) […]

  • Ausrutscher oder System? » WERDERBLOG.NET sagt:

    […] Und wenn dann der Ball im mittigen Spiel nach vorne verloren ging, spielte Stuttgart wie aus dem Lehrbuch. Mehr braucht es nicht, um die Bremer an einem schlechten Tag zu […]

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