Hauptsache Offensive!

Lars 3. Juli 2008 5 Kommentare Drucken

Aus dem Interview mit auf Werder Online zum Trainingsauftakt, unter anderem zur EM und der Taktik der deutschen Mannschaft:

Die deutsche Mannschaft spielte ab dem Viertelfinale mit nur einer Spitze. Auch eine Option für Werder Bremen?

Wir beleuchten auch solche Dinge und müssen uns fragen: Ist das gut für uns? Meine Ausrichtung sieht nicht so aus, für mich ist das nicht offensiv. Für mich ist das eine Spitze und dahinter alles dicht. Bis da ein Stürmer vor dem Tor ist, ist es ja bereits dunkel und das Flutlicht aus. Ich bevorzuge ein offensives Gesamtgebilde, in dem jeder zeigt, was er kann. Viele andere Teams agieren ja auch mit einer hängenden Spitze, aber auch das entspricht nicht meiner Philosophie.

Da freue ich mich doch direkt noch mehr auf die nächste Saison…auch wenn ich wieder zu oft leiden werden muss, weil jeder in der Mannschaft zeigen will, was er kann…

gar nichtnicht so gutdurchschnittlichguthervorragend (Stimmen: 4, Durchschnitt: 3,25 von 5)
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5 Kommentare »

  • Conti sagt:

    Typisch Thomas! :-)

  • Herr Wieland (Drei Ecken, ein Elfer) sagt:

    Mal ehrlich, das ist doch Kokolores.

    War das, was Holland gespielt hat, war das was Russland gespielt hat etwa „eine Spitze und dahinter alles dicht“? Auch diese Teams spielten mit nur einem nominellen Stürmer. War es dunkel, wenn 4 Holländer mit dem Knicker auf das gegnerische Tor zurasten?

  • Lars (Autor) sagt:

    Du hast natürlich recht, auch mir fiel als erstes Holland und auch Spanien ein, die ebenfalls teilweise mit nur einem (Mittel)Stürmer gespielt haben und durchaus den ein oder anderen Sturmlauf hingelegt haben. Schaaf bezieht sich ja eher auf die deutsche Spielweise, die nun, zumindest in den letzten beiden Spielen nur mit Klose, ja nicht grad vor Offensivfeuerwerk brannte.

    Schaafs Philosophie als solches kann ich allerdings nur zustimmen.

  • Conti sagt:

    Also ich bin auch ein verfechter des schönen offensiv-fußballs, wobei ich grundsätzlich auch anregen würde, zumindest mal zu schauen, ob wir dem vom Kader her ein 4-2-3-1 spielen könnten. Mein Vorschlag ging in die Richtung: (Abwehr steht soweit eh)

    ————————Wiese————————
    -Fritz—–Merte———Nalde———Pasanen/Benisch
    ———–Frings————-Jensen——————
    —-Rosi—————-Diego—————Özil/Hunt
    —————-Almeida/Sanogo———————-

    Im Forum kam jedoch Kritik auf, da Rosi wohl nicht außen spielen will und insgesamt wir keinen hätten, der „richtig“ auf außen spielen kann. Ich fände die Umstellung gut, insbesondere, da wir mit unserem Offensiv-Quartett ordentlich Dampf machen können und mit den zwei spielstarken 6ern dahinter auch das Spiel schnell machen und gut öffnen können. Außerdem haben wir in der letzten Saison vieeeeel zu viele Tore kassiert, insbesondere in den CL- und Pokalspielen wäre es ein segen hinten besser zu spielen. Russland, Spanien und Holland haben auch eindrucksvoll gezeigt, wie man mit nur einer Spitze spielen kann, wobei man dazu sagen muss, dass zumindest Spanien mit nur einem 6er spielt. Köntnen wir ja auch (Dann Baumi). Ich fände es aber sehr schade, wenn Özil nicht so viel spielen würde, nur wo soll er hin? Wenn wir mit der Raute spielen MUSS Baumi auf die 6 gehen, da wir sonst (mit Frings bspw) viel zu offensiv stehen, da dann das gesamte MF eine offensive Ausrichtung hätte. Wenn Raute dann auch Baumi, und der macht auch nicht mehr ewig…

    Man hätte jetzt Zeit, eine Systemänderung einzuüben, aber unter TS wird es das wohl nicht geben. Naja, TS hat mehr Ahnung als ist – er wird schon wissen, was für Werder und den Kader (der ja seit Jahren auf die Raute zusammengebaut wird) das beste ist. Ganz ohne Ironie, TS hat bis jetzt immer die beste Lösung gefunden und in den schwierigen Zeiten Ruhe bewahrt. Soll er so ruhig weitermachen.

  • Borttronic sagt:

    Diese Aussage finde ich Weltklasse. Schaaf hat seinen Stil, dem bleibt er treu und dieser Stil ist spektakulär. Weiter so – auch wenn es mich Haare kostet.

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