Spiel mit Symbolwirkung?

Karsten 11. November 2006 Ein Kommentar Drucken

Werder verliert zuhause gegen Dortmund mit 1 zu 3 und muss jetzt bangen seine Tabellenführung an die jungen Wilden aus Stuttgart zu verlieren. Die Niederlage geht eindeutig in Ordnung. Werder hatte zwar mehr Ballkontakte, Dortmund aber war gerade vor dem Tor einfach cleverer.

Meines Erachtens hatte das Spiel einen symbolischen Charakter. Vor einigen Wochen habe ich folgende Zeilen verfasst: „6 Tore auswärts gegen die zugegebenermaßen erschreckend schwachen Bochumer. Und dabei konnte lediglich Aaron Hunt ein Stürmertor erzielen. Miro Klose blieb einmal mehr ohne Salto. Und diese Erkenntnis ist mir persönlich noch wichtiger als der überzeugende Sieg. Wir sind nicht mehr so abhängig von einzelnen Akteuren. Wenn einige Leistungsträger einmal nicht in Hochform auftrumpfen, springen eben andere für sie in die Bresche und sorgen für die Punkte.“.

Das Spiel gestern hat den Wahrheitsgehalt dieser Aussage eindeutig bestätigt. Werder hat zwar geniale Einzelspieler, wird aber nur erfolgreich sein – und damit erfinde ich das Rad nicht neu – wenn sie mannschaftlich geschlossen auftreten. Klose hat zwar wieder einmal getroffen, dafür aber schwächelten sonstige Leistungsträger wie Frings, Diego und vor allem die Abwehr um Mertesacker und Naldo. Wenn mal einer oder zwei einen schlechten Tag haben, kann die Mannschaft das kompensieren. Gestern waren es aber einfach zu viele, die hinter ihrem Leistungsvermögen zurückblieben.

Bleibt nur zu hoffen, dass das kommende Nationalmannschaftsspiel Frings und co. nicht noch mehr zurückwirft. Eine Erholungspause wäre mit Sicherheit mal zu wünschen gewesen. Aber mit diesem Ballast müssen ja alle Teams im vorderen Tabellenfeld leben. Auf jeden Fall das Trio Bayern, Schalke und Werder, was meines Erachtens den Titel unter sich ausmachen wird.

Ein Wort noch zum Auftreten der Fans: schon beim letzten Heimspiel gegen Cottbus berichtete ich von dem unsportlichen Verhalten einiger Anhänger, die lautstark gege den Schiedsrichter Babak Rafati Stimmung machten, da sie ihn für den Schuldigen für das nicht-zufriedenstellende Ergebnis ausgemacht hatten. Gestern hagelte es abermals während und nach dem Spiel Pfeifkonzerte gegen Schiri Dr. Franz Xaver Wack. Ich hoffe das wird jetzt nicht zur Gewohnheit. Wir haben das Spiel mit Sicherheit nicht aufgrund von Entscheidungen des Referee-Gespanns verloren, sondern einzig und allein aufgrund unserer mäßigen Leistung. Positiv fand ich allerdings die Einstellung gegenüber dem Team. Die Spieler wurden trotz der durchschnittlichen Darbietung mit Applaus in die Kabine verabschiedet.

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