Werder holt Per Mertesacker

Karsten 8. August 2006 6 Kommentare Drucken

Werder holt Per MertesackerDas Tauziehen hat endlich ein Ende. Nach monatelangem Hin- und Her steht es nun doch fest: Per Mertesacker wechselt zu kommenden Saison von Hannover 96 zum SV Werder Bremen. Dabei stand für den 21jährigen Nationalspieler schon sehr lange fest, dass er an die Weser wechseln wird: „Ich habe mich frühzeitig für Werder entschieden, schon nach der ersten Anfrage war ich sehr interessiert.“ Merte hat bei Werder einen 4-Jahres-Vertrag unterschrieben und wechselt für ca. 5 Millionen Euro. Wann er allerdings in den Spielbetrieb einsteigen wird, ist noch ungewiss. Der 1,98 m große Abwehrrecke absolviert derzeit ein Rehaprogramm für seine kürzlich operierte Ferse. Wenn Merte allerdings schnell wieder zu alter Stärke gelangt, werden wir viel Freude an ihm haben. Er wird der Innenverteidigung die Stabilität zurückbringen, die einst von Kristajic und Ismael den Titelgewinn bedeuteten.

Im Gegenzug wechselt – wie schon vermutet – Frank Fahrenhorst ablösefrei nach Hannover, um dort die freie Stelle in der Innenverteidigung auszufüllen. Darüber hinaus bekommt Fahne von Werder eine Abfindung in Höhe von 500.000 Euro. Fahrenhorst kam 2004 von Bochum zu Werder und hat für die Grün-Weißen 39 Bundesligaeinsätze absolviert. Er wurde nach Werders Meitertitel 2003/04 mit großen Erwartungen verpflichtet. Der ehemalige Nationalspieler konnte sich leider aber nie gegen seine Konkurrenz durchsetzen. Der 28jährige – der von einigen „Fans“ teilweise als Frank GEFahrenhorst betitelt worden ist – wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen und ist leider an seiner Unbeständigkeit gescheitert. Werderblog wünscht ihm natürlich alles Gute bei Hannover. Du schaffst das schon, Fahne!

>> Bildquelle: dpa <<

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6 Kommentare »

  • Nikolas sagt:

    Mmmh, also ich weiß nicht…
    Für mich ist das die erste Transfer-Ungeschlicklichkeit von Klaus Allofs. Per Mertesacker ist zwar ein super Spieler, aber man muss bedenken: auf Grund der Tatsache, dass er nächstes Jahr für 1,5 Mio. hätte wechseln können, wollte Werder ursprünglich nicht mehr als 3,5 Mio. für ihn ausgeben. Und jetzt: knapp 5 Mio. plus 500.000 Ablöse an Fahne plus Fahne ablösefrei an Hannover (und der ist ja nun auch wirklich kein schlechter Spieler!). Naja, ich bin froh, dass dieses unsägliche Hickhack vorbei ist. Hannover war ein ziemlich mieser Verhandlungspartner, wirkte irgendwie alles in allem unprofessionell. Was da alles an die Öffentlichkeit gedrungen ist…

  • Karsten sagt:

    Sehe ich genauso. Das, was an die Öffentlichkeit gedrungen ist, wirkte wirklich nicht sehr professionell. Aber andererseits lohnt sich diese Verpflichtung meiner Meinung nach schon. Fahrenhorst ist zwar nicht schlecht, aber für die Champions League einfach nicht gut genug. Wenn man da mal was reißen möchte – und den Anspruch sollte Werder mit dieser Truppe haben – dann braucht man eine starke Innenverteidigung. Die Mehrausgaben, die jetzt geflossen sind, holt Werder in einer Runde Königsklasse wieder heraus.

    Wirtschaftlich finde ich das also in Ordnung. Menschlich gesehen habe ich da allerdings so meine Zweifel. Obwohl das für Fahrenhorst mit Sicherheit nicht die schlechteste Lösung ist…

  • kicker online sagt:

    Fahrenhorst: So läuft das Geschäft
    Kommentar von kicker-Redakteur Hans-Günter Klemm
    (http://www.kicker.de/fussball/bundesliga/startseite/artikel/353370/)

    Geld regiert die Welt, erst recht die, in der sich alles um den Ball dreht. So könnte auch der immer noch nicht fixe Mertesacker-Transfer laufen.

    Die Sache schien erledigt, doch nun mag das Scheckheft alles regeln. Mertesacker zu Werder, Fahrenhorst nach Hannover. Quasi ein Tausch. Menschenhandel? Die Bremer wollten genau diesen Eindruck vermeiden. Die Hannoveraner sprechen von adäquatem Ersatz für den WM-Spieler. Und Fahrenhorst, zunächst unwilliges Objekt des Handels, könnte sich sein Zugeständnis teuer bezahlen lassen.

    Alle Gewinner, alle Verlierer bei diesem Coup. 96 hätte seinen Plan realisiert, wenn auch nicht zu den angesetzten Bedingungen. Werder hätte sich mit dem Wunschspieler verstärkt, müsste indes Zugeständnisse machen. Und Fahrenhorst? Die scheinbar übermächtige Konkurrenz durch den jungen Rivalen hätte ihn zum Abschied vom großen Fußball veranlasst. Von der Champions League in die Mittelklasse, ein Rückschritt, versüßt durch Euros. Nicht neu, aber wieder zu bestaunen: So läuft es halt, das Geschäft.

    Oder auch nicht.

  • Lars N sagt:

    Ich muss mich der Meinung meiner „Vorschreiber“ grundsätzlich anschliessen. Man kann die jetzt kolpoltierten (schreibt man das so???) 8,7 Mio Gesamtpreis nicht direkt mit den geschätzten 1,4 Mio. in einem Jahr vergleichen. Mertesacker wäre wohl kaum ohne ein anständiges Handgeld gekommen. Die eine oder andere Mio wäre da auch geflossen. Fahrenhorst ist nun runter von der Payroll, auch ein gewisser Vorteil. Im Großen und Ganzen ist unser glorreicher SVW vom finanziellen Aspekt her nicht ganz schlecht gefahren. Ob sich die Investition allerdings bezahlt macht, wird sich zeigen. (hehehe, damit habe ich mir elegant eine Tür aufgelassen, durch die ich später sagen werde: „ICH HABE ES JA VON ANFANG AN GEWUSST, AUS DEM PER WIRD NIX!!!!“)

  • blog.fanfaktor.de - das fußball-blog » T minus 10 Stunden sagt:

    […] Highlight des Spieltages ist naturgemäß die Eröffnungspart(y)ie der in der Vorbereitung schwächelnden Münchener gegen die von vielen als mögliche Überraschungsmannschaft eingeschätzten Dortmunder. Eine weitere interessante Paarung bietet das Nordderby zwischen Hannover und Werder Bremen. Nach den Wechselquerelen um Mertesacker & Fahrenhorst bekommt dieses Spiel zusätzliche Brisanz, zumal sich Fahrenhorst über seine Ausbootung äußerst ungehalten zeigte und verbal gegen seinen Ex-Verein nachtrat. Werder muss nun mit der relativ unerprobten Innenverteidigung Pasanen/Naldo oder Baumann/Naldo agieren. Ob dies die Achillesferse wird, zeigt sich am Sonntag. Hannovers Torwart Robert Enke geht nach seinem Engagement für die Tierschutzorganisation PETA (Sie ahnen schon, jene mit dem Vergleich Massentierhaltung=KZ) übrigens moralisch gestärkt in die neue Saison. Stark sein muss auch Jürgen Klopp (WM-nostalgiebehaftete Überleitung à la Delling, was für ein Tag). Nach seinen Sternstunden als Deutschlands führender Fussballfan, als er stellvertretend für Millionen Zuschauer Johannes Gutmensch Kerner und Urs Meier zurechtwies, muss sich Klopp mit seinen Mainzern am Samstag gegen die direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt aus Bochum beweisen. Weniger spannend als das ZDF-Studio am Potsdamer Platz, doch Quoten wird er auch hier erzielen. […]

  • Die neue, alte Mannschaft (Juli 2007) » WERDERBLOG.NET sagt:

    […] Per Mertesacker: Vertrag bis 2010. Naldo: Vertrag bis 2012. Pierre Wome: Vertrag bis 2008. Clemens Fritz: Vertrag bis 2009. Patrick […]

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