Spielsystem #2: 4-1-4-1

Karsten 26. Mai 2006 6 Kommentare Drucken

Erst einmal vielen Dank für die rege Diskussion. Auf Anregung von Stefan (Die Welt aus Sicht der Suedtribuehne) folgt hier als zweites mögliches Spielsystem das 4-1-4-1, wie es zum Beispiel auch der Vize-Champions-League-Sieger Arsenal London in der abgelaufenen Saison aufs Parkett zauberte. Auch wenn viele von euch den Vergleich für ein wenig vermessen halten werden, sehe ich diverse Parallelen zwischen den Engländern und Werder. Der schnelle Spielaufbau – geprägt von Doppel- und Steilpässen – stellt bei beiden Teams die zentrale Prämisse dar. Nachfolgend mein Vorschlag, wie dieses Spielsystem an der Weser verwirklicht werden könnte.

Die Abwehr wird wie beim 4-5-1 gebildet. Links spielen Womé oder Schulz, in der Mitte Naldo, Pasanen, Fahrenhorst und / oder Baumann und auf der rechten Seite (danke für den Hinweis Nikolas) Owomoyela oder Clemens Fritz.

Die Position vor der Abwehr hat in diesem System einen noch wichtigeren Part als im ersten Spielsystem. Der legendäre „Vorstopper“ wird hier viel mehr als sonst als Spielmacher interpretiert. In der Bundesliga gibt es dafür zwei prädestinierte Spieler: zum einen der Müncher Hargreaves und zum anderen unser Frings. Dieser kann von Baumann oder Andreasen vertreten werden.

Das 4er-Mittelfeld wird dann von Zidan und Borowski über die Außen und zentral von Micoud (bzw. im Falle eines Weggangs von Jensen) und Diego gebildet. Ich denke, dass hier auch die Problematik liegt. Der User „Horst“ wies auf die mangelnde Tiefe im Kader Werders hin. Sobald zwei dieser Mittelfeldspieler ausfallen, könnte Werder in echte Engpässe kommen. Ich sehe Vranjes nicht als Alternative an, von daher blieb nur die Variante mit Baumann / Andreasen vor der Abwehr zu spielen, und Frings ein wenig offensiver ins Mittelfeld abzustellen. Meiner Meinung nach wäre dieser Weg aber nicht mehr der Optimale…

Weniger problematisch sehe ich die Stürmerposition an. Da ist natürlich Klose durch seine Spritzigkeit, Kopfballstärke und vor allem, weil er eben Klose ist, gesetzt. Er kann aber von Klasnic, Hunt und einem unbekannten Neuzugang (!) vertreten werden.

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6 Kommentare »

  • Stefan (Weltsicht Südtribüne) sagt:

    Mir fällt positiv auf, dass Ihr taktisch ziemlich flexibel besetzt seid.
    PS: Danke für die schnelle Aufklärung.

  • T-Time sagt:

    Sehe Vranjes nicht so schlecht. Er wurde zuletzt häufig – wenn auch aus der Not heraus – eingesetzt und steigerte sich nach anfänglicher Kritik. Zunächst hieß es von Seiten des Trainers, er sei im Training top aber könne es im Spiel noch nicht umsetzen. Als er dann – zwangsläufig – mehr Spielpraxis bekam, überzeugte er auch. Und nicht vergessen: Er ist noch keine 28, hat noch Steigerungspotenzial. Es war zudem seine erste Saison bei Werder. Man sollte nun auch nicht immer erwarten, dass Werder jemanden holt, der sofort ein 100%iger Stammspieler ist. Ich denke, Vranjes wird 2006/2007 eine gute Alternative bleiben. Im defensiven Mittelfeld und auf den Halbpositionen haben wir derzeit die wenigsten Probleme. Momentan fehlt „nur“ noch ein Innenverteiger (die Namen Mertesacker und Metzelder scheinen derzeit ja wieder sehr aktuell in der Medienlandschaft in Bezug zu Werder – und auch Bayern zu stehen. Denke aber „Merte“ will Bremer werden – und wird es auch jetzt oder später). Im Sturm brauchen wir auch bei Valdez Weggang momentan niemanden. Zidan kehrt zurück, Hunt wird auch mal wieder fit und es gibt noch Mosquera… ;-) oder auch Polenz. Gerade im Hinblick, wenn wir hier von Systemen mit nur einem Stürmer sprechen…
    Mein 4-1-4-1 sieht übrigens so aus: Wiese – Womé, Naldo, Pasanen, Owomoyela (Fritz) – Baumann (Frings) – Zidan, Diego, Borowski, Frings (Jensen/Fritz/Owomoyela) – Klose.

  • Karsten sagt:

    Kann schon sein, dass du recht hast. Aber er konnte weder bei Stuttgart, noch bei Leverkusen wirklich überzeugen. Und auch bei Werder hat er sich zwar gesteigert, ist aber nach wie vor ein Unsicherheitsfaktor. Sobald das Spiel etwas schneller wird, häufen sich die Fehlpässe und das kann beim heutigen offensiven Spielsystem sehr schnell in die Hose gehen…

  • T-Time sagt:

    ich denke, die vergangenheit taugt hier nicht als argument. andere waren auch woanders „schlecht“ und bei ihrer neuen station gut. lisztes zum beispiel. und ihn als unsicherheitsfaktor zu beschreiben ist m.E. übertrieben. wie auch immer. jeder hat seine meinung. bin auf die nächsten systeme gespannt.

  • Karsten sagt:

    Ich hoffe für ihn und natürlich auch für Werder, dass er sich noch steigern kann. Aber in der momentanen Form ist er meines Erachtens kein adäquater Ersatz. Aber lassen wir uns überraschen…

  • bild.de sagt:

    Für 4,7 Millionen! Valdez zu Dortmund
    Nächste Woche soll der Bremer einen Vierjahresvertrag unterschreiben

    Nelson Valdez (24) wird nach 5 Jahren Werder künftig für Dortmund stürmen

    Nelson Valdez von Werder zu Dortmund – nach wochenlangen Verhandlungen steht der Kracher-Transfer jetzt kurz vor dem Abschluß.

    „Ich gehe davon aus, daß der Transfer Anfang der Woche abgewickelt ist“, sagte Werders Geschäftsführer Manfred Müller im Weser Kurier.

    Das Torjäger-Talent, das in Bremen noch einen Vertrag bis 2007 besitzt, soll für 4,7 Millionen Euro zu den Borussen wechseln, dort einen Vertrag bis 2010 unterschreiben.

    Valdez wird damit Nachfolger von Sturm-Riese Jan Koller (2,02 m). Deswegen muß Dortmund im Angriff aber nicht den Ball flach halten. Der Paraguayer ist trotz seiner 1,78 Meter Körpergröße eine echte Kopfball-Granate.

    Valdez wird nach dem Südafrikaner Steven Pienaar von Ajax Amsterdam und Martin Amedick vom Zweitligisten Eintracht Braunschweig der dritte Neuzugang des BVB.

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